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Mitteilung vom 28.06.12

Foto zur MitteilungStellen sich der Herkules-Aufgabe: v.l.n.r: Erster Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung Dieter Gebhard, NRW-Sozialminister Guntram Schneider und LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch.
Foto: LWL/Rösler


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Presse-Infos | Soziales

LWL zu Inklusion: "Herkules-Aufgabe, der sich Gesellschaft stellen muss"

Aktionsplan des Landes im Kabinett

Bewertung:

Münster (lwl). Auf einer Informationsveranstaltung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Donnerstag (28.6.) in Münster hat NRW-Sozialminister Guntram Schneider den Aktionsplan des Landes zur Inklusion für die kommende Woche angekündigt.

"Ein zentrales Ziel der Landesregierung ist die inklusive Gesellschaft", so Schneider. "In der kommenden Woche soll im Kabinett unser Aktionsplan 'Eine Gesellschaft für alle - NRW inklusiv‘ verabschiedet werden, in dem das Land seine Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen bündelt. Inklusion bedeutet gleichberechtigte und wirksame Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen. Dafür müssen in unserer Gesellschaft alle an einem Strang ziehen. Die Landschaftsverbände sind hierbei ein besonders wichtiger Partner. Mit dem Aktionsplan machen wir uns schrittweise auf den Weg in diese inklusive Gesellschaft."

"Das Land kann sich auf den Partner LWL verlassen. Die Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderungen ist uns eine Herzensangelegenheit", so der Vorsitzende der LWL-Landschaftsversammlung, Dieter Gebhard. "Die Veranstaltung diente einer Bestandsaufnahme. Da ein weiteres Fortkommen nur Hand in Hand mit dem Land gelingen kann, freue ich mich, dass Minister Guntram Schneider persönlich die Sicht des Landes zu dieser sozialpolitischen Herausforderung erläutert hat."

Forderung nach Bundesteilhabegeld
Dass Menschen mit Behinderung umfassend am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, bezeichnete LWL- Direktor Dr. Wolfgang Kirsch als "Herkules-Aufgabe", der sich der Verband schon lange stelle.

"Klar ist aber auch: Herkules braucht Hilfe, denn die Inklusion von Menschen mit wesentlicher Behinderung am Arbeitsplatz oder zuhause können die Kommunen nicht mehr aus eigener Kraft bezahlen", so Kirsch am Donnerstag (28.6.) bei einer Informationsveranstaltung vor 100 Teilnehmern in Münster.

Er appellierte an NRW-Sozialminister Guntram Schneider, sich weiter für eine finanzielle Beteiligung des Bundes einzusetzen, wie sie vor wenigen Tagen im Zuge der Verhandlungen über den Fiskalpakt in Berlin verabredet worden sei. Kirsch: "Wir brauchen ein einkommensunabhängiges Bundesteilhabegeld für jeden Menschen mit Behinderung."

Der LWL-Direktor verwies auf die Anstrengungen des LWL zu Inklusion. So gebe der Kommunalverband jährlich 110 Millionen Euro aus, damit behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam in einen Kindergarten um die Ecke gehen können. Sonderpädagogen von den LWL-Schulen würden knapp 900 Kinder westfalenweit im gemeinsamen Unterricht an Regelschulen unterstützen. Über 20.000 Menschen mit Behinderung lebten inzwischen durch das ambulant betreute Wohnen in den eigenen vier Wänden statt im Heim. In Westfalen-Lippe seien 113 Integrationsbetriebe entstanden, in denen behinderten und nichtbehinderte Kollegen gemeinsam arbeiteten.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org




Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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