LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 31.01.12

Foto zur MitteilungReliquienstatuette der Hl. Brigida von Kilidare, Westfalen, um 1350, Legden, St. Brigida © Bistum Münster / Kath. Kirchengemeinde St. Brigida, Legden.
Foto: Stephan Kube, Greven


Foto zur MitteilungLogo der Ausstellung "Goldene Pracht".
Foto: Stephan Kube, Greven


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Presse-Infos | Kultur

Eine irische Königstochter aus Westfalen

Ausstellung "Goldene Pracht" zeigt die Silberstatuette der Heiligen Brigida

Bewertung:

Münster (lwl). Die aufwendig gearbeitete Reliquienstatuette der Heiligen Brigida aus dem 14. Jahrhundert wird noch heutzutage bei besonderen Anlässen in der Liturgie der Gemeinde St. Brigida in Legden verwendet. So nimmt sie nach wie vor am Festtag der Heiligen, dem 1. Februar, während der Messe ihren Platz auf dem Altar der Brigidenkirche ein. Bald darauf holen der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), das Bistum Münster und der Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität Münster das wertvolle Exponat für die große Ausstellung "Goldene Pracht" nach Münster, für die sie bereits eigens von dem Kölner Goldschmiede-Restaurator Peter Bolg gereinigt wurde.

Schon im Mittelalter hatte die Silber-Figur für die Gläubigen eine besondere Bedeutung. "Ihr kostbares Material sollte den Blick der Gemeinde auf den überirdischen Leib der bereits im Stande der Glückseligkeit stehenden Heiligen lenken. Die Gläubigen waren überzeugt, dass die Heilige durch die Anwesenheit der Figur auf dem Altar zu einer mächtigen Fürbitterin wurde", so der Bistums-Kurator der Ausstellung "Goldene Pracht", Holger Kempkens. Tatsächlich birgt die Statuette aus Silber dem Kurator zufolge einige Reliquien, also sterblichen Überreste, der irischen Königstochter und Äbtissin von Kildare, Brigida (451-523). Diese Reliquien hat der münsterische Bischof Hermann I. (1032-1042) von den Benediktinern von Groß St. Martin in Köln, an deren Klosterkirche eine St. Brigidenkirche angebaut war, erhalten und um 1040 zur Kirchweihe in Legden mitgebracht.

Im Rahmen der Ausstellung stellen die Kuratoren die kostbare Figur nur wenig älteren, französischen Werken gegenüber. "Die Pracht der westfälischen Goldschmiedekunst ist bislang noch viel zu wenig bekannt", so Kempkens. "Im Vergleich mit internationalen Spitzenwerken wird sich dem Publikum das hohe Niveau dieser Reliquienstatuette aus Westfalen erschließen. Zudem steht sie beispielhaft für die Statuettenreliquiare der Kirchenpatrone, wie sie für Westfalen typisch sind."

Hintergrund
Die Ausstellung "Goldene Pracht" ist ein Kooperationsprojekt des Bistums Münster, des LWL-Landesmuseums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des Exzellenzclusters "Religion und Politik" der Universität Münster. Die Schau präsentiert vom 26. Februar bis 28. Mai 2012 auf 1.500 Quadratmetern 300 herausragende Werke der Goldschmiedekunst des 10. bis 16. Jahrhunderts. Die Kuratoren konnten 220 Leihgaben von internationalem und nationalem Rang zusammentragen. Sie werden westfälischen Exponaten aus dem Domschatz und dem LWL-Landesmuseum gegenübergestellt. Markenzeichen der Ausstellung ist die interdisziplinäre Herangehensweise durch die Zusammenarbeit der Museen mit dem Exzellenzcluster, die kunsthistorische, historische und theologische Blickwinkel vereint.

Hinweis:
Weitere Informationen unter:

http://www.goldene-pracht.de

"Religion und Politik" - Der Exzellenzcluster der WWU Münster
Im Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) forschen rund 200 Wissenschaftler aus 20 geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern und elf Ländern. Sie untersuchen das komplexe Verhältnis zwischen Religion und Politik von der Antike bis zur Gegenwart und von Lateinamerika über Europa bis in die arabische und asiatische Welt. Es ist der bundesweit größte Forschungsverbund dieser Art und von den deutschlandweit 37 Exzellenz¬clustern der einzige zum Thema Religionen. Bund und Länder fördern das Vorhaben im Rahmen der Exzellenzinitiative bis 2012 mit 37 Millionen Euro.



Pressekontakt:
Claudia Miklis, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Telefon: 0251 5907-168, claudia.miklis@lwl.org und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Karl Hagemann, Telefon 0251 495-288, pressestelle@bistum-muenster.de und Viola van Melis, Telefon: 0251 83-23376, van.melis@uni-muenster.de
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