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Mitteilung vom 03.08.16

Foto zur MitteilungRaumansicht "Autonom und profan. Skulptur Projekte im Territorium der Kirche", Archiv Skulptur Projekte.
Foto: LWL/Neander


Foto zur MitteilungDas Foto von Claes Oldenburgs "Giant Pool Balls" der Skulptur Projekte Ausstellung in Münster 1977 gehört zum Archiv der Skulptur Projekte.
Foto: LWL/Wakonigg


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Presse-Infos | Kultur

Archiv der Skulptur Projekte Münster erhält Forschungsstelle

VolkswagenStiftung bewilligt Förderantrag

Bewertung:

Münster(lwl). Ein Meilenstein für das Archiv der Skulptur Projekte ist erreicht: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) erhalten von der VolkswagenStiftung eine Förderung für die wissenschaftliche Bearbeitung und die Einrichtung einer Forschungsstelle für das Archiv der Skulptur Projekte. Die VolkswagenStiftung unterstützt das Projekt innerhalb der Förderinitiative "Forschung in Museen".

Für drei Jahre fördert die VolkswagenStiftung einen Archivar sowie eine wissenschaftliche Kraft am LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster und eine Doktorandenstelle am Institut für Kunstgeschichte der WWU. Forschungsgegenstand ist das gesamte Archiv, das nicht nur mit Blick auf die Vergangenheit, sondern aufgrund des fortlaufenden Ausstellungsformats auch mit Blick auf die Zukunft erschlossen und reflektiert wird. "Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, eine Förderung für die wissenschaftliche Aufarbeitung des Archivs der Skulptur Projekte zu erhalten", sagt Dr. Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur. "Denn eine der essentiellen Säulen eines Museums ist die Erforschung seines Bestandes sowie dessen Zugänglichkeit für die Wissenschaft und die Öffentlichkeit", ergänzt Dr. Marianne Wagner, Kuratorin für Gegenwartskunst im LWL-Museum für Kunst und Kultur und für die Skulptur Projekte Münster 2017.

Die Förderung der VolkswagenStiftung ermöglicht eine enge Zusammenarbeit des LWL-Museums und des Instituts für Kunstgeschichte der WWU Münster. "Die Forschungsförderung schafft ideale Rahmenbedingungen für eine produktive Vernetzung zwischen der Museumspraxis und neuen Diskursfeldern der Kunstwissenschaft", sagt Prof. Ursula Frohne, die Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Moderne an der WWU Münster lehrt. "Mit Erschließung des Archivs wird die Entwicklung einer wegweisenden kuratorischen Konzeption nachvollziehbar und für die Debatte um Kunst und Öffentlichkeit von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart in einer exemplarischen Studie darstellbar."

Hintergrund
Im LWL-Museum lagern Archivalien und Arbeitsunterlagen, die seit der ersten Ausgabe der Skulptur Projekte aufbewahrt werden. Klaus Bußmann initiierte 1977 als damaliger Direktor des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster die Ausstellung und lud Kasper König ein, eine Sektion im Außenraum zu kuratieren. Seither ist König als künstlerischer Leiter der Skulptur Projekte im Turnus von zehn Jahren mit wechselnden Kuratorenteams tätig. 2017 richtet er die international anerkannte Ausstellung zusammen mit den Kuratorinnen Britta Peters und Marianne Wagner aus. Zum fünften Mal werden Künstler nach Münster eingeladen, um die Beziehung von Kunst, öffentlichem Raum und urbanem Umfeld zu untersuchen und neue ortsspezifische Arbeiten zu entwickeln.

Mit den fortlaufenden Ausstellungen wuchs das Archiv der Skulptur Projekte stetig an. Heute umfasst es Modelle umgesetzter und nicht-realisierter Werke, sowie Entwürfe, die von Konzeptpapieren, Ideenskizzen und Zeichnungen über die Korrespondenz zwischen Kuratoren, Künstlern, beteiligten Technikern und Firmen bis hin zu Presseartikeln und Zuschriften der Münsteraner Bevölkerung reichen. Die unterschiedlichen Archivalien dokumentieren die Ausstellungsgeschichte, kuratorische Entscheidungen, aber auch die Entwicklung der einzelnen künstlerischen Projekte sowie die unterschiedliche Wahrnehmung der Betrachter.

Die wissenschaftliche Untersuchung des Archivs beginnt mit einem Dissertationsprojekt, das die künstlerische Nutzung neuer Medien und performativer Ausdrucksformen in den Ausstellungen untersucht. Diese und weitere Forschungsfragen tragen neben der inhaltlichen Aufarbeitung der Archivalien auch zur systematischen Ordnung des Archivs bei. Die ebenfalls durch die VolkswagenStiftung geförderte Stelle eines Archivars am LWL-Museum ermöglicht die Entwicklung einer Ordnungssystematik sowie die sachgerechte, dauerhafte Aufbewahrung der Archivalien. Darüber hinaus stärken sie den gemeinsamen Forschungsprozess und vertiefen den Austausch zwischen Museum und Universität.

Die Aufarbeitung des Archivs soll neue Perspektiven auf die Entwicklung des öffentlichen, privaten und institutionellen Raums sowie öffentliche Präsentationen des Materials ermöglichen. Darüber hinaus sind Kooperationen mit weiteren Institutionen sowie Veranstaltungen, beispielsweise eine Ringvorlesung an der Universität, geplant. Betreut wird das Forschungsprojekt von Prof. Ursula Frohne und Dr. Marianne Wagner.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Neele Kempa, Telefon 0251 5907-220, presse.museumkunstkultur@lwl.org
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Kunst und Kultur
Westfälisches Landesmuseum
Domplatz 10
48143 Münster
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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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