LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 08.05.12

Foto zur MitteilungMuseumsmitarbeiter Klaus Senkel bei einem Kreativ-Workshop mit Jugendlichen im vergangenen Jahr.
Foto: LWL / Appelhans


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Presse-Infos | Kultur

Gefühle in Metall gegossen und mit Ton geformt

LWL-Industriemuseum beteiligt sich mit kreativem Projekt am "Kulturrucksack"

Bewertung:

Dortmund (lwl). Ausgrenzung, Isolation, Angst - das sind Gefühle, die jeder kennt. Aber wie kann man sie ausdrücken? Gerade Jugendliche tun sich darin oft schwer. Das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern eröffnet ihnen jetzt die Möglichkeit, Emotionen künstlerisch umzusetzen. "Starke Gefühle. Skulpturen und Plastiken von Kindern und Jugendlichen" heißt das Projekt, mit sich das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Dortmunder "Kulturrucksack" beteiligt. Die mit Landesmitteln unterstützte Initiative will junge Menschen zwischen zehn und 14 Jahren an die Kunst heranführen und ihre Teilhabe am kulturellen Leben fördern.

Ausgangspunkt der "starken Gefühle" ist die internationale Wanderausstellung "Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg", die die Stadt und der LWL aktuell auf der Zeche Zollern zeigen. Der Ausstellungsbesuch löst gerade bei Jugendlichen starke Gefühle aus, von Angst über Wut, Scham und Verunsicherung bis hin zu Solidarität. "Das war für uns Anlass, einmal zu überlegen, wie wir in unserer Vermittlungsarbeit damit umgehen können. Das entwickelte Programm eröffnet ganz neue Wege der Auseinandersetzung. Erste Rückmeldungen von Lehrern zeigen, dass daran ein sehr großes Interesse besteht, weil es Wege aus der Sprachlosigkeit über dieses Geschehen bietet", erklärt LWL-Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus.

Angesprochen sind Schulklassen der Jahrgangsstufen 7 und 8 aller Schulformen. Laufen soll das bis auf die Anreise kostenfreie Programm in den drei Wochen vor den Sommerferien (18. Juni bis 5. Juli) an insgesamt neun Terminen. Immer zwei Klassen können jeweils am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag kommen und sollten mindestens drei Stunden Zeit mitbringen. "Auf Wunsch können die Besuche auch einen ganzen Schultag umfassen", so die LWL-Museumsleiterin.

Der Projekt besteht aus drei Teilen: Geschulte Jugendliche des Dortmunder Jugendrings führen die Klasse zunächst rund eine Stunde durch die Ausstellung "Zwangsarbeit". Im anschließenden Gruppengespräch geht es um die Gefühle, die der Besuch ausgelöst hat. Wie würde ich mich als Zwangsarbeiter fühlen? Einsam, gedemütigt, heimatlos, wütend, ausgestoßen, geborgen in der Gruppe? Aber auch: Was empfinde ich, wenn ich die Fotos und Quellen sehe? Angst, Wut, Solidarität, Scham, Hilflosigkeit, Gleichgültigkeit, Verunsicherung?

Den längsten Teil des Vormittags verbringen die zwölf- bis 14-Jährigen im Werkstattbereich: Zusammen mit den Künstlern Ingo Kerrut aus Düsseldorf und Rudi Turinsky aus Recklinghausen entwickeln die Jugendlichen Ideen für Plastiken. Verschiedene Materialien und Techniken stehen dafür zur Verfügung: Ton und Holz sowie Formsand, der mit Metall ausgegossen wird, und Baustahl zum Schweißen von Skulpturen.

Im November werden die Arbeiten für eine Woche auf der Zeche Zollern ausgestellt. Die Präsentation bereitet ein Kuratorenteam vor, das aus der Museumsleitung, zwei Lehrern, einem Museumspädagogen und drei Jugendlichen besteht. Die drei besten Arbeiten werden von einer Jury ausgewählt und prämiert. Ulrike Gilhaus: "Die Ausstellung kann danach ganz oder teilweise auch in den beteiligten Schulen ausgestellt werden."

Interessierten Schulen steht LWL-Mitarbeiter Klaus Senkel eine Woche lang für alle Fragen zur Verfügung. Er informiert und nimmt Wünsche und Anmeldungen unter Tel. 0151 40635001 vom 14.5. bis 18.5. zwischen 8 und 12 Uhr entgegen. Später eingehende Interessenten melden sich beim Sekretariat:

LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, Grubenweg 5, 44388 Dortmund
zeche-zollern@lwl.org, Tel. 0231 6961-211



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



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Grubenweg 5
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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