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Mitteilung vom 31.10.12

Foto zur MitteilungDer LWL hat fast 9.000 Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben unterstützt.
Foto: Jörg Birgoleit


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Presse-Infos | Soziales

LWL-Bilanz 2011:

In fast 9.000 Fällen Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben finanziell unterstützt

Bewertung:

Westfalen-Lippe (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im Jahr 2011 in fast 9.000 Fällen Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben finanziell unterstützt. So konnten im vergangenen Jahr unter anderem 357 behinderungsgerechte Arbeits- und Ausbildungsplätze neu geschaffen werden, wie LWL-Sozialdezernent Matthias Münning am Dienstag (30.10.) in Gütersloh im LWL-Sozialausschuss berichtete.

Weitere 2.800 Arbeitsplätze statteten die örtlichen Träger (kreisfreie Städte, Kreise und Große kreisangehörige Städte) mit technischen Arbeitshilfen aus. Für diese Aufgabe stellte der LWL aus der Ausgleichsabgabe 8 Millionen Euro zur Verfügung. Den Ausgleich zahlen Betriebe, die, gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl, zu wenig schwerbehinderte Menschen beschäftigen.

In Integrationsprojekten hat das LWL-Integrationsamt Westfalen über 1.500 Menschen mit Schwerbehinderung unterstützt. Sie arbeiten in Integrationsunternehmen oder -abteilungen im allgemeinen Arbeitsmarkt mit nicht behinderten Menschen zusammen. "Die Integrationsprojekte sind gerade bei uns in Westfalen-Lippe eine Erfolgsgeschichte. Sie zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziales Engagement keine Gegensätze sein müssen und die Inklusion von Menschen mit Behinderung auch auf dem ersten Arbeitsmarkt gelingen kann", sagte Münning.

Persönliche finanzielle Hilfen
Es sei dem LWL-Integrationsamt und den örtlichen Trägern gelungen, zahlreiche Menschen mit Schwerbehinderung bei der beruflichen Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu fördern, so Münning weiter. Zu diesem Zweck erhielten 1.200 Menschen mit Schwerbehinderung auch persönliche finanzielle Hilfen. "Wir unterstützen beispielsweise Menschen, die sich beruflich fortbilden möchten oder die am Arbeitsplatz eine Arbeitsassistenz benötigen", erklärte Münning. Wenn es für schwerbehinderte Menschen nicht möglich ist, einzelne Tätigkeiten an ihrem Arbeitsplatz zu verrichten, können sie eine Arbeitsassistenz zur Unterstützung in Anspruch nehmen. Außerdem habe der LWL in fast 3.000 Fällen Arbeitgebern außergewöhnliche Belastungen, die ihnen durch die Beschäftigung von schwerbehinderten Arbeitnehmern entstanden sind, abgegolten, so Münning weiter.

Kündigungsschutz
Aufgrund des besonderen Kündigungsschutzes für schwerbehinderte Menschen ist es auch Aufgabe des LWL-Integrationsamtes, über Anträge der Arbeitgeber auf Zustimmung zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit einem schwerbehinderten Beschäftigten zu entscheiden. Beim LWL-Integrationsamt gingen 2011 rund 2.700 solcher Zustimmungsanträge ein. Davon waren ca. 38 Prozent streitig, das heißt, dass der Beschäftigte mit Schwerbehinderung mit der beabsichtigten Kündigung nicht einverstanden war. Bei diesen streitigen Fällen gelang es dem LWL-Integrationsamt in rund 54 Prozent der Kündigungsschutzverfahren, den Arbeitsplatz des schwerbehinderten Beschäftigten zu erhalten.

Das LWL-Integrationsamt verfügte 2011 über Einnahmen von insgesamt 57,5 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe. Davon mussten 7,5 Millionen Euro an den Ausgleichsfonds beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales abgeführt werden, so dass letztlich 50 Millionen Euro für Westfalen-Lippe zur Verfügung standen. Der LWL verwendete davon 26,1 Millionen Euro für die berufliche Eingliederung von Arbeitnehmern. Mit 3,5 Millionen Euro förderte das LWL-Integrationsamt Werkstätten für behinderte Menschen. 9 Millionen Euro erhielten die Integrationsfachdienste, die Arbeitgeber und schwerbehinderte Arbeitnehmer bei der Eingliederung ins Arbeitsleben unterstützen.

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Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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