LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 31.08.12

Foto zur MitteilungDas LWL-Landeshaus öffnet am Tag des offenen Denkmals für Führungen seine Pforten.
Foto: LWL/Arendt


Foto zur MitteilungEin Höhepunkt ist der Einsatz der "Victoria" und eines weiteren römisches Flusskampfschiffes auf dem Halterner See.
Foto: LWL/Anner


Foto zur MitteilungBei Führungen können Interessierte auch Bauwerke des Schleusenparkes kennenlernen, die normalerweise nicht zugänglich sind.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungIn solchen Holzbaracken wie diesen der Zeche Emscher-Lippe in Datteln haben auch die Zwangsarbeiter auf der Zeche Zollern gelebt.
Foto: LWL/Stadtarchiv Datteln


Foto zur MitteilungHolz hält den Berg: Holzausbau im Besucherbergwerk Nachtigallstollen.
Foto: LWL/Hudemann


Foto zur MitteilungDr. Werner Best zeigt beim Tag des offenen Denkmals auf der Spenger Werburg spannende archäologische Funde in einer eigenen Ausstellung - darunter dieses seltene Pilgerzeichen.
Foto: LWL/Burgemeister


Foto zur MitteilungViele interessante Einblicke bietet der Tag des offenen Denkmals in Schmerlecke: Hier erforschen die Archäologen Großsteingräber.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Kanonenkugeln, Großsteingräber und das LWL-Landeshaus

LWL beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals

Bewertung:

Westfalen (lwl). Von Münster bis Waltrop gewähren archäologische Ausgrabungen und Baudenkmäler am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, Einblick in die westfälische Geschichte. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) präsentiert von steinzeitlichen Großsteingräbern über römische Kampfschiffe und die Überreste einer mittelalterlichen Werburg bis hin zum LWL-Landeshaus in Münster und zum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop Schmuckstücke aus ihren Arbeitsbereichen.

Münsterland

Politischer Wille in Sand- und Backstein manifestiert: das LWL-Landeshaus in Münster

Nachdem der Vorgängerbau des heutigen Landeshauses - das 1901 im Stil der Neorenaissance fertiggestellte Verwaltungsgebäude des damaligen Westfälischen Provinzialverbandes - im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde, war der Wiederaufbau nicht nur praktischen Notwendigkeiten geschuldet: Denn im Beschluss zum Wiederaufbau manifestierte der beratende Provinzialausschuss ausdrücklich den politischen "Willen zum Fortbestand der kommunalen Selbstverwaltung in Westfalen". Der Entwurf dazu stammt von dem Architekten Werner March (1894 - 1976), der vor allem durch den Bau des Berliner Olympiastadions bekannt wurde. March verfolgte das Konzept einer freien Neugestaltung der Gebäudegruppe. Dabei verwendete man erhaltene Bauteile. Bei der Gestaltung des Wiederaufbaus griff March wesentliche Merkmale des erhalten gebliebenen Bürogebäudes Fürstenbergstraße 14 auf, das 1936 gebaut worden war. Der Architekt plante die vierteilige Anlage aus aneinander gefügten schlichten Baukuben um einen begrünten Innenhof. Dabei dominieren die heimischen Materialien Backstein und Sandstein. Zur Anlage gehört auch ein Garagenhof mit Tankstelle, die sich an Tankstellen orientierte, die March in den späten 1930er Jahren für die Reichsautobahnen geplant hatte.
Die LWL-Denkmalpfleger Dr. Ulrich Reinke und Sigrid Engelmann bieten am Tag des offenen Denkmals zwei Führungen durch das LWL-Landeshaus an.
Treffpunkt ist um 13.30 Uhr und um 16.30 Uhr am Hauptportal, Freiherr-vom-Stein-Platz 1.

TextilWerk Bocholt
Das LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt eröffnet um 11 Uhr in der Spinnerei die Ausstellung "Textile Schwergewichte - fotografische Impressionen vom Sammeln und Bewahren" (bis 18.11.2012) mit Fotos von Anke Hochgartz und Berthold Socha zum 65. Geburtstag von Arnold Lassotta.
Der Eintritt ins LWL-Industriemuseum ist am Tag des offenen Denkmals kostenlos.

Das LWL-Industriemuseum gewährt an seinen acht Standorten am Tag des offenen Denkmals allen Besuchern freien Eintritt.

