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Mitteilung vom 01.03.17

Foto zur MitteilungÜber 100 Aussteller zeigten auf der LWL-Messe, was Integration¬sunter-nehmen können und wie Fördermittelgeber sie unterstützen.
Foto: LWL/Arendt


Foto zur MitteilungLWL-Direktor Matthias Löb überreichte den ersten Preis an die Hasselbrink-Schule in Bochum, LWL-Förderschule mit Förderschwerpunkt Sprache.
Foto: LWL/Arendt


Foto zur MitteilungLWL-Direktor Matthias Löb überreichte den zweiten Preis an die Hedwig-Dransfeld-Schule in Werl, LWL-Förderschule mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.
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Foto zur MitteilungLWL-Direktor Matthias Löb überreichte einen dritten Preis an die Focus-Schule Gelsenkirchen, LWL-Förderschule mit Förderschwerpunkt Sehen.
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Foto zur MitteilungLWL-Direktor Matthias Löb überreichte einen dritten Preis an die Schule am Marsbruch in Dortmund, LWL-Förder¬schule mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.
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Presse-Infos | Soziales

LWL-Messe der Integrationsunternehmen in Münster: über 100 Aussteller rund um Arbeit, Qualität, Inklusion

Kreativpreis für Bochumer Schule

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Münster (lwl). Zum vierten Mal bot der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Arbeitssuchenden mit und ohne Behinderung, Experten, potenziellen Gründern und interessierten Bürgern auf der LWL-Messe der Integrationsunternehmen in Münster am Mittwoch (1.3.) ein breites Angebot. Auf der Messe stellten über 100 Aussteller - darunter viele Integrationsbetriebe - ihre Arbeit vor.

Die Firmen zeigten, was sie können, Fördermittelgeber und Beratungseinrichtungen berichteten von ihren Leistungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. "Unsere Messe ist Forum und Marktplatz", sagt LWL-Direktor Matthias Löb, der gemeinsam mit Elisabeth Veldhues, Beauftragte der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung in NRW, und Monika Zimmermann, Vertreterin der Aussteller und Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen, die Messe eröffnete. "Die Messe zeigt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Betriebe und demonstriert auch deren Beschäftigungsleistungen", erklärte Löb. Der Erfolg ist auch an den Zahlen abzulesen, sagte der LWL-Direktor: "Im Jahr 2008 gab es 57 Integrationsbetriebe und -abteilungen in Westfalen-Lippe, heute sind es knapp 160. Auch die Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze für Menschen mit Handicaps hat sich im selben Zeitraum mehr als verdreifacht und ist von 594 auf rund 2000 gewachsen."

Am Stand von "Moderne Floristik Steinbrecher", der die Dekoration für die BVB-VIP-Bereiche liefert, lasen die gehörlosen Mitarbeiterinnen die Blumenwünsche der Besucher von den Lippen ab - auch von Fans von blau-weißen Sträußen. Bei einem Berufsfindungsparcours der "Talentfabrik" hatten die Besucher die Chance, verborgene Talente zu entdecken. Am Stand des Büros für Leichte Sprache konnten sie herausfinden, wie schwierig leichte Sprache wirklich ist und sich die Messe-Welt in leichter Sprache erklären lassen. Die "Grenzland Wäscherei" zeigte, was es braucht, um Wäsche nicht nur sauber, sondern rein zu bekommen. Außerdem demonstrierten Mitarbeiter von Integrationsunternehmen, wie sie hochwertige Fahrräder montieren oder Musterkollektionen für Polstermöbel herstellen.

Zudem bot die Schau bei freiem Eintritt rund 30 Vorträge, Diskussionen und Seminare. In vier Foren ging es um ganz unterschiedliche Themen, die sich um Arbeit und Inklusion drehten. Unternehmer berichteten über ihre Erfahrungen, Menschen mit Behinderung über ihren Weg auf den ersten Arbeitsmarkt. Experten erläuterten, wie das Konzept der Integrationsinternehmen in verschiedenen Branchen wie Gastronomie und Hotellerie, Einzelhandel, Industrie oder Dienstleistungen funktioniert und wie Unternehmen auch trotz Krisen weiterhin erfolgreich im Markt bestehen können. Ein Thema war auch die bevorzugte Vergabe an Integrationsunternehmen bei Aufträgen der öffentlichen Hand.

