LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 11.10.12

Foto zur MitteilungMuseumsleiter Dr. Arnulf Siebeneicker (v.l.), Kerstin Wölki von "dingedurchdenken" und Rüdiger Brand, Geschäftsbereichsleiter Unternehmenskommunikation bei der Emschergenossenschaft, posieren mit den Promi-Schirmen vor dem Schiffshebewerk.
Foto: LWL/A. Hudemann


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Presse-Infos | Kultur

Reise in das Reich der Wassertropfen

Ausstellung im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg in 2013

Bewertung:

Waltrop (lwl). Eine Reise in das Reich der Wassertropfen können Besucher ab Juli nächsten Jahres im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg unternehmen. Wie werden Wolken zu Regentropfen, Schneeflocken oder Hagelkörnern? Wohin verschwinden die Niederschläge? Wie beeinflusst der Mensch das Klima? Welche Kräfte können Wolkenbrüche entwickeln? Diesen Fragen geht die Ausstellung "Wassertropfen" nach, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit maßgeblicher Unterstützung der Emschergenossenschaft in Waltrop zeigen wird (4. Juli 2013 bis 9.2 Februar 2014).

Das Konzept steht, sogar die ersten Exponate sind schon da: Bundestagspräsident Prof. Norbert Lammert, NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann, Wetterfrosch Sven Plöger und WDR-Moderator Helmut Rehmsen, der in Waltrop geboren ist, haben dem LWL-Museum ihre Regenschirme für die Präsentation zur Verfügung gestellt. Am Donnerstag (11.10.) stellten sich LWL-Museumsleiter Dr. Arnulf Siebeneicker und Rüdiger Brand, Geschäftsbereichsleiter Unternehmenskommunikation bei der Emschergenossenschaft, unter die Promi-Schirme und gaben einen Vorgeschmack auf das gemeinsame Projekt.

"Die Ausstellung schlägt Brücken zwischen Naturwissenschaft und Geschichte, Kunst und Technik, abstrakter Wissenschaft und konkretem Klimawandel", erläutert LWL-Museumsleiter Siebeneicker. Besucher werden das Phänomen Wassertropfen mit allen Sinnen erleben können. So führt der Weg ins Hafengebäude am Oberwasser des Schiffshebewerks nach dem Konzept des Dortmunder Ausstellungsbüros "dingedurchdenken" durch eine Klangdusche mit Regengeräuschen. Großformatige Fotos machen die Bedeutung des Elements Wasser für das Leben auf der Erde deutlich. Historische Messgeräte und moderne Satellitenbilder geben einen Überblick über Geschichte und Gegenwart der Wettervorhersage. Und alte Handschriften zeigen, wie Forscher in früheren Zeiten Wetterphänomenen auf die Spur kamen. Vor allem der Regenbogen hat sie immer wieder fasziniert. "Schon um 1300 entstanden erste wissenschaftliche Erklärungen. Aber erst René Descartes und Isaac Newton konnten das Geheimnis um die Entstehung des Naturschauspiels endgültig lüften", erläutert Kerstin Wölki von "dingedurchdenken".

Schnee im Sommer

Mitten im Sommer werden Besucher des Schiffshebewerks Schnee von ganz nahem sehen können: Mikroskopaufnahmen zeigen die feinen Kristalle der Flocken. Kinder können selbst Schneeflocken basteln und aufhängen - so füllt sich Woche für Woche eine Wand aus Flocken. "Spielwiese" nennen die Ausstellungsmacherinnen solche interaktiven Elemente, die es zu jeder Abteilung geben wird.

Beim Thema "Niederschlagsrecycling" steht die Frage im Mittelpunkt, was mit den Wassertropfen passiert, nachdem sie auf die Erdoberfläche treffen. Welche Strategien wendet man heute an, um das Regenwasser möglichst effizient und umweltschonend in den Kreislauf zurückzuführen? Für die Emschergenossenschaft ein wichtiges Thema: "Im Rahmen unseres Projekts 'Zukunftsvereinbarung Regenwasser‘ wollen wir innerhalb von 15 Jahren etwa 15 Prozent des Regenwassers von der Kanalisation abkoppeln. Sauberes Regenwasser gehört nicht in Schmutzwasserkanäle, sondern in Bäche und Flüsse", erklärt Rüdiger Brand, Geschäftsbereichsleiter Unternehmenskommunikation bei der Emschergenossenschaft, "daher unterstützen wir die Ausstellung 'Wassertropfen‘ sehr gerne." Die Zukunftsvereinbarung Regenwasser wurde 2005 ins Leben gerufen und läuft bis 2020.

Klimawandel

Spannung versprechen die Ausstellungsmacher auch beim Thema Klimawandel. "Wir wollen die Tendenz zu extremen Wetterphänomen an regionalen Beispielen deutlich machen", so Arnulf Siebeneicker. Geplant ist eine Interviewsektion mit Betroffenen der Überschwemmungen vom Sommer 2009 im Emschergebiet. Um die Wucht von Niederschlägen zu verdeutlichen, will das Ausstellungsteam von Hagel zerbeulte Autoteilen und Objekte mit Wasserschäden präsentieren.

Zum Schluss kommen die Promi-Schirme ins Spiel. Sie hängen von der Decke zusammen mit der Schilderung ganz persönlicher Erlebnisse mit dem Element Regen. Künstlerische Bilder von Tropfen in verschiedenen Formen, Lieder und Gedichte, in denen es um Regen geht, ergänzen die Präsentation. "Das wird eine attraktive Ausstellung, die hervorragend zu unserem Standort am Wasser passt", ist sich LWL-Museumsleiter Arnulf Siebeneicker sicher.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
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Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Am Hebewerk 2
45731 Waltrop
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