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Mitteilung vom 04.04.19

Presse-Infos | Kultur

In Bochum angekommen, aber unbekannt?

Festival zum EU-Projekt "Specially Unknown"

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Bochum (lwl). Zu einem internationalen Festival mit Musik, Tanz und Gesprächen laden das LWL-Industriemuseum und Bochumer Migranten-Organisationen am Wochenende (6./7.4.) in die Bochumer Innenstadt und auf das Gelände der Zeche Hannover ein. Das Fest findet statt im Rahmen des EU-Projektes "Specially unknown", das Lebensgeschichten von geflüchteten Menschen sammelt.

Während am Samstag auf dem Dr.-Ruer-Platz die Präsentation der Vereine, Folklore und Berichte von Geflüchteten im Vordergrund stehen, rücken am Sonntag im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Erfahrungen und transkulturelle Auseinandersetzungen in den Mittelpunkt.

Besonders in den Jahren 2015 und 2016 sind viele Menschen als Geflüchtete auf der Suche nach Schutz, Freiheit und Sicherheit nach Bochum gekommen. Aber auch in den Jahren davor und danach fanden geflüchtete Menschen in der Stadt Aufnahme - von Vertriebenen des Zweiten Weltkriegs bis zu aktuellen Fluchtbewegungen. "Trotz der engagierten Hilfe und Willkommenskultur finden im Alltag Begegnungen zwischen neu hinzu gekommenen und alt eingesessenen Menschen nur selten statt. Von den vielen gesellschaftlichen Gruppen in der Stadt sind Geflüchtete oft besonders unbekannt", erklärt Dietmar Osses, Leiter des LWL-Industriemuseums Zeche Hannover.

Seit zwei Jahren leitet er den Bochumer Part des EU-Projektes "Specially unknown". Es sammelt in vier europäischen Städten insgesamt 160 Lebensgeschichten von geflüchteten Menschen und fördert den Dialog in Begegnungen, Gesprächen und künstlerischen Ausdrucksformen. In Bochum, Antwerpen, Paris und Turin kooperieren kulturelle Institutionen mit geflüchteten Menschen.

In Bochum arbeiten die vier Interviewer als so genannte Fieldworker mit geflüchteten Menschen aus Syrien, der Türkei, dem Kongo und Guinea zusammen. Kooperationspartner sind hier der Verein "Bosangani" für die Menschen aus dem Kongo, "samo.fa" für die Menschen aus der Türkei und Kurdistan, der Verein "Humanitäre Solidarität Middle East" für die Menschen aus Syrien und "Guinee-Coop" für die Menschen aus Guinea. Weitere wichtige Partner sind der Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe, Migrationsarbeit "Ifak", und das 2018 gegründete Netzwerk der Migrantenorganisationen in Bochum "Bonem".
Infos unter:
https://www.lwl.org/industriemuseum/standorte/zeche-hannover/specially-unknown


Programm

Samstag (6.4.) 11-15 Uhr | Dr.-Ruer-Platz, Bochum Innenstadt

Duo Burgurcu, Def, Baglama, Gesang
Shivan, Gitarre, Gesang
Talkrunde zum Projekt "Specially unknown"
Verein der Jugend der Zukunft, Tänze aus Syrien
Soba Doko, afrikanische Märchen
Trommlergruppe Bosangani e.V.
Mandenrasta Bpuba Kante, afrikanische Rhythmen und Reggae
Dhinesh Panchalingam, tamilische Tänze
Givara, Saz, Gitarre, Gesang

Sonntag (7.4.) 11-14 Uhr | Zeche Hannover, Günnigfelder Straße 251, Bochum

Joe Coka & Band. Musik und Rhythmen aus Westafrika
Soba Doko, afrikanische Märchen
Gesprächsrunde zu Flucht und Ankommen in Geschichte und Gegenwart
Neu in Deutschland. Texte von Geflüchteten zu Flucht und Ankommen
Espérer - Insel der Hoffnung. Ein modernes Märchen von Antonio Damasco, gelesenen von Dyana Krupezki
Transaestethics Trio & Friends. Weltmusik und Crossover-Improvisation



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Dietmar Osses, LWL-Industriemuseum, Tel. 0231 6961-231 oder 0231 6961-127.
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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