LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 19.11.12

Foto zur MitteilungAuch Kohlezeichnungen gehören zu den ausgestellten Arbeiten.
Foto: LWL / Fischer


Foto zur MitteilungSchülerinnen der Klasse 7 der Marie-Reinders-Realschule haben "starke Gefühle" in einem großformatigen Bild ausgedrückt.
Foto: LWL / W. Fischer


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Presse-Infos | Kultur

Dortmund: Presse-Einladung

"Starke Gefühle" - gemalt, geformt, geschweißt - LWL-Industriemuseum zeigt Schülerarbeiten aus dem Projekt "Kulturrucksack"

Bewertung:

Dortmund (lwl). "Starke Gefühle" - auf Papier gebannt, in Zinn gegossen, mit Gips geformt und aus Stahl geschweißt. Eindrucksvolle Schülerarbeiten, die vor den Sommerferien auf der Zeche Zollern entstanden sind, zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) von Dienstag bis Sonntag, 20. bis 25. November, in seinem Dortmunder Industriemuseum. Die Kunstwerke sind Ergebnisse eines Projektes, mit dem sich das LWL-Industriemuseum am "Kulturrucksack" der Stadt Dortmund beteiligt hat. Diese mit Landesmitteln unterstützte Initiative will junge Menschen an die Kunst heranführen und ihre Teilhabe am kulturellen Leben fördern.

Elf Schulklassen und Jugendgruppen mit zusammen rund 200 Jungen und Mädchen zwischen zwölf und 14 Jahren hatten sich in jeweils mehrstündigen Besuchen intensiv mit "starken Gefühlen" auseinandergesetzt. Ausgangspunkt war die internationale Wanderausstellung "Zwangs¬arbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg", die Stadt und LWL auf Zollern präsentiert haben. Geschulte Jugendliche des Stadtjugendrings Dortmund hatten die Gruppen zu Beginn des Besuchs durch die Schau geführt. Die beiden Künstler Ingo Kerrutt (Düsseldorf) und Rudi Turinski (Recklinghausen) halfen den Jugendlichen anschließend, Ausdrucksformen für die Eindrücke und Gefühle wie Angst, Wut, Scham, Verunsicherung oder auch Solidarität zu entwickeln. Verschiedene Materialien und Techniken standen zur Verfügung: Ton, Holz und Gips sowie Formsand, der mit Zinn ausgegossen wurde, und schließlich Baustahl zum Schweißen von Skulpturen.

Rund 120 Arbeiten sind in dem kreativen Prozess entstanden. "Sie zeigen sehr eindrücklich, dass den Schülern die Erfahrungen der Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg unter die Haut gegangen sind", so LWL-Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus. Ausstellungsort ist das Obergeschoss der historischen Zechenverwaltung, die zwei Jahre lang restauriert worden ist. "Mit der Präsentation der Schülerarbeiten sind die restaurierten Räume zum ersten Mal überhaupt der Öffentlichkeit zugänglich", freut sich die Museumsleiterin.

Mit dem "Kulturrucksack", initiiert vom NRW-Kulturministerium fördern Land und Kommunen gemeinsam die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 14 Jahren an außerschulischen Lernorten.

+++ Presseeinladung zum Fototermin +++

Die drei besten Arbeiten werden am Freitag (23.11.) von einer fünfköpfigen Jury prämiert. Als Gewinn winkt unter anderem ein Fotoworkshop auf der Zeche Zollern. Zur Jury gehören: LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Claudia Kokoschka, Leiterin des Kulturbüro der Stadt Dortmund, Dr. Stefan Mühlhofer, Leiter Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Künstler Ingo Kerrutt und LWL-Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus. Um 10.30 Uhr möchten wir Ihnen das Ergebnis der Jurysitzung präsentieren. Dazu laden wir Sie herzlich ins
LWL-Industriemuseum
Grubenweg 5
Alte Verwaltung
44388 Dortmund
ein.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Grubenweg 5
44388 Dortmund
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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