Ruhrgebiet

Auf der "Victoria" in Haltern mitrudern und römische Kampfschiffe in Aktion erleben

Das LWL-Römermuseum in Haltern (Kreis Recklinghausen) verwandelt sich alle zwei Jahre traditionell zwei Tage lang in ein großes Römerlager, bei dem Mitmachen ausdrücklich erwünscht ist. Am 8. und 9. September schlagen ab 10 Uhr römische Legionäre ihr Lager auf dem Gelände vor dem LWL-Museum auf und zeigen, wie der Alltag im Halterner Hauptlager vor gut 2000 Jahren ausgesehen haben mag. Handwerker sind mit der Herstellung römischer und germanischer Produkte beschäftigt, römische Truppen zeigen Paraden, Kampf- und Exerzierauftritte. An beiden Tagen können Besucher den Einsatz römischer Geschütze erleben. Im Büro eines professionellen Magiers erhalten Besucher fachkundige Beratung beim Verfassen von Fluchtäfelchen sowie beim Herstellen von Votivgaben als Dank oder Bitte um Heilung. Zum Ausprobieren stehen zudem antike Spiele, römische Kleidung für eine ganze Familie und eine Legionärsausrüstung bereit. Die Besucher können Münzen prägen und mit einer nachgebauten römischen Getreidemühle selbst Mehl mahlen. Mit etwas Geduld können Kinder sich eine eigene Rüstung auf Maß selbst anfertigen.
Am Samstag dauert das römische Spektakel bis 19 Uhr, am Sonntag bis 18 Uhr.

Der Eintritt an den Römertagen beträgt für Erwachsene 4 Euro, für Familien 9 Euro sowie für Schüler/Studenten und Ermäßigungsberechtigte 2,50 Euro.

Einen Höhepunkt bilden an beiden Tagen die Originalnachbauten römischer Kampfschiffe. Ihr Baumaterial, Lärche und Eiche, ist die Verbindung zum Thema "Holz", das beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals im Mittelpunkt steht. Die "Victoria" nimmt auf dem Halterner See ebenso ruderkräftige Besucher mit an Bord wie die etwas jüngere "Lusoria Rhenana". 2000 Jahre in die Vergangenheit versetzt werden die Ruderer, wenn sie an der Hullerner Straße 40 an der Anlegestelle am ehemaligen Hotel Seestern die Füße auf die Holzplanken der römischen Schiffe setzen.

Schiffshebewerk Hernrichenburg in Waltrop:
Der LWL und das Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich haben im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg und im Schleusenpark Waltrop ein Programm mit Sonderführungen, Schiffstouren und Kinderaktionen vorbereitet.
Der Eintritt ist frei.

Bei einer Sonderführung können die Teilnehmer auch diejenigen Bauwerke im Schleusenpark Waltrop kennenlernen, die normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Die Route führt am Alten Schiffshebewerk entlang zur Alten Schachtschleuse. Hier können die Teilnehmer erkunden, was sich hinter der bemalten Holzvertäfelung im Unterhaupt dieses Bauwerks befindet. Von den Türmen der Alten Schachtschleuse aus können die Teilnehmer das Panorama der Wasserlandschaft genießen, danach geht es unter der Kammer der Neuen Schleuse hindurch zum Leitstand dieser Anlage. Abschließend führt die Tour zum Neuen Schiffshebewerk.

Die 90-minütigen Führungen beginnen jeweils um 11, 12.30, 13.30, 15 und 16.30 Uhr an der Kasse des LWL-Industriemuseums Schiffshebewerk Henrichenburg. Die Führungen sind kostenlos. Aufgrund der beengten Räumlichkeiten können pro Führung jeweils maximal 20 Personen teilnehmen. Deshalb wird um telefonische Anmeldung unter Tel. 02363 9707-0 gebeten.

Der Dampfer "Nixe" (Baujahr 1939) und die Dieselbarkasse "Herbert" (Baujahr 1923) laden die Besucher zu kostenlosen halbstündigen Kanalrundfahrten ein. Die Museumspädagogen des LWL-Industriemuseums bieten von 12 bis 17 Uhr Kinderaktionen an. Unter dem Motto "Wassermonster gesucht!" können die jungen Gäste mit einem Kescher auf die Jagd nach Tieren und Pflanzen im Kanal gehen. Am 9. September 2012 endet die Ausstellung "UNESCO-Welterbe am Wasser" auf dem Lastkahn "Ostara" am Oberwasser. Ein letztes Mal können Besucher die Fotos von Kultur- und Naturstätten aus aller Welt betrachten. Um 14 und 16 Uhr finden Führungen durch diese Ausstellung statt. Auch der Ausstellungspavillon der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes an der Neuen Schleuse öffnet an diesem Tag kostenlos seine Pforten. Dort informiert der Verein "Freunde und Förderer des Schiffshebewerk- und Schleusenparks Waltrop e.V." über seine Arbeit.

