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Mitteilung vom 28.11.14

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200 Jahre Westfalen: Die Region feiert im Jahr 2015 Geburtstag

LWL stellt Gesamtdarstellung der westfälischen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert vor

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Münster (lwl). Mit der Bildung der preußischen Provinz Westfalen 1815 wurde der Flickenteppich der westfälischen Territorien erstmals als zusammenhängendes Gebiet geeint. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) veröffentlicht dazu im Jubiläumsjahr 2015 eine Geschichte der Region im 19. und 20. Jahrhundert. Der Band "Westfalen in der Moderne 1815-2015. Geschichte einer Region" zeigt in 25 Kapiteln, von welchen Entwicklungen und Be-sonderheiten Westfalen in den vergangenen 200 Jahren bestimmt war und heute immer noch ist. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und dem Aschendorff Verlag.

"Westfalen verfügt über eine ausgeprägte regionale Geschichte, die starke Eigenentwicklungen und Besonderheiten aufweist.

Diese Geschichte nachzulesen kann ganz wesentlich dazu beitragen, die heutige Lebenswirklichkeit besser zu verstehen und einzuordnen: Der Symbolgehalt des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Porta Westfalica beispielsweise, der Strukturwandel im Ruhrgebiet oder die ausgeprägte Zuwanderungskultur in Westfalen bleiben ohne den Blick auf die regionale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts unverständlich", sagte LWL-Direktor Matthias Löb bei der Buchvorstellung am Freitag (28.11.) in Münster.

Die Geschichte Westfalens war geprägt von politischen, konfessionellen und sozialen Herausforderungen und Konflikten. Die 25 Beiträge des Buches zeigen, wie sich aus diesen das "moderne" Westfalen entwickelt hat. "Der Band bietet nicht nur einen historischen Überblick über Politik, Wirtschaft und Kultur. Er befasst sich auch mit Themen wie mit Mobilität, Wandel des Handwerks oder Umweltschutz", so Prof. Dr. Bernd Walter, Leiter des LWL-Institutes für westfälische Regionalgeschichte.

Die Beiträge der 17 Autoren werden durch etwa 250 Abbildungen und Karten illustriert. Unterstützt wurde der Band von der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung.

Hintergrund
2015 jährt sich die Konstituierung der preußischen Provinz Westfalen zum 200. Mal. Damit wurde erstmals ein politischer Raum mit klaren Grenzen, einer einheitlichen Verwaltungsorganisation und später einer politischen Stimme geschaffen. Das Gründungsjahr geht auf die Vereinbarungen des Wiener Kongresses zurück. Einen Tag nach seiner Schlussakte, am 10. Juni 1815, wurde die territoriale Neuordnung bestätigt. Bereits am 30. April 1815 hatte der preußische Staat die neue Organisation der Provinz Westfalen beschlossen. Dies ist der Beginn der Gründungsphase, die bis 1818 andauerte. Mit der Gründung Nordrhein-Westfalens am 23. August 1946 wurde die Provinz Westfalen nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelöst und die Region zum Landesteil.


Karl Ditt (u.a.):
Westfalen in der Moderne 1815-2015. Geschichte einer Region

(Aschendorff Verlag)
864 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-402-13023-0
Preis: 29,95 Euro

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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Kommentar(e)

Dirk B.F. Ostendorf21.09.2015 16:49
Sehr breit angelegte, erschöpfende Information. Gott sei Dank eine moderne Geschichte Westfalens, ohne die sonst immer so bieder abgehandelten historisierenden Informationen. Westfalen wird kritisch gesehen, doch doch nicht so ländlich. Ein Beitrag dazu auf Westfalen positiv zu sehen.


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