LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 04.04.12

Foto zur MitteilungUm an die Zeit der Stahl- und Koksproduktion in Hattingen zu erinnern, hat der LWL die beiden Filme "Faszination Stahl" und "Aus Kohle wird Koks" in einer gemeinsamen DVD-Edition neu herausgebracht.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungEin Film-Team des LWL-Medienzentrum begleitete 1993 den letzten Stahlguss auf der Henrichshütte.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungDie Arbeitsgruppe des letzten Stahlgusses auf der Henrichshütte.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Stahl und Koks

LWL macht mit neuer DVD die Geschichte der Stahl- und Koksproduktion in der Henrichshütte Hattingen lebendig

Bewertung:

Hattingen (lwl). Vor 25 Jahren wurden die Hochöfen der Henrichshütte in Hattingen stillgelegt. Um an die Zeit der Stahl- und Koksproduktion in Hattingen zu erinnern, hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt die beiden Filme "Faszination Stahl. Der letzte große Guss der Henrichshütte" und "Aus Kohle wird Koks" in einer gemeinsamen DVD-Edition neu herausgebracht.

Die 1854 gegründete Henrichshütte in Hattingen beschäftigte in ihrer Blütezeit rund 10.000 Menschen. Auf dem riesigen Areal im Ruhrtal wurde Eisen erschmolzen, Stahl gekocht, gegossen, geschmiedet und gewalzt. Als die Hochöfen 1987 erloschen, übernahm der LWL den Hochofen 3 als Mittelpunkt eines Museums für Eisen und Stahl. Das heutige LWL-Medienzentrum für Westfalen dokumentierte 1993 den letzten Stahlguss auf der Henrichshütte. 1998 bis 2003 entstand eine zweite Dokumentation über die Kokserzeugung. Beide Filme, die wesentliche Arbeitsprozesse auf einem Hüttenwerk zeigen, hat das LWL-Medienzentrum für Westfalen jetzt in Kooperation mit dem Förderverein Industriemuseum Henrichshütte in einer DVD-Edition wieder zugänglich gemacht.

Hintergrund:
Die neue DVD porträtiert ein Stück Ruhrgebiet, das heute nach vielen Jahren des Strukturwandels so nicht mehr existiert. Im Ruhrgebiet, dem "Land der tausend Feuer" sind die Feuer weitestgehend erloschen und haben anderen Arbeitswelten Platz gemacht. Was in den riesigen damals abgeschlossenen Arealen, wie dem der Henrichshütte vor sich ging, zeigen die beiden Filme auf der DVD in einer Länge von insgesamt 43 Minuten. Sie geben einen Einblick in die Stahl- und Koksproduktion. "Faszination Stahl" begleitet dabei den letzten großen Guss der Henrichshütte, eines 265 Tonnen schweren sogenannten Tischholmes (Teil einer Stahlpresse).

Aufgrund der besonderen Herausforderungen, die die Arbeitsumgebung an das Material stellte, kam noch eine robuste 16mm-Kamera zum Einsatz. Dr. Hermann-Josef Höper, damals wie heute für die landeskundliche Medienproduktion im LWL-Medienzentrum zuständig, erinnert sich an die Dreharbeiten: "Einerseits mussten wir uns an die Gefahren gewöhnen, die in einem solchen Industrieunternehmen nicht auszuschließen sind. Andererseits war es ein großartiges Erlebnis, einen Guss von solch großen Dimensionen mit der Filmkamera begleiten zu dürfen. Und Wehmut kam auch in unserem Filmteam auf, als mit fortschreitendem Produktionsprozess eine Abteilung nach der anderen geschlossen wurde."

"Was für die Ehemaligen der Henrichshütte ein wichtiger Teil ihres Lebens war, stellt aus landeskundlicher Sicht ein unverwechselbares Stück Arbeitswelt des Ruhrgebiets dar", umreißt Höper die bleibende Bedeutung der Aufnahmen.

Bezug:
Die DVD-Edition (zwei Filme von zusammen 43 Minuten) kann zum Preis von 14, 90 Euro (ggfs. plus 2,60 € Versandkostenanteil) an der Museumskasse des LWL-Industriemuseums Henrichshütte Hattingen oder beim LWL-Medienzentrum für Westfalen (Fürstenbergstraße 14, 48147 Münster, medienzentrum@lwl.org, www.westfalen-medien.lwl.org) erworben werden.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Fürstenbergstr. 14
48147 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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