LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 03.09.12

Foto zur MitteilungFür den Feinschliff an den sechs Walmodellen kam das Team der französischen Modellbaufirma Atelier Pennancac'h ein zweites Mal nach Münster. Für den perfekten Augenaufschlag werden hier die letzten Stellen am Modell des Nordkapers bemalt.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungDer französische Modellbauer setzte erst das fehlende Auge bei dem Buckelwal ein. Anschließend fixierte er die im Mai rausgesägte Ecke.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungDer Nordkaper ernährt sich in der freien Natur von kleinen Krebsen. Diese Verhaltensweise wird auch am Modell mit einer Masse aus durchsichtigem Klebstoff und Krebstieren dargestellt.
Foto: LWL/Oblonczyk


Foto zur MitteilungMit Pinsel und Staubsauger werden die feinen Details der Modelle gereinigt.
Foto: LWL/Oblonczyk


Zum Herunterladen bitte mit der linken Maustaste auf das Foto klicken. Nachdem sich das neue Fenster geöffnet hat, bitte das Foto mit der rechten Maustaste speichern.

Die zum Download angebotenen Fotos dürfen nur mit Fotonachweis und gemeinsam mit der Pressemitteilung oder dem Thema verwendet werden, in deren Zusammenhang sie veröffentlicht wurden. Eine gesonderte Verwendung der Fotos ist nicht gestattet. Bei Ausstellungen ist die Reproduktion nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung zur Ausstellung erlaubt. Bei einer anderweitigen Nutzung sind Sie verpflichtet, selbständig die Fragen des Nutzungsrechts zu klären.

Presse-Infos | Kultur

Kosmetik für die Wale

Französische Modellbauer geben Walmodellen für LWL-Ausstellung den letzten Schliff

Bewertung:

Münster (lwl). Drei Wochen bevor der Landschaftverband Westfalen-Lippe (LWL) seine neue Sonderausstellung "Wale - Riesen der Meere" in Münster eröffnet (21.09.), bekamen sechs Modelle (Maßstab 1:1) aus Styropor und Fiberglas eine kosmetische Behandlung. Das zwölfköpfige Team der französischen Modellbaufirma Atelier Pennaneac'h aus Thorigny bei Paris, die bereits im Mai die handgefertigten Modelle ins LWL-Museum für Naturkunde brachten, übernahmen den Feinschliff. Mit Pinsel und Skalpell setzten sie den Meeresriesen fehlende Augen ein, beseitigten Schmutz und Unebenheiten und retuschierten Kratzer in der Farbschicht.

Das vier Meter hohe Kopfmodell eines aus dem Wasser springenden Buckelwals benötigte besondere Aufmerksamkeit: Bei der Anlieferung im Frühjahr passte eine Hälfte des zweiteiligen Exponates nicht durch die Tür des Ausstellungssaals. Nach mehreren Dreh- und Wendeversuchten, sägten die Modellbauer in Stück im Bereich des rechten Auges ab. "Es war so, als würde man versuchen, ein Kamel durch ein Nadelöhr zu zwängen", erinnert sich Gilles Pennaneac'h, der Leiter des Atelierteams. Die fehlende Ecke klebten sie nun wieder an und übermalten mit einem feinen Pinsel die Schnittstellen. Außerdem kontrollierten und verstärkten sie die dünnen Klebenähte zwischen den zwei Hälften, damit das Modell bis zum Ausstellungsende, am 3. November 2013, überdauern kann.
Die lebensgroßen Objekte eines Nordkarpers (Eubalaena glacialis) , eines Schwertwals (Orcinus orca), eines Buckelwals (Megaptera novaeangliae) , eines Amazonasdelfins (Inia geoffrensis) , eines Narwals (Monodon monocerus) und eines Belugas (Delphinapterus leucas) wurden eigens für die Sonderausstellung angefertigt und sind dadurch deutschlandweit einzigartig. Die sechs Exponate werden in der Ausstellung nicht nur eingesetzt, um den Besuchern die eindrucksvolle Größe der Meerestiere zu verdeutlichen, sondern auch, um ihnen die unterschiedlichen Lebensweisen der Wale näher zu bringen.

Um die typische Ernährung eines Bartenwals darzustellen rührten die Modellbauer für das 2,6 Meter hohe Kopfmodell des Nordkapers eine Mischung aus durchsichtigem Klebestoff und kleinen Futter-krebsen aus dem Zoogeschäft an. Diese Masse verteilten sie in dem offenen Maul. "Wir sind sehr froh über die außerordentliche Qualität und Detailgenauigkeit in der Verarbeitung. Die Wal-Modelle wirken dadurch sehr realistisch", sagt Ausstellungsmacherin Judith Becker.

Hintergrund zur Ausstellung:
Die Sonderausstellung "Wale - Riesen der Meere", wird vom 21. September 2012 bis zum 3. November 2013 im LWL-Museum für Naturkunde Münster zu sehen sein. Auf rund 1.700 Quadratmetern werden Lebensraum der Wale, Evolution, Anatomie, Lebensweise und Fortpflanzung sowie Walfang und Schutz thematisiert. Die Schau bietet deutschlandweit die größte Themenvielfalt zu diesen Meeressäugern. Imposante Skelette, lebensechte Tiermodelle und Organnachbildungen bringen den Besuchern die Biologie der sanften Riesen näher. National Geographic Deutschland ist Medienpartner der Ausstellung.



Pressekontakt:
Verena Rösler, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Sentruper Str. 285
48161 Münster
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


Der LWL auf Facebook:
http://www.facebook.com/LWL2.0







Ihr Kommentar




zu den aktuellen Presse-Infos