Zeche Zollern in Dortmund
Unter dem Titel "Drei Sommer und drei Winter in einer Holzbaracke" steht im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern das Alltagsleben von Zwangsarbeitern auf der Zeche Zollern in der Zeit von 10 bis 18 Uhr im Mittelpunkt. Führungen zeigen das ehemalige Kriegsgefangenenlager auf der Zeche Zollern II/IV. Es handelte sich um zwei in Massenproduktion hergestellte Holzbaracken, die seit 1942 am Rand der Schachtanlage vor allem für russische und ukrainische Kriegsgefangene errichtet worden sind. Die Führung präsentiert neue Forschungen über Belegung, Arbeitsrhythmus und Alltagsleben.
Der Eintritt ins LWL-Industriemuseum ist am Tag des offenen Denkmals kostenlos.

Zeche Nachtigall in Witten
In der Zeit von 11 bis 17 Uhr bietet das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten kostenlose Führungen und Vorführungen zum Werkstoff Holz im Bergbau und zur Ausbildungswerkstatt Deilmann-Haniel. Wie der Eintritt ins Museum sind am Tag des offenen Denkmals auch die Führungen im Besucherbergwerk Nachtigallstollen kostenlos. Ebenfalls von 11 bis 17 Uhr findet im LWL-Industriemuseum ein Ökomarkt statt. Hier gibt es natürliche Produkte aus Werkstatt, Feld und Garten sowie Infostände zu biologischer Landwirtschaft und traditionellem Handwerk aus der Region. Die Muttenthalbahn bietet zum zehnjährigen Jubiläum des Gruben- und Feldbahnmuseums Zeche Theresia Fahrbetrieb mit Gastloks an.

Henrichshütte Hattingen
Im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen startet um 11.30 Uhr ein Sonntagsspaziergang (Kosten 2 Euro), um 14.30 Uhr sind Kinder zur Ratten-Führung eingeladen (Kosten: 2 Euro). Um 14.30 Uhr, 15.30 Uhr und um 16.30 Uhr starten Führungen durch den Luftschutzstollen (Kosten: 2 Euro). In der Zeit von 14 bis 17 Uhr gibt es kostenlose Schmiedevorführungen.
Der Eintritt ins LWL-Industriemuseum ist am Tag des offenen Denkmals kostenlos.

Das LWL-Industriemuseum gewährt an seinen acht Standorten am Tag des offenen Denkmals allen Besuchern freien Eintritt. An einigen Standorten gibt es an diesem Tag besondere Angebote zum Leitthema Holz.

Ostwestfalen-Lippe

Mit Kanonenkugeln und Austernschalen in Spenge ins Mittelalter schauen

Hier fand sich nicht nur das größte mittelalterliche Waffenarsenal der Umgebung; auf der Werburg in Spenge (Kreis Herford) zeigen Pfeifen, filigrane Gläser und kunstvolle Kacheln, dass es sich die Bewohner im Mittelalter gut gehen ließen. Sie schlürften sogar Austern - auch wenn niemand weiß, wie sie von der Küste bis nach Ostwestfalen gelangt sind. Beim Tag des offenen Denkmals bekommen die Besucher am 9. September von 10 bis 17 Uhr einen Eindruck davon, wie man früher auf der Werburg gelebt hat.

Von der stattlichen Kanonenkugel bis zum filigranen Glas reicht das Repertoire der Funde, das Dr. Werner Best an diesem Tag zur Schau stellt. Er hält auch reichhaltiges Wissen bereit, schließlich hat der LWL-Archäologe 17 Jahre lang die Anlage erforscht. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Entwicklung der Werburg, in den Alltag seiner mittelalterlichen Bewohner und in spannende Geschichten über eine Hexe, die verbrannt wurde. Zu sehen ist auch erstmals ein gerade in den LWL-Werkstätten in Münster restauriertes Teil einer mittelalterlichen Rüstung - ein stattlicher Harnisch.

Neben archäologischen Fundstücken hält die Spenger Werburg am "Tag des offenen Denkmals" noch weitere Einblicke in die Geschichte bereit. Um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr stehen Führungen durch das Herrenhaus auf dem Programm. Ein Zimmermann beilt getreu des diesjährigen Mottos "Holz" nach den Techniken der mittelalterlichen Bewohner Balken - ein Angebot, das der Förderverein der Werburg bereit stellt. Die Stadt Spenge sorgt außerdem dafür, dass dieser Tag auch musikalisch umrahmt wird: Ab 16.30 Uhr spielt "Triogawa" auf. Außerdem können alle Besucher in einer Burg-Cafeteria die vielen historischen Eindrücke sacken lassen. Zusätzlich steht Kunstgenuss bereit: Angelika Dembon stellt von 11 bis 16 Uhr ihre Werke im Torhaus unter dem Titel "Auf den zweiten Blick" aus.

Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn: Freier Eintritt
Wer sich auf die Spuren Karls des Großen begeben möchte, ist am Tag des offenen Denkmals im Museum in der Kaiserpfalz des LWL in Paderborn genau richtig. Ein Rundgang durch die Ausstellung und die karolingische Pfalz lässt um 15 Uhr die frühmittelalterliche Geschichte dieses Ortes wieder lebendig werden. Hier traf Karl der Große Papst Leo und beriet mit seinen Militärstrategen die Unterwerfung der Sachsen, hier plante Bischof Meinwerk die architektonische Gestaltung Paderborns. Im Museum in der Kaiserpfalz sind die Zeugnisse, dieser Ereignisse ebenso hautnah zu erleben wie die neuesten Erkenntnisse über die mittelalterliche und frühneuzeitliche Stadtgeschichte - von 10 bis 18 Uhr, der Eintritt ist kostenlos.

Glashütte Gernheim
In der Zeit von 10 bis 18 Uhr können die Besucher in der Glashütte Gernheim bei den Formgebungen, z. B. beim Einblasen des Glases in eine Holzform, zusehen. Das LWL-Industriemuseum bietet die Vorführungen ganztägig an (Pause von 13.30 bis 14.30 Uhr). Führungen zu Architektur und Formstecherei starten um 14 und 16 Uhr. Der Eintritt ins LWL-Industriemuseum ist am Tag des offenen Denkmals kostenlos.

Das LWL-Industriemuseum gewährt an seinen acht Standorten am Tag des offenen Denkmals allen Besuchern freien Eintritt.

Südwestfalen

Großsteingräber in Schmerlecke: Führungen durch die Friedhöfe der Jungsteinzeit

Die einzelnen Steine sind riesig, wenn nicht gar monumental. Die Erbauer der Großsteingräber mussten Tonnen bewegen, um aus den gewaltigen Steinen Gräber zu bauen. Wie sie das in der Jungsteinzeit bewältigt haben, ist nicht das einzige Rätsel, mit dem sich die Archäologen beschäftigen. In Erwitte-Schmerlecke (Kreis Soest) unweit der heutigen B1 haben die Menschen vor etwa 5.500 Jahren gleich mehrere dieser beeindruckenden Grabbauten errichtet. Hier ist ein Forschungsteam mit Fachleuten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, der LWL-Archäologie für Westfalen und der Georg-August-Universität Göttingen vergangenen Bestattungsritualen auf der Spur. Auch am Tag des offenen Denkmals: Die Archäologinnen Dr. Eva Cichy, Dr. Kerstin Schierhold und die Anthropologin Susan Klingner stehen am 9. September ab 10 Uhr bereit, um die sichtbaren Spuren der Vergangenheit greifbar und mit vielen interessanten Hintergrundinformationen zu einem Erlebnis zu machen. Zusätzlich geben Führungen um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr einen Überblick über den Fundplatz, über die Ausgrabungen und über die ersten Forschungsergebnisse.

Zu entdecken gibt es einiges. Besucher werden Pfeilspitzen und Klingen begegnen, die den Toten vor 5500 Jahren mit in die 20 bis 25 Meter langen und zwei bis über vier Meter breiten Gräber gegeben wurden und die zum Teil von weit her eigens dafür importiert wurden. Sie hören von durchbohrten Tierzahnanhängern, Kupferrollen und Kupferblechen, die für die Toten zu Lebzeiten wertvolle Begleiter waren und auch im Tod noch eine bedeutende Rolle hatten.

Auch die "Expedition Münsterland" der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Universität Münster ist beim Tag des Offenen Denkmals dabei und präsentiert sich sowie den Standort Schmerlecke. Hier erfahren die Besucher, wie die Toten auch 5500 Jahre nach ihrer Beisetzung verraten, womit sie sich damals ernährt haben, wie sie gelebt haben, in welchen Verwandtschaftsverhältnissen sie zueinander standen oder welche Krankheiten sie plagten.

Die Ausgrabung ist über die B1 zu erreichen. Von Osten kommend in Schmerlecke an der Ampel rechts nach Horn und nach wenigen hundert Metern in den ersten Feldweg links. Von Westen kurz hinter Lohner Warte links in den asphaltierten Feldweg.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Fürstenbergstr. 15
48147 Münster
Karte und Routenplaner



Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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