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Mitteilung vom 12.09.17

Foto zur MitteilungDr. Rüdiger Haas und sein Team laden zum Haard-Dialog ein.
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Foto zur MitteilungDamhirsche sind sensible Co-Therapeuten.
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Foto zur MitteilungDie Musiktherapie hilft bei der Gesundung.
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Presse-Infos | Psychiatrie

Erstes Thema beim neuen "Haard-Dialog": Depressionen bei Kindern und Jugendlichen

Für jede/n verständlich: Fachleute der LWL-Klinik erklären Alarmzeichen und Therapie

Bewertung:

Marl-Sinsen (lwl). Lange Zeit wissen Franz und Sabine gar nicht, was mit ihrem Sohn Tobias los ist. Nur dass irgendetwas nicht stimmt ist klar. Tobias wird immer einsilbiger, verzieht sich sofort nach der Schule in sein Zimmer und will weder von seinen Eltern noch von seinen Freunden gestört werden. Dann kommen die ersten Anrufe aus der Schule: Tobias falle immer wieder durch aggressives Verhalten auf. Auch zu Hause gibt es zunehmend laute Auseinandersetzungen. Als der 15-Jährige schließlich tagelang nicht mehr aus dem Bett aufsteht und den Schulbesuch verweigert, suchen seine Eltern Hilfe bei einem Kinder- und Jugendarzt. Dieser untersucht Tobias und verweist die Familie anschließend an die Ambulanz der Marler Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Dort finden die Experten schnell heraus, wo der Grund für sein Verhalten liegt: Tobias leidet an einer sogenannten depressiven Episode.

Damit gehört der junge Mann zu einer immer größer werdenden Gruppe junger Menschen mit dieser Erkrankung. Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Alter von unter 15 Jahren, die stationär aufgrund einer Depression behandelt werden, in der Zeit von 2000 bis 2015 um das Zehnfache gestiegen, auf 4600 Fälle. Noch größer ist die Anzahl der stationär behandelten über 15 - 24-Jährigen. Sie stieg von 5200 Betroffenen in 2000 auf 34.300 Fälle im Jahr 2015.

"Häufig liegt vor der Diagnose Depression ein monatelanger Leidensweg hinter den jungen Patienten und ihren Familien", weiß Dr. Rüdiger Haas, Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik Marl-Sinsen, "dabei sind die Heilungschancen bei dieser wie auch bei anderen psychischen Erkrankungen um so größer, je eher mit einer entsprechenden Therapie begonnen wird."

Welche Alarmzeichen deuten auf eine beginnende Depression hin? Wo können Betroffene Hilfe finden? Was kennzeichnet eine erfolgversprechende Therapie? Das sind nur einige Fragen, die der Kinder- und Jugendpsychiater und seine Mitarbeiter im Rahmen eines Informationsabends am 26. September von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr im Festsaal der LWL-Haardklinik für alle Interessierten beantworten.

Stichwort Therapie: Wie zum Beispiel der Umgang mit Eseldame Martha, ihrem Artgenossen Friedemann und ihren 26 vierbeinigen Freunden Kindern und Jugendlichen bei ihrer Genesung helfen kann und warum Musik hören und gemeinsam musizieren nicht nur Balsam für die Seele, sondern auch Teil einer Therapie sind, darüber geben die Fachtherapeutinnen für TiergestützteTherapie Petra Wiethoff und Nadine Braun sowie ihr Kollege, der Musiktherapeut Frank Schiweck, anschaulich Auskunft. Die Moderation des Abends übernimmt der Recklinghäuser Medizinjournalist Bernd Overwien.

Mit der neuen Veranstaltungsreihe "Haard-Dialog" bietet die LWL-Klinik Marl-Sinsen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, mehr über psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen zu erfahren, Therapiemöglichkeiten kennenzulernen und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen, ohne sich vorher in "Arztsprache" üben zu müssen.

Haard-Dialog
"Depressionen bei Kindern und Jugendlichen", 26. September 2017, 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr, Festsaal der LWL-Klinik Marl-Sinsen - Haardklinik, Halterner Str. 525, 45770 Marl.
Der Eintritt ist frei.
Telefonische Anmeldung bitte unter: 02365/802-0



Pressekontakt:
Kerstin Seifert, LWL-Klinik Marl-Sinsen - Haardklinik -, Telefon: 02365 802-2126 und Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Klinik Marl-Sinsen
Haardklinik
Halterner Str. 525
45770 Marl
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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