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Mitteilung vom 28.06.16

Presse-Infos | Kultur

Auszeichnung für Studien zu westfälischen Schwertern

Dr. Ulrich Lehmann erhält LWL-Preis für westfälische Landeskunde

Bewertung:

Münster (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat seinen mit 3.100 Euro dotierten Preis für westfälische Landeskunde am Montag (27.6.) an Dr. Ulrich Lehmann verliehen. Der Archäologe erhält die Auszeichnung für seine Studien zu frühmittelalterlichen Waffen in Westfalen.

Für das Projekt bei der Altertumskommission für Westfalen nutzte Lehmann moderne Techniken. Unter anderem gelang es ihm, mittels hochauflösender 3D-Röntgen-Computertomographie (CT) antike Oberflächen von Klingen virtuell zu rekonstruieren. "Mit seinen Untersuchungen hat Dr. Lehmann methodisch völlig neues Feld betreten und mit seinen Ergebnissen ältere Forschungsansätze fundiert widerlegt", begründete LWL-Kulturdezernentin Dr. Barabara Rüschoff-Thale am Montag bei der Preisverleihung die Entscheidung. Lehmann nutzt für seine Forschungen regelmäßig technische und naturwissenschaftliche Möglichkeiten zur Fundanalyse. Die Kulturdezernentin: "So ist es ihm gelungen, auch altbekannten Funden völlig neue Informationen zu entlocken."

Dr. Ulrich Lehmann arbeitet seit 2007 in der Altertumskommisison für Westfalen - erst als wissenschaftlicher Volontär und Redakteur, seit 2015 als ordentliches Mitglied. Bevor er sich der Erforschung frühmittelalterlicher Schwerter in Westfalen widmete, betreute der Archäologe bereits das Projekt "Wege der Jakobspilger in Westfalen".

Der LWL vergibt seinen Preis für westfälische Landeskunde jährlich an ehrenamtlich engagierte Personen, die ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer Universität einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zur westfälischen Landeskunde geleistet haben.



Pressekontakt:
Hannah Reichelt, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-5400
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
Altertumskommission für Westfalen
An den Speichern 7
48157 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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