LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 24.08.12

Foto zur MitteilungBlick in die Ausstellung "Nach Westen".
Foto: LWL/Hudemann


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Presse-Infos | Kultur

Ostjuden im Ruhrgebiet

Vortrag im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover

Bewertung:

Bochum (lwl). Um die Geschichte und Gegenwart jüdischer Zuwanderer aus dem Osten geht es am Donnerstag, 30. August, im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt um 19 Uhr zu einem Vortrag mit dem Historiker, Literaturwissenschaftler und Publizisten Dr. Ludger Joseph Heid von der Universität Duisburg-Essen ein. Die Veranstaltung mit dem Titel "Ostjuden im Ruhrgebiet - Geschichte einer jüdischen Minderheit" läuft begleitend zur aktuellen Ausstellung "Nach Westen. Einwanderung aus Osteuropa ins Ruhrgebiet".

"Die Geschichte der Ostjuden in Deutschland ist zu großen Teilen eine Leidensgeschichte, über die kein Gras wachsen, die keine historische Patina ansetzen darf", erklärt der Referent. Infolge russischer Pogrome gelangten in den 1880er Jahren Hunderttausende Juden nach Deutschland, vor allem in Ballungszentren wie das Ruhrgebiet. Im Ersten Weltkrieg arbeiteten zigtausende Ostjuden als Rüstungsarbeiter im rheinisch-westfälischen Industrierevier, zahlreiche von ihnen als Bergleute unter Tage. Im Oktober 1938 wurden Tausende Ostjuden in der ersten Massendeportation des Landes verwiesen. Drei Jahre später begann das nationalsozialistische Deutschland mit der systematischen Vernichtung der europäischen Juden.

Seit Ende der 1980er Jahre ist durch die Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland ein "neues" Judentum entstanden "Die Ostjuden haben ein neues Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte aufgeschlagen", so der Experte. Die Ausstellung "Nach Westen", in der auch jüdische Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion vorgestellt werden, kann vor dem Vortrag besichtigt werden. Die Zeche Hannover ist am Donnerstag ab 14 Uhr bis zum Beginn des Vortrags geöffnet, der Eintritt ist kostenlos.

Weitere Termine:

Donnerstag, 20.09.2012, 19 Uhr
Ein glänzender Ort, um unglücklich zu sein?
Zuwanderer aus Jugoslawien und den Nachfolgestaaten im Revier. Vortrag von Dr. Ingo Grabowsky, Ruhr-Universität Bochum


Freitag, 28.09.2012, 20 Uhr
"Go-East!" Kurzfilm-Abend
Mit Beiträgen osteuropäischer Regisseure aus dem Go-East-Filmfestival und Diskussionsrunde mit der Festivalleiterin Gaby Babić. (kostenfrei)

Freitag, 05.10.2012, 20 Uhr
Der Balkanizer. Ein Jugo in Deutschland.
Lesung mit dem Autoren, Journalisten und Musiker Danko Rabrenović, Köln (kostenfrei)

Donnerstag, 25.10.2012, 19 Uhr
Von Ruhrpolen zu Kosmopolen. Zuwanderer aus Polen im Revier.
Lichtbild-Vortrag von Dietmar Osses, LWL-Industriemuseum Bochum (kostenfrei)

Sonntag, 28.10.2012, 15-18 Uhr
Finissage zum Abschluss der Ausstellung "Nach Westen. Zuwanderung aus Osteuropa ins Ruhrgebiet" und Saisonabschluss mit musikalischer Begleitung (kostenfrei)


Themenführungen jederzeit nach Anmeldung.
Dauer: 75 min,, Kosten 40 Euro
Informationen und Buchung unter: 0234/6100874



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum
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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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Kommentar(e)

Niklas Haskamp22.02.2014 12:17
Sehr geehrte Damen und Herren, wäre es Ihnen möglich, mir den Vortrag von Herrn Dr. Heid Ostjuden im Ruhrgebiet - Geschichte einer jüdischen Minderheit" als pdf.-text über meine Mailadresse zur Verfügung zu stellen? Ich benötige ihn im Rahmen meiner Hausarbeit zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Essen im Kaiserreich. Ich bedanke mich an dieser Stellen für Ihre Bemühungen.


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