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Mitteilung vom 16.04.18

Presse-Infos | Kultur

Martha Roslers "Adler" ist zurück

Skulptur Projekt von 2007 restauriert und neu installiert

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Münster (lwl). Nach der Restaurierung kehrte am Montag (16.4.) die Arbeit "Unsettling the Fragments (Eagle)" / "Erschütterung der Fragmente (Adler)" von Martha Rosler an seinen Platz vor dem Eingang der Münster Arkaden an der Rothenburg zurück. Die Arbeit wurde 2007 mit Unterstützung der Freunde des Museums für Kunst und Kultur e.V. erworben. Es ist eines von insgesamt 39 Werken, die zur Öffentlichen Sammlung der Skulptur Projekte und damit des Kunstmuseums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster gehören.

Martha Rosler hatte anlässlich der Skulptur Projekte 2007 mehrere Fragmente - originalgetreue Repliken - in Münster "umgesiedelt", um so kritisch auf Denkmäler und den Umgang mit der Stadtgeschichte aufmerksam zu machen. "Der Adler war Teil einer Serie architektonischer Fragmente, die ich als wesentliche Narrative der Geschichte von Münster identifiziert habe", so die Künstlerin. Münsters lange Geschichte als Militärstadt und ihre Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus tritt häufig hinter andere Facetten des städtischen Lebens zurück. Darauf wirft Martha Rosler einen genaueren Blick: "Diese Arbeit, eine Version des unverwechselbaren Adlers der Luftwaffe, repräsentiert als Relikt die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Gereinigt von seinen Nazi-Verweisen prangt der Adler immer noch über dem Eingang des architektonisch bemerkenswerten Gebäudes in Münster, das von Ernst Sagebiel als Hauptquartier des Luftgaukommandos entworfen wurde und heute immer noch vom deutschen Militär genutzt wird." "Rosler verpflanzt das architektonische Fragment vor die Münster Arkaden, eine Einkaufspassage mit Kolonnadenfassade, deren strenge Gliederung an die monumentalen Bauten aus der Zeit des Nationalsozialismus erinnert, und macht so kritisch auf die Architektur aufmerksam."

Die Arbeit musste 2017 aufgrund von Witterungsschäden abgebaut werden. In enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin wurde die Restaurierung diskutiert und auf den Weg gebracht. Nach eingehenden Materialtests erfolgte die Instandsetzung der Arbeit mit fachlicher und finanzieller Unterstützung der Firmengruppe Hermann Brück.

Die Künstlerin freut sich über die geglückte Restaurierung: "Ich fühle mich geehrt, dass die Arbeit wieder aufbereitet und zehn Jahre nach ihrer Erstaufstellung erneut installiert wird."



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Claudia Miklis, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Telefon: 0251 5907-168, presse.landesmuseum@lwl.org.
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