LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 23.11.12

Foto zur MitteilungAntonia Anders, Lilly Wiggermann, Cecile Diop, Pauline Vester, Nadja Rußmann und Theresa Mustroph (v.l.) gewannen mit ihrem Bild den ersten Preis.
Foto: LWL/Holtappels


Foto zur MitteilungNina Müller vom Marie-Curie-Gymnasium in Recklinghausen vor ihrem preisgekrönten Kohlezeichnung.
Foto: LWL/Holtappels


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Presse-Infos | Kultur

"Starke Gefühle" - gemalt, geformt, geschweißt:

LWL-Industriemuseum und Stadt Dortmund küren beste Arbeiten aus dem "Kulturrucksack"

Bewertung:

Dortmund (lwl). "Starke Gefühle" - auf Papier gebannt, in Zinn gegossen, mit Gips geformt und aus Stahl geschweißt. Eindrucksvolle Schülerarbeiten, die vor den Sommerferien auf der Zeche Zollern entstanden sind, zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bis zum 23. Dezember in seinem Dortmunder Industriemuseum. Die Kunstwerke sind Ergebnisse eines Projektes, mit dem sich das LWL-Industriemuseum am "Kulturrucksack" der Stadt Dortmund beteiligt hat. Diese mit Landesmitteln unterstützte Initiative will junge Menschen an die Kunst heranführen und ihre Teilhabe am kulturellen Leben fördern.

Am Freitag (23.11.) traf sich eine fünfköpfige Jury auf der Zeche Zollern, um die besten unter den rund 120 Arbeiten auszuwählen. Elf Schulklassen und Jugendgruppen mit zusammen rund 200 Jungen und Mädchen zwischen zwölf und 14 Jahren hatten sich in jeweils mehrstündigen Besuchen intensiv mit "starken Gefühlen" auseinandergesetzt. Damit zählt das Projekt zu den größten innerhalb der Initiative.

Claudia Kokoschka, Leiterin des Kulturbüros der Stadt Dortmund, Dr. Stefan Mühlhofer von der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Künstler Ingo Kerrutt, Heike Herold von der LWL-Kulturabteilung und Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus zeigten sich begeistert von den Ergebnissen der Workshops und der künstlerischen Qualität vieler Arbeiten: "Sie zeigen eindrucksvoll, dass den Schülern das Schicksal der Zwangsarbeiter wirklich unter die Haut gegangen ist", waren sich die Jury-Mitglieder einig.

Mit einem großformatigen Bild, das aus Konturen am Boden liegender Menschen entstanden ist, gewann die Klasse 7b (heute 8b) der Marie-Reinders-Realschule aus Dortmund-Hörde den ersten Preis und damit die Teilnahme an einem Fotoworkshop auf der Zeche Zollern. Die Trennung von Mutter und Kind auf der Entbindungsstation für Zwangsarbeiterinnen thematisiert die zweitplatzierte Kohlezeichnung der Schülerin Nina Müller. Als Preis dafür kann die Klasse 9c des Marie-Curie-Gymnasiums in Recklinghausen kostenlos an einem Programm auf der Zeche Zollern teilnehmen. Zwei Schweißarbeiten von Schülern der Jahrgangsstufe 7 (jetzt 8) der Marie-Reinders-Realschule sowie der Martin-Luther-King-Gesamtschule Dortmund kamen auf Rang drei. Für beide Klassen gibt es Freikarten für einen Museumsbesuch.

Hintergrund

Ausgangspunkt war die internationale Wanderausstellung "Zwangs¬arbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg", die die Stadt Dortmund und der LWL im LWL-Industriemuseum präsentiert haben. Geschulte Jugendliche des Stadtjugendrings Dortmund hatten die Gruppen zu Beginn des Besuchs durch die Schau geführt. Die beiden Künstler Ingo Kerrutt (Düsseldorf) und Rudi Turinski (Recklinghausen) halfen den Jugendlichen anschließend, Ausdrucksformen für die Eindrücke und Gefühle wie Angst, Wut, Scham, Verunsicherung oder auch Solidarität zu entwickeln. Verschiedene Materialien und Techniken standen zur Verfügung: Ton, Holz und Gips sowie Formsand, der mit Zinn ausgegossen wurde, und schließlich Baustahl zum Schweißen von Skulpturen.

Ausstellungsort ist bis zum 23. Dezember das Obergeschoss der historischen Zechenverwaltung, die zwei Jahre lang restauriert worden ist. "Mit der Präsentation der Schülerarbeiten sind die restaurierten Räume zum ersten Mal überhaupt der Öffentlichkeit zugänglich", freut sich die Museumsleiterin.

Mit dem "Kulturrucksack", initiiert vom NRW-Kulturministerium, fördern Land und Kommunen gemeinsam die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 14 Jahren an außerschulischen Lernorten.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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