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Mitteilung vom 07.09.12

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Aufs Dach gestiegen

Lippischer Meierhof im LWL-Freilichtmuseum Detmold bekommt neue Eindeckung

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Detmold (lwl). Reetgedeckte Häuser werden auch in Westfalen immer seltener. Noch seltener ist der Anblick zu erhaschen, dass ein solches Dach eingedeckt wird. Im LWL-Freilichtmuseum Detmold gibt es voraussichtlich noch bis zum kommenden Freitag, 14. September, die Möglichkeit, den Profis in Sachen Reetdeckung zuzuschauen. Dem Altenteil des Lippischen Meierhofs im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) steigt die Firma Meyer aus Bispingen aufs Dach.

Stroh und Schilf gehörten zu den ersten Bedachungsmaterialien. Wegen der Brandgefahr wurden die Dächer in den Städten zwar bereits im Mittelalter nicht mehr mit diesen Naturmaterialien gedeckt, doch auf dem Land behielt das Strohdach seine Bedeutung. Im 18. Jahrhundert war es dort noch absolut gängig und selbst bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts konnte man - zumindest in den ländlichen Streusiedlungsbereichen des nördlichen Westfalens und im Sauerland - noch viele strohgedeckte Bauernhäuser finden. Das Stroh - meist Roggenlangstroh - wurde später auch im Binnenland durch das widerstandsfähigere Reet ersetzt.

Das Altenteil des Lippischen Meierhofs stammt vom Hof Böltke aus Detmold-Öttern-Bremke und wurde 1619 erbaut. Seit 1973 ist das Haus im Museumsbesitz und wird in einem Zustand um 1800 dargestellt. Mit seinen verbretterten Giebeln, weiß gekalkten Gefachen und dem Reetdach entspricht das Gebäude dem traditionellen Erscheinungsbild lippischer Bauernhäuser.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Ruth Lakenbrink, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel. 05231/706-110
presse@lwl.org



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