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Mitteilung vom 28.03.17

Presse-Infos | Kultur

Saisonstart 2017:

Es "Läuft wieder!" im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Bewertung:

Hagen (lwl). Am Samstag (1.4.) beginnt die Saison im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Gleich vier Sonderausstellungen und ein Projekt aus dem Bereich der experimentellen Archäologie warten auf die Besucher.

Ausstellungen
Gleich vier Ausstellungen sind 2017 im LWL-Freilichtmuseum Hagen zu sehen, drei davon bis zum Saisonende am 31. Oktober.

"Läuft wieder!"
Jeder Autobesitzer wartet sehnsüchtig auf die Worte "Läuft wieder!", wenn er sein Gefährt nach der Reparatur aus der Werkstatt abholt. "Läuft wieder!" ist daher auch der Titel der diesjährigen Sonderausstellung, in der es um das Kfz-Handwerk geht. In der Ausstellung gehen die Besucher durch eine Autowerkstatt der 1960er Jahre. Ab dem 21. Mai erfahren die Besucher viel über das recht junge Handwerk, das seit rund 70 Jahren Autos wieder fit macht. Mit Objekten und persönlichen Geschichten stellt der Blick in eine Autowerkstatt der 1960er Jahre den auch heute noch bei jungen Männern beliebtesten Handwerksberuf vor.
Begleitet wird die Ausstellung durch Oldtimerbesuche an den Wochenenden, ein Sommerferienprogramm und Kfz-orientierten Mitmachaktionen an einigen Sonntagen.

Um den Silberschmied, ein inzwischen sehr selten gewordenes Handwerk, geht es ab dem 16. Juli im Goldschmiedehaus in der Ausstellung "Neue Kirchen - Neues Silber". Die Schau präsentiert den Beruf anhand ausgewählter Arbeiten, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Westfalen und Lippe für Kirchenausstattungen entstanden sind, und erläutert die verschiedenen handwerklichen Techniken, die dazu nötig waren.

Ebenfalls ab dem 16. Juli ist die Fotoausstellung "Häute, Leim und Filz" zu sehen. Der Siegener Schulrektor Otto Arnold (1881-1944) hat zwischen 1927 und 1938 die Arbeitswelt im Siegerland systematisch mit seiner Zeiss-Ikon-Kamera dokumentiert. Besonders eindrucksvoll sind seine Aufnahmen aus Gerberei, Leimsiederei sowie Filzfabrikation. Zu sehen sind die historischen Fotografien in der Gelbgießerei des LWL-Freilichtmuseums.

Einen künstlerischen Impuls setzt die Ausstellung "bau - kunst. Modelle und Grundrisse": Der Künstler Hannes Forster aus Berlin entwickelt eigens Arbeiten mit Bezügen zu einigen historischen Gebäuden im LWL-Freilichtmuseum Hagen. Die Arbeiten sind vom 23. April bis zum 25. Juni in der Gelbgießerei und im Goldschmiedehaus zu sehen. Forster ist zum Ausstellungsstart am Sonntag (23.4.) im Hagener LWL-Freilichtmuseum und führt durch seine Ausstellung.

Neue Projekte: Rennofen
Vor 2300 Jahren war das Siegerland das 'Industriezentrum' Westfalens. Hier rauchten die größten Eisenverhüttungsöfen der Epoche, sie wurden von keltischen Spezialisten betrieben. Trotz intensiver archäologischer Forschungen ist immer noch unklar, wie diese Öfen funktioniert haben. Denn die sogenannten Rennöfen waren verhältnismäßig groß (auf einer Grundfläche von etwa vier mal vier Metern bei einer Höhe von zwei bis drei Metern) und ungewöhnlich in Form einer Birne gebaut. LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale, selbst Archäologin: "In einem einzigartigen Experiment rekonstruiert das Hagener LWL-Freilichtmuseum zusammen mit der LWL-Archäologie, dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum sowie der Ruhr-Universität Bochum einen keltischen Rennofen". Dieser Rennofen werde im August in Betrieb gesetzt und die Montanarchäologen werden dann versuchen, die alten Verhüttungsprozesse praktisch nachzuvollziehen, so Rüschoff-Thale weiter.

