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Mitteilung vom 27.06.17

Presse-Infos | Maßregelvollzug

Erneut für familienbewusste Personalpolitik ausgezeichnet

Bundesfamilienministerin Katarina Barley überreicht Zertifikat an LWL-Maßregelvollzugskliniken Schloss Haldem und Rheine in Berlin

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Berlin/Stemwede (lwl). Bereits zum dritten Mal sind die Maßregelvollzugskliniken Schloss Haldem und Rheine des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) für ihre familienbewusste Personalpolitik mit dem Zertifikat "Audit berufundfamilie" ausgezeichnet worden. Im Beisein von Bundesfamilienministerin Katarina Barley nahm Jasmin Vogt, Mitarbeiterin der LWL-Klinik Schloss Haldem, das Zertifikat am Dienstag (20.6.) in Berlin entgegen.

"Mit dem Qualitätssiegel verpflichten wir uns zu einer nachhaltigen familienbewussten Personalpolitik - eine wichtige Investition in die Zufriedenheit der Mitarbeiter und die Zukunft unserer Klinik", sagt Barbara Steinmeyer, kaufmännische Direktorin der LWL-Maßregelvollzugskliniken Schloss Haldem und Rheine.

Als Arbeitgeber in einer ländlichen Region, aber auch durch den sich abzeichnenden Fachkräftemangel sei es heute wichtiger denn je neue Wege bei Personalgewinnung und Personalbindung zu gehen. "Nicht nur junge Eltern benötigen flexible Arbeitszeiten, auch die tendenziell älteren Beschäftigten mit einer Pflegeproblematik wünschen sich an dieser Stelle mehr Gestaltungsspielräume", weiß Steinmeyer.

Die LWL-Maßregelvollzugskliniken Schloss Haldem und Rheine engagieren sich daher für flexiblere Arbeitszeitmodelle und familienfreundlichere Arbeitszeiten. Wo es möglich ist, wurden gleitende Arbeitszeiten eingeführt. Selbst im pflegerischen Schichtdienst wird bereits ein späterer Spätdienst und flexiblere Zwischendienste angeboten, um insbesondere Arbeitnehmern mit Kindern oder mit zu pflegenden Angehörigen entgegen zu kommen. Auch bieten die Kliniken Kinderbetreuung an Brückentagen an oder familienentlastende Angebote wie einen Einkaufsservice. Zudem können sich Mitarbeiter seit Anfang des Jahres intern bei einem Pflegeguide über die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege informieren.

Für ihre familienbewusste Personalpolitik und die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie hatten die LWL-Kliniken bereits 2010 die Auszeichnung "audit berufundfamilie". Das anerkannten Qualitätssiegel für Familienbewusstsein in der deutschen Wirtschaft wird von der berufundfamilie gGmbH, einer Initiative der gemeinnützigen Hertiestiftung verliehen. Schirmherren sind das Bundesfamilien- und das Bundeswirtschaftsministerium.

Steinmeyer: "Auszeichnungen wie diese zeigen, dass wir einen guten Weg als attraktiver Arbeitgeber einschlagen haben. Familienbewusste Personalpolitik ist nur eine Facette unseres Bemühens, den Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen und ein angenehmes Betriebsklima zu schaffen. Attraktive Angebote um die Gesundheit ergänzen unsere Personalarbeit. So sind in unserer hektischen Zeit, neben der Arbeitssicherheit, inzwischen die regelmäßige Ermittlung und Bearbeitung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz so selbstverständlich wie Gesundheitsangebote wie ärztliche Beratung, Ernährung und Sport."


Hintergrund:
Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem ist ein Fachkrankenhaus für suchtkranke Straftäter mit derzeit 179 stationären Therapieplätzen. Rechtsgrundlage für die Aufnahme ist eine gerichtliche Verurteilung nach Paragraf 64 Strafgesetzbuch zu einer Maßregel der Besserung und Sicherung. Neben einer gesicherten Aufnahmestation, einer halboffenen Station und zwei Außenwohngruppen gibt es mehrere gesicherte Therapiestationen sowie eine forensische Nachsorgeambulanz. Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem steht als eine von derzeit sechs Maßregelvollzugskliniken in der Trägerschaft des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).



Pressekontakt:
Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Hannig, LWL-Maßregelvollzug, 0251 591-3476
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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