LWL-Newsroom

Mitteilung vom 15.04.16

Presse-Infos | Kultur

Nichts zu sehen - nichts geschehen?

LWL-Vortrag und Tagung zum Umgang mit Erinnerungen nach dem Zweiten Weltkrieg

Bewertung:

Münster (lwl). Es gibt keinen Ort ohne Geschichte, aber es gibt zahllose Orte, an denen von ihrer Geschichte nichts zu sehen ist. Der Künstler Wolfram P. Kastner zeigt auf Einladung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Donnerstag (21. 4.) um 19 Uhr im Plenarsaal des LWL-Landeshauses in Münster an Beispielen auf, wie man Geschichte vergegenwärtigen und Erinnerung für die Zukunft ermöglichen kann. In seinem Vortrag "(un)sichtbare Geschichte? oder: damit kein Gras über die Geschichte wächst…" geht es um den politischen und historischen Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und Österreich.

"Wegsehen und Schönsehen scheint eine weit verbreitete Sehstörung zu sein, die wahr-scheinlich auch politische Ursachen hat", sagt Kastner über den Antrieb seiner Arbeit. Zu einer seiner bekanntesten Kunstaktionen zählt "Die Spur der Bücher", mit der Kastner jährlich an die Bücherverbrennung im Jahr 1933 in Deutschland erinnert. Dazu brennt der Künstler auf dem Königsplatz vor der Antikensammlung in München, an der Stelle der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten, eine Brandspur in den Rasen.

"(un)sichtbare Geschichte? oder: damit kein Gras über die Geschichte wächst…"
Vortrag von Wolfram P. Kastner
Donnerstag, 21. April 2016
19 Uhr, Plenarsaal des LWL-Landeshauses, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, 48147 Münster
Eintritt frei


Presse-Einladung

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) organisiert die Vortragsveranstaltung im Rahmen der Tagung "Erinnerung, Ehrung, Politik. Zum Umgang mit Ehrungen und Erinnerungen nach 1945". In drei Sektionen diskutieren Wissenschaftler über Denkmäler und Gedenkorte in Westfalen im Vergleich mit anderen Städten und Regionen nach 1945. Zudem werden Auseinandersetzungen um einzelne Personen untersucht, die mit Ehrenbürgerschaften, Skulpturen, Erinnerungstafeln oder Stolpersteinen geehrt wurden. Zum Abschluss der Tagung werfen die Experten einen vergleichenden Blick auf die zum Teil heftig geführten Konflikte, die es in der jüngsten Zeit im Umfeld von Straßenumbenennungen gab. Als Beispiele dienen Münster, Oldenburg und Wien.

Wir laden Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, herzlich ein zur

Tagung "Erinnerung, Ehrung, Politik. Zum Umgang mit Ehrungen und Erinnerungen nach 1945"

Am Donnerstag, 21. April, und Freitag, 22. April 2016, jeweils ab 9 Uhr

im Plenarsaal des LWL-Landeshauses, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, 48147 Münster



Achtung Redaktionen:
Näheres entnehmen Sie bitte dem beigefügten Informationen (PDF-Dokument) zur Tagung. Als Ansprechpartnerin vor Ort steht Ihnen Kathrin Nolte (Tel. 0251/591 5706) vom LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte zur Verfügung. Sie vermittelt Ihnen gern auch im Programm aufgeführte Experten für Statements.

Haben Sie Probleme das PDF-Dokument zu lesen? Dann wenden Sie sich bitte unter presse@lwl.org an die LWL-Pressestelle. Wir helfen Ihnen gerne weiter.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



Anlagen:
Anlage 1: Tagungsflyer.pdf


LWL-Einrichtung:
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
Karlstr. 33
48147 Münster
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 18.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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