LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 17.07.12

Foto zur MitteilungDer Tiefstollen bei einer Begehung im Jahr 1958.
Foto: Stadtarchiv Dortmund


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Presse-Infos | Kultur

Verborgener Ort tief unter der Erde

LWL-Industriemuseum sucht Zeitzeugen für Ausstellungsprojekt

Bewertung:

Dortmund (lwl). Tief im Boden der Dortmunder Innenstadt schlummert noch heute ein Relikt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs - die Tiefstollenanlage zwischen Hauptbahnhof und Westpark. Geschichten über diesen verborgenen Ort will das LWL-Industriemuseum ans Tageslicht holen. Sie sollen Teil der Ausstellung "Über Unterwelten" werden, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im Jahr 2014 in seinem Industriemuseum Zeche Zollern zeigt. Für das Projekt sucht das LWL-Industriemuseum jetzt Zeitzeugen.

"Die meisten Dortmunder haben von diesem weit verzweigten Stollensystem unter ihrer Stadt noch nie etwas gehört, und nur ein kleiner Teil der Bevölkerung hat diesen verborgenen Ort jemals zu Gesicht bekommen", weiß Dr. Andreas Immenkamp vom Ausstellungsteam. Bis zu 50.000 Dortmunder überlebten hier die Luftangriffe der alliierten Streitkräfte in den letzten Kriegsjahren.

Mit einer Gesamtlänge von 4,8 Kilometern erstreckt sich die Tiefstollenanlage zwischen Hauptbahnhof und dem Westpark. Sie wurde zu Kriegsbeginn von der Organisation "TODT", einer militärischen NS-Organisation, im Auftrag des Deutschen Reichs errichtet. Die Stollen, die sich zwölf bis 18 Metern tief in der Erde befinden, waren mit elektrischer Beleuchtung und sanitären Einrichtungen ausgestattet. Heute kann das System aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich gemacht werden.

Das Ausstellungsteam ist auf der Suche nach Dortmunder Bürgern, die die Bombenangriffe noch selbst erlebt haben und über den Aufenthalt in der unterirdischen Schutzanlage berichten können. Wertvoll sind auch Berichte von Angehörigen, die entsprechende Erlebnisse ihrer Eltern oder anderer Verwandter schildern können. Das LWL-Industriemuseum freut sich über Briefe, Anrufe oder E-Mails.

Kontakt:
LWL Industriemuseum
Dr. Andreas Immenkamp
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Tel. 0231 6961-129
E-Mail: andreas.immenkamp@lwl.org



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
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Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Grubenweg 5
44388 Dortmund
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