Verzinkerei
Hinter dem Zinkwalzwerk entsteht als eine neue Werkstatt die Verzinkerei. In dem Gebäude installiert das LWL-Freilichtmuseum eine Anlage zur Feuerverzinkung als Vorführwerkstatt und eine Ausstellung zum Thema Feuerverzinken. In dieser Verzinkerei werden an bestimmten Tagen Eisen- oder Stahlobjekte feuerverzinkt. Dabei erhalten sie aus geschmolzenem Zink (etwa 450°C) einen dauerhaften Überzug, der sie vor Rost zu schützt. Die Präsentation rundet das Thema "Zink" ab, das im Museum bereits mit dem Zinkwalzwerk sowie einer Ausstellung zu Zinkwalzen und Zinkdruckguss vertreten ist. Das Gebäude ist ein Geschenk der Robert Voigt Stiftung.

Jahresprogramm
In der Osterzeit ist der Korbflechter Edmund Gehrlein aus der Pfalz zu Gast. Er führt sein altes Handwerk vor und bietet dazu drei Workshops an. Am 1. Mai folgt das Trecker-Treffen. Wie in jedem Jahr tuckern über 200 der alten Land- und Zugmaschinen durch das gesamte Museum.

Pfingsten (4.6.) geht es im LWL-Freilichtmuseum beim Oldtimer-Treffen Oldie-Cars & Coffee automobiltechnisch weiter.

Am 10. und 11. Juni geht es "Querbeet" durch die Gartentage. Dann gibt es im Museum Kräuter, Blumen, Töpfe, Werkzeuge und Accessoires für Haus und Garten. Modellbauer und Modellbegeisterte gehen am Sonntag (2.7.) "Auf große Fahrt", wenn viele Schiff-, Auto- und Flugzeugmodelle zu Wasser, zu Lande und in der Luft im LWL-Freilichtmuseum ihre Kreise ziehen.

Wie in allen Schulferien stehen auch in den Sommerferien in jeder Woche Workshops auf dem Sommerferienprogramm. Als Höhepunkt des Sommers feiern die Kinder beim bunten Kinderfest am 23. Juli, das das LWL-Freilichtmuseum mit Unterstützung des Förderkreises veranstaltet.

Auf dem großen Platz vor dem Restaurant "Museumsterrassen" im mittleren Bereich findet am 30. Juli der erweiterte, bisherige Kutschentag statt. Unter dem neuen Titel "Das Glück der Erde..." präsentiert das LWL-Freilichtmuseum zusammen mit der ReitsportAgentur Jandke Pferde, Kutschen, Showeinlagen sowie umfangreiche Informationen rund um Pferde und Pferdesport.

Der August endet mit einem retrofuturistischen Höhepunkt: Am 20. August treffen sich Steampunker in ihren auffälligen Gewandungen zu einem Picknick im Museum. Markttreiben,
Lesungen und seltsame technische Konstruktionen à la Jules Verne runden den originellen Sonntag ab.

Am Erntedankwochenende (30.9. und 1.10.) veranstaltet das LWL-Freilichtmuseum sein Herbstfest Das Fest kombiniert zwei Märkte: einen Spezialitätenmarkt mit regionalen Köstlichkeiten und einen Handwerkermarkt mit vielen Angeboten, Vorführungen und Mitmachaktionen. Erst nach dem Ende der eigentlichen Saison lockt der dreitägige "Romantische Weihnachtsmarkt" am ersten Advent (1., 2. und 3. Dezember) mit etwa 85 kunstgewerblichen Ausstellern die Besucher in den geschmückten und adventlich illuminierten oberen Bereich, die gute Stube des Freilichtmuseums.

Die Eintrittspreise für das Freilichtmuseum bleiben in dieser Saison stabil, sie betragen für Erwachsene 7 Euro, für Kinder von sechs bis 18 Jahren 2 Euro (unter sechs Jahren ist der Eintritt frei) und für Familien 15 Euro. Die LWL-Jahreskarten, die in den 30 LWL und LVR-Museen gelten, kosten 25 bzw. 35 Euro für Familien.

Mehr Informationen gibt es im Jahresprogramm, das an vielen Stellen ausliegt, oder im Internet unter: http://www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de


Kontakt für Besucher:
LWL-Freilichtmuseum Hagen
Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik
58091 Hagen, Mäckingerbach
Tel.: 02331 7807-0
E-Mail: freilichtmuseum-hagen@lwl.org oder
Facebook: http://www.facebook.com/LWLFreilichtmuseumHagen/



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Uta Wenning-Kuschel, LWL-Freilichtmuseum Hagen, Telefon: 02331 780-7113, Handy: 0151 40635972,
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Freilichtmuseum Hagen
Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik
Mäckingerbach
58091 Hagen-Selbecke
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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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