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Mitteilung vom 02.02.12

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Graf Schwerin in Castrop-Rauxel

Bildvortrag und Filmvorführung im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

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Dortmund (lwl). Um die Zeche Graf Schwerin in Castrop-Rauxel geht es beim nächsten Vortrag in der Reihe "Die großen Zechen an der Ruhr", zu der der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag, 7. Februar, um 19.30 Uhr in sein Industriemuseum Zeche Zollern einlädt. Der Eintritt ist frei.

Das Bergwerk stellte 1967 den Betrieb ein. Acht Jahre später wurden die Tagesanlagen abgerissen, darunter auch der Malakowturm von 1876. Das trutzige Bauwerk über Schacht I war 1927 durch ein modernes Fördergerüst aus Stahl ergänzt worden, bei dem die beiden Schrägstützen aufgrund ungünstiger Platzverhältnisse auf halber Höhe abgeknickt werden mussten: "Es handelt sich bei dieser Konstruktion um ein Unikat, das es so im Ruhrgebiet und wohl auch weltweit nirgendwo anders gab", erläutern Norbert Meier und Martin Lochert in ihrem 2011 erschienenen Zechenbuch über Graf Schwerin. Meier, der mehrere Jahrzehnte lang im Bergbau beschäftigt war, ist der Referent des Zechenvortrags. Ein Dokumentarfilm über die Kokerei Schwerin ergänzt die Ausführungen. Diese Kokerei produzierte noch bis 1975 mit längst überalterter Technik; das Kokslöschen geschah dort bis zum Ende noch von Hand.

Ab 19 Uhr können Interessierte auf der "Galerie Industriearbeit" in der historischen Zechenwerkstatt, wo auch der Vortrag stattfindet, die Ausstellung "Kohlekeramik" besichtigen. Sie präsentiert Medaillen, Plaketten und Gebrauchsobjekte wie Uhren und Aschenbecher aus der Sammlung Dr. Jürgen Huesmann, die noch bis zum 12. Februar im LWL-Industriemuseum zu sehen ist.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127
presse@lwl.org



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44388 Dortmund
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