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Mitteilung vom 01.06.12

Foto zur MitteilungDer Umschlag der gerade erschienenen Publikation
Foto: LWL-Archäologie für Westfalen


Foto zur MitteilungDer östlichste behandelte Fundort liegt in Kalmykien. Hier wurde ein Katakombengrab mit den Resten eines vierrädrigen Wagens und der Bestattung einer 17- bis 20-jährigen, hochschwangeren Frau untersucht.
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Foto zur MitteilungIm Zuge der neuen Untersuchungen im Umfeld des "Königsgrabes" von Seddin wurde auch ein digitales Geländemodell des Grabhügels erstellt.
Foto: LWL-Archäologie für Westfalen


Foto zur MitteilungKontinuität und Diskontinuität werden in dem Band zum Beispiel anhand des Bestattungsverhaltens der bronzezeitlichen Eliten in Nordwestrumänien diskutiert.
Foto: LWL-Archäologie für Westfalen


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Presse-Infos | Kultur

Band mit neuester archäologischer Forschung:

Bronzezeit mit aktuellen Problemen und europäischen Einblicken

Bewertung:

Münster (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat einen Band über "Gräberlandschaften der Bronzezeit" herausgegeben. Er zeigt auf 704 Seiten, dass sich die Menschen bereits vor fast 4000 Jahren zwischen einem Vorläufer der europäischen Idee und regionaler Identität bewegten.
Europäisch ist der wissenschaftlich Hintergrund des Bandes, der die aktuellen Forschungsergebnisse über die Beisetzungstraditionen der Bronzezeit aus zwölf Ländern vereint.

Ein Kolloquium im Herner LWL-Museum für Archäologie mit 150 Wissenschaftlern war 2008 der Anlass für die Veröffentlichung. Erstmals versammelte sich ein internationales Fachpublikum in Westfalen, um die Bronzezeit über räumliche und zeitliche Grenzen hinaus zu betrachten und auch die westfälische Forschung in den Mittelpunkt zu rücken.

Ansätze von Globalisierung, europaweite Mobilität und Kommunikation, Fernhandelswege über den gesamten Kontinent und Klimakatastrophen: Was die Gräberlandschaften zwischen 2000 und 800 v. Chr. offenbaren, hat Aktualität. "Dieses heute hochaktuelle Ringen zwischen Beständigkeit und Wandel, Innovation und Tradition macht die Epoche für uns Wissenschaftler so spannend", betont Prof. Dr. Michael Rind, Leiter der LWL-Archäologie für Westfalen.

Westfälisches Lokalkolorit ist mit dem Gräberfeld von Borken-Gemenwirthe in der Publikation vertreten und steuert zu den Erkenntnissen über das bronze- und eisenzeitliche Bestattungswesen bei. Vom "Königsgrab" von Seddin, die Frage der astronomischen Orientierung von Megalithgräbern über Wagengräber in Kurgannekropolen bis zu Gräberlandschaften in der Normandie reicht die Spannbreite der 37 Beiträge. Geographisch bewegen sich die 63 Autoren zwischen Fundstellen in Südfrankreich, Kalmykien, Großbritannien und Italien.

Auf den 704 Seiten stellen sich europäische Projekte wie die Erfassung bestimmter Grabeinhegungen im kontinentalen Europa in einer gemeinsamen Datenbank vor. Es wird erforscht, warum einzelne Siedlungsgemeinschaften von der Körper- zur Brandbestattung übergingen. In der Niederlausitz öffnet der Tagebau Einblicke in einmaligen Flächendimensionen in die Zusammenhänge von neuen Siedlungsmustern und Gräberlandschaften.

"Oft lassen sich erst aus der Vogelperspektive Zusammenhänge erkennen und überraschende Entwicklungslinien zeichnen. Deshalb ist dieser Band in seiner Zusammenschau über Raum und Zeit interessant", bemerkt LWL-Archäologe Dr. Daniel Bérenger als Mitorganisator der Tagung und Mitherausgeber.

Die "Gräberlandschaften der Bronzezeit" sind als Band 51 der Reihe "Bodenaltertümer Westfalens" der LWL-Archäologie für Westfalen im Verlag Zabern erschienen. Die Beiträge sind mehrsprachig und werden um Zusammenfassungen auf Deutsch, Französisch und Englisch ergänzt. Der Band ist ab sofort in jeder Buchhandlung, im Museumsshop des LWL-Museums für Archäologie in Herne und im Verlag Zabern unter zabern.de für 39 Euro zu haben.

Daniel Bérenger/Jean Bourgeois/Marc Talon/Stefan Wirth, Gräberlandschaften der Bronzezeit. Internationales Kolloquium zur Bronzezeit, Herne, 15.-18. Oktober 2008. Paysages funéraires de l'âge du Bronze. Colloque International sur l' âge du Bronze, Herne, 15-18 octobre 2088. Bodenaltertümer Westfalens 51 (Darmstadt 2012).
ISBN 978-3-8053-4511-8



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Katja Burgemeister, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-8921.
presse@lwl.org



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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