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Mitteilung vom 31.08.12

Foto zur MitteilungEntstand das Leben vielleicht hier am "schwarzen Raucher" im Atlantischen Ozean?
Foto: OAR/National Undersea Research Program (NURP); NOAA


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Presse-Infos | Kultur

Amerikanischer Wissenschaftler spricht im LWL-Planetarium über die Entstehung des Lebens

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Münster (lwl). Am Dienstag, 4. September, um 19.30 Uhr spricht Prof. Dr. William Martin von der Uni Düsseldorf im Planetarium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) über die Entstehung des Lebens. Das Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde zeigt seit Ende August das neue Programm "Ferne Welten - fremdes Leben?", in dem das Publikum sich auf die Suche nach außerirdischen Lebensformen in der Tiefe des Alls macht. Begleitend zu dieser fast täglich aufgeführten Show präsentiert das Planetarium eine Vortragsreihe zum Thema "Leben im All?".

Wie entstand das Leben? Hierzu gibt es viele Meinungen und Theorien, aber bisher keine eindeutige Antwort. Spannende Forschungsergebnisse zum Ursprung des Lebens stammen von Prof. Dr. William Martin. Der Wissenschaftler vermutet, dass heiße Quellen in der Tiefsee, wie die sogenannten "schwarzen Raucher", hierbei eine entscheidende Rolle spielten. Seine Forschungsarbeit befasst sich unter anderem mit der Frage, wie die ersten Lebewesen dort entstanden sein können, und welche Schritte der molekularen Entwicklung des Lebens dabei vermutlich entscheidend waren.

An Tiefsee-Hydrothermalquellen gedeihen heute ganze Ökosysteme in völliger Finsternis. Am Anfang ihrer Nahrungskette steht nicht die Sonne, sondern chemische Energieträger wie molekularer Wasserstoff, die aus dem Erdinneren strömen. Seit ihrer Entdeckung vor 30 Jahren werden Hydrothermalquellen im Zusammenhang mit dem Ursprung des Lebens diskutiert. Denn schon seit langem ist bekannt, dass die ersten Lebensformen nicht etwa das Sonnenlicht als Energiequelle nutzten wie fast alle heutigen Ökosysteme, sondern eben jene chemischen Energiequellen. Das Rätsel der Entstehung des Lebens ist ein Rätsel komplizierter chemischer Prozesse. Den neuesten Stand der Wissenschaft hierzu präsentiert Prof. Martin im LWL-Planetarium.

Zur Person
Martin wurde geboren in Maryland, USA. Seit 1980 lebt er in Deutschland. In Hannover studierte er Biologie und promovierte 1988 am Max-Planck-Institut in Köln im Bereich Molekular-Genetik. Habilitiert hat er sich 1992 an der TU Braunschweig. Bereits seit 1999 ist er der Institutsleiter an der Universität Düsseldorf. Der Molekulargenetiker ist bekannt für seine zahlreichen Forschungsergebnisse im Bereich der Entwicklung der grundlegenden molekularen "Arbeitsweise" aller Zellen. Seine Forschung ist eng verbunden mit der Frage, wie die ersten Zellen entstanden.

In den folgenden Vorträgen der Reihe geht es um die Suche nach Leben bei fernen Sternen (02.10.12), auf den Himmelskörpern des Sonnensystems (30.10.12) und der Suche nach Signalen intelligenter Außerirdischer (4.12.12).

Eintritt: Erwachsene 5,50 Euro, Kinder 3,00 Euro. Weitere Informationen unter Telefon 0251 591-05 oder
http://www.lwl-planetarium-muenster.de.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066
presse@lwl.org



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48161 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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