Kreativwettbewerb "Arbeit was geht?!"
Erstmals hat der LWL zur Messe der Integrationsunternehmen unter dem Titel "Arbeit was geht?!" einen Kreativwettbewerb für Förderschulen ausgeschrieben. Dabei sollten die Schüler in ihre berufliche Zukunft schauen: Wo und wie würden sie gerne arbeiten? Wie wünschen sie sich ihre künftige Arbeitswelt und sollte sie funktionieren? Die Jury mit LWL-Jugenddezernentin Birgit Westers, Lisa Inckmann, Leiterin des Kunsthauses Kannen der Alexianer, Dr. Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster sowie Ulrich Adlhoch, Leiter des LWL-Integrationsamtes, begutachtete die Werke. Löb überreichte den mit 1.500 Euro dotierten ersten Preis an die Klassen 9 und 10 der Hasselbrink-Schule in Bochum, LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt Sprache. Unter dem Titel "Stuhlgang" haben die Schüler in einem Video ihre aufwendig kreierten Traumberufe vorgestellt. Der mit 1.000 Euro dotierte zweite Preis ging an die Hedwig-Dransfeld-Schule in Werl, LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Die Schülerinnen der Klasse 10a haben Schuhe so verfremdet, dass sie Wege ins Arbeitsleben mit unterschiedlichen Berufen darstellen. Zwei mit je 350 Euro dotierte dritte Preise gingen an die Schule am Marsbruch in Dortmund, LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung und die Focus-Schule Gelsenkirchen, LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt Sehen. Die Gelsenkirchener Schüler haben ihre Vorstellung von für sie möglichen Berufen als Bilder oder kleine Skulpturen umgesetzt. Die Klasse 6a der Schule am Marsbruch hat mit einer Zeitmaschine einen abstrakten Blick in die berufliche Zukunft geworfen. "Alle Werke haben sich dem Thema inklusiver Arbeitsmarkt und individuelle Berufswünsche gestellt, es offensiv und optimistisch in den Blick genommen und dabei auf unterschiedliche Art und Weise wirklich Kreatives geschaffen", so Löb. Das LWL-Integrationsamt wird mit den Fotos der Kunstwerke zum kommenden Jahr einen Kalender gestalten.


Hintergrund: Integrationsunternehmen
In Westfalen-Lippe gibt es zurzeit rund 160 Integrationsunternehmen oder -abteilungen in Firmen aus Industrie, Handel und Gewerbe, in denen etwa 2000 Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten. Die Betriebe, die zum großen Teil Mitarbeiter mit Handicaps beschäftigen, sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständig. Sie müssen sich wie jedes andere Unternehmen am freien Markt behaupten.
Der LWL unterstützt diese Firmen mit Mitteln aus der Ausgleichsausgabe, die Unternehmen leisten müssen, die nicht mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Mitarbeitern besetzen. Die Integrationsunternehmen bekommen Zuschüsse zu Investitionen, betrieblichem Mehraufwand, Betreuung und Lohnkosten. An der Finanzierung beteiligen sich auch die Bundesagentur für Arbeit, das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW und die Aktion Mensch. Hinzu kommen Mittel des Bundes. Die Arbeitsplätze sind im Schnitt deutlich kostengünstiger als die Plätze in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Die LWL-Messe der Integrationsunternehmen wird präsentiert unter http://www.lwl-messe.de. Geschichten, Infos und Wissenswertes rund um das Thema »Arbeiten und Inklusion« bietet der Blog: http://www.inklusives-arbeitsleben.lwl.org, der auch bei Facebook unter http://www.facebook.com/inklusives.arbeitsleben vertreten ist. Ein Überblick über die Integrationsunternehmen und -abteilungen in Westfalen ist unter www.integrationsunternehmen-westfalen.lwl.org zu finden. Zudem ist in den App-Stores von Apple und Android eine App zur Messe erschienen.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Integrationsamt Westfalen
Von-Vincke-Str. 23-25
48143 Münster
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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