LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 31.08.12

Foto zur MitteilungGroße Tafeln weisen den Besuchern im Ehrenhof der Zeche Zollern den Weg zur Zwangsarbeiter-Ausstellung.
Foto: LWL/Hudemann


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Presse-Infos | Kultur

Ausstellung Zwangsarbeit verlängert

Besucher von Präsentation im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern beeindruckt

Bewertung:

Dortmund (lwl). "Eine Ausstellung, die man gesehen haben muss", "ein erschütternder Blick in die Vergangenheit", "Schicksale, die einem wirklich nahe gehen", "das ganze Ausmaß dieser Geschichte war mir nicht bewusst" - so kommentieren Besucher die Ausstellung "Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg" im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern. Die durchweg positive Resonanz ist ein wesentlicher Grund dafür, dass der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt Dortmund die Schau jetzt um zwei Wochen bis zum 14. Oktober 2012 verlängert haben.

Die internationale Wanderausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, initiiert und gefördert von der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ), gibt einen umfassenden Einblick in die Geschichte eines der zentralen NS-Verbrechen. Insgesamt 20 Millionen Männer, Frauen und Kinder wurden während des Zweiten Weltkriegs als Fremdarbeiter, Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge zur Arbeit in Deutschland und den besetzten Gebieten gezwungen. Viele biografische Beispiele und der besondere Blick auf die Beziehung von Deutschen und Zwangsarbeitern machen das Thema in der Ausstellung besonders anschaulich.

Nächste Station der Ausstellung, die unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck steht, ist Anfang 2013 Warschau.

Kommende Begleitveranstaltungen in Dortmund:

Do, 6.9. 16-18 Uhr

Exkursion zur Gedenkhalle Oberhausen unter Leitung von Dr. Stefan Mühlhofer

Die 1962 als erste westdeutsche NS-Gedenkstätte eröffnete Oberhausener Gedenkhalle beherbergt seit Dezember 2010 eine neue Dauerausstellung, die sich als einem Schwerpunkt der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus widmet. Im Anschluss an die Führung besteht Gelegenheit zu eigenständiger Erkundung und zum Gespräch mit dem Leiter Clemens Heinrichs.
Kosten: 12 Euro, Anmeldung bis 2.9., Tel. 0231 6961-211

Fr, 7.9. 10.30 Uhr
Schüler treffen Zeitzeugen. Zwangsarbeiter aus der Ukraine, die während des Zweiten Weltkriegs in Dortmund zur Arbeit genötigt wurden, stehen als Zeitzeugen für Schulklassen zur Verfügung. Ein Dolmetscher übersetzt Fragen und Antworten.
Anmeldung erforderlich bis 1.9., Tel. 0231 6961-211. Eintritt und Teilnahme sind frei!

So, 9.9.10-18 Uhr
Tag des Offenen Denkmals:
Holz. Drei Sommer und drei Winter in einer Holzbaracke. Das Alltagsleben von Zwangsarbeitern auf der Zeche Zollern

Im Mittelpunkt der diesjährigen Führungen steht das ehemalige Kriegsgefangenenlager auf der Zeche Zollern II/IV. Es handelte sich um zwei in Massenproduktion hergestellte Holzbaracken, die seit 1942 am Rand der Schachtanlage v.a. für russische und ukrainische Kriegsgefangene errichtet worden waren. Die Führung präsentiert neue Forschungen über Belegung, Arbeitsrhythmus und Alltagsleben.

Do, 13.9. 19 Uhr
Zwangsarbeit - ein historisches Problem, Vortrag von Ulrich Herbert, Universität Freiburg

In dem Vortrag wird zum einen auf die weit in das 20. Jahrhundert reichende Geschichte des Sklaverei Bezug genommen, zum anderen auf die massenhafte Verwendung von Zwangsarbeitern im Ersten Weltkrieg, auf die fortwährende Existenz von Zwangsarbeit in den Kolonien und auf den Einsatz von Millionen von Zwangsarbeitern beim Aufbau des Sozialismus in der Sowjetunion.

Do, 27.9. 19 Uhr
Podiumsdiskussion. Menschenhandel und Zwangsarbeit in der heutigen Zeit. Erscheinungsformen, Opfer und Täter, Rechtslage, Gegenstrategien, Ort: Gedenkstätte Steinwache

Menschenhandel und schwere Formen der Arbeitsausbeutung sind auch heute in Deutschland Realität. Insbesondere Migranten werden in verschiedenen Branchen wie zum Beispiel in der Pflege, im Haushalt, der Landwirtschaft, auf dem Bau oder in der Prostitution unter Einschränkung ihrer Selbstbestimmung wirt-schaftlich massiv ausgebeutet und in ihren Rechten verletzt. Die Podiumsdiskussion geht diesen modernen Formen von Zwangsarbeit nach und diskutiert Gegenstrategien. Es sprechen u.a. Heike Rabe, Projektkoordinatorin "Zwangsarbeit heute - Betroffene von Menschenhandel stärken" beim Deutschen Institut für Menschenrechte Andrea Hitzke, stellvertretende Leiterin der Dortmunder Mitternachtsmission e.V.

Sa, 29.9. 16-23 Uhr
Dortmunder Museumsnacht, u.a. mit Führungen durch die Ausstellung, Klezmer-Musik und Filmen

Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg
Internationale Wanderausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, initiiert und gefördert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ)

18. März bis 14. Oktober 2012

Kontakt:
Telefon: 0231 6961-111
zeche-zollern@lwl.org

Weitere Infos:
http://www.ausstellung-zwangsarbeit.lwl.org
http://www.ausstellung-zwangsarbeit.org



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



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44388 Dortmund
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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