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Mitteilung vom 17.03.15

Foto zur MitteilungDer LWL verleiht seinen Karl-Zuhorn-Preis an Dr. Kirsten Bernhardt.
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LWL verleiht seinen Karl-Zuhorn-Preis an Dr. Kirsten Bernhardt für ihre Arbeiten zu Armenhausstiftungen in Westfalen

Bewertung:

Münster (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verleiht seinen mit 5.000 Euro dotierten Karl-Zuhorn-Preis für westfälische Landesforschung an Dr. Kirsten Bernhardt. Die Nachwuchswissenschaftlerin, die heute in Braunschweig lebt und arbeitet, erhält den alle drei Jahre verliehenen Preis für ihre Arbeiten zur westfälischen Landeskunde über Armenhausstiftungen. Die Preisverleihung durch LWL-Direktor Matthias Löb findet am 19. Juni im Erbdrostenhof in Münster statt.

"Dr. Kirsten Bernhardt ist eine Wissenschaftlerin, die mit ihrer fokussierten Fachlichkeit auf dem Gebiet der Volkskunde zur westfälischen Landesgeschichte markant beigetragen hat, und zwar sowohl im engeren wissenschaftlichen Bereich, als auch für ein breiteres Publikum", heißt es in der Begründung des Rates für westfälische Landeskunde. "Bereits während des Studiums erschloss sie sich zunächst das Museum als Ort der öffentlichen Kulturarbeit. Dass ihre Expertise die einschlägigen Institutionen überzeugte, zeigen die zahlreichen Tätigkeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin, unter anderem am LWL-Freilichtmuseum Detmold. Doch auch in benachbarten Aufgabenbereichen betätigte sie sich." Dabei habe Bernhardt beispielsweise bei ihrer Mitarbeit am Internet-Portal "Städtegeschichte.de" neue Formate entwickelt und so ihr Wissen für unterschiedliche Nutzungsweisen bereitgestellt, so der Rat weiter.

Bernhardt, die 1976 in Rinteln (Niedersachsen) geboren wurde und aufwuchs, lebte nach dem Abitur rund 18 Jahre in Münster. Hier studierte sie der Westfälischen Wilhelms-Universität studierte Volkskunde/Europäische Ethnologie, Angewandte Kulturwissenschaften sowie Neuere und neueste Geschichte. Nach dem Magisterabschluss 2002 absolvierte sie ein wissenschaftliches Volontariat am LWL-Freilichtmuseum Detmold. Hier betreute sie unter anderem das Projekt "Armenhaus Rinkerode", das sich zum Ausgangspunkt für ihre Dissertation entwickelte. Die Promotion erfolgte 2010 mit der Arbeit "Die Armenhausstiftungen des münsterländischen Adels. Funktionen und Wandlungsprozesse zwischen Gründung und Auflösung (16.-20. Jahrhundert)", die 2012 unter dem Obertitel "Armenhäuser" in der Schriftenreihe der Volkskundlichen Kommission für Westfalen erschien.

Während der Promotionsphase war Bernhardt freiberuflich für westfälische Institutionen tätig. Es folgten ab 2009 Projektstellen als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Münster, am LWL-Freilichtmuseum Detmold, am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster sowie am Institut für Museumsforschung in Berlin. 2012 wurde sie zum Mitglied der Volkskundlichen Kommission für Westfalen gewählt, 2014 in den Beirat der Gesellschaft für Leprakunde, die das Lepramuseum in Münster-Kinderhaus betreibt. Seit Mai 2014 ist sie am Braunschweigischen Landesmuseum als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Sammlungen und Forschung beschäftigt.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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