LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 17.10.11

Foto zur MitteilungDieser Antennendolch ist ein Fund, der im Laufe der Jahrhunderte von Österreich bis nach Kamen wanderte und einiges über die Handelsrouten früherer Zeiten offenbart.
Foto: LWL/S. Brentführer


Foto zur MitteilungIn dem Großsteingrab in Erwitte-Schmerlecke wurden über die Jahrhunderte ungefähr 300 Menschen - für die Arbeit der Archäologen ein sehr ergiebiger "Schatz".
Foto: LWL/K. Schierhold


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Presse-Infos | Kultur

Schätze aus dem Boden

Vitrinengespräch im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Bewertung:

Herne (lwl). Was ist eigentlich ein Schatz? Muss er kostbar sein? Oder in erster Linie schön? Wie eine Archäologin diese Fragen beantwortet, erläutert am Donnerstag (20.10.) Dr. Eva Cichy, Mitarbeiterin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Olpe, in einem Vitrinengespräch über "Schätze aus dem Boden" im LWL-Museum für Archäologie in Herne. In der aktuellen Son-derausstellung "Fundgeschichten" über neueste Funde von Archäologen in NRW erzählt sie von - auf den ersten Blick - unscheinbaren Dingen, die sich aufgrund ihrer spannenden Geschichte - schließlich doch als Schatz entpuppen.

Dabei ist das Spektrum dieser Schätze groß. Zum einen sind es kleine Fundstücke wie Perlen und Armreifen aus Glas, Fibeln aus Bronze- und Eisendraht, die zwar nicht von großem materiellem Wert sind, dafür aber zeigen, wie stark der Einfluss der keltischen Welt auf die eisenzeitlichen Westfalen war. Die Fundorte solcher manchmal weit gereisten Gegenstände geben Aufschluss über Handelskontakte, erzählen die Geschichte des Im- und Exports, der schon damals kleine und große Kostbarkeiten in der ganzen Welt verstreute.

Zum anderen sind es Spuren im Boden - sogenannte Befunde -, die Einblicke in frühere Welten geben und so für die Archäologen zum wahren Schatz werden. Ein gutes Beispiel dafür sind die Überreste eines großen Gemeinschaftsgrabs bei Erwitte-Schmerlecke (Kreis Soest). Die besondere Bauweise der Gräber hat die Skelette auffallend gut erhalten, denn die verwendeten Kalksteinplatten führten dazu, dass der Boden reich an Kalk war und die Knochenzersetzung so verlangsamt wurde. Zusammen mit den Grabbeigaben erzählen die alten Gebeine Geschichten und geben den Wissenschaftlern die Möglichkeit, durch DNA-Analysen und ähnliche Verfahren immer mehr über das Leben früher herauszufinden. Auch darüber wird Cichy anhand einiger Fundstücke in der Ausstellung berichten.

Der Vortrag gehört zur Veranstaltungsreihe der sogenannten Vitrinengespräche, bei denen einmal im Monat Archäologinne, Überraschungsfinder und Wissenschaftlerinnen exklusiv direkt an den Ausstellungsstücken Ausgrabungsgeschichten aus erster Hand erzählen. Zu entrichten ist nur der Museumseintritt, die Teilnahme am Vitrinengespräch ist kostenfrei.

Termin und Kosten:
Donnerstag, 20.10.2011, 18 Uhr, "Schätze aus dem Boden", Vitrinengespräch mit Dr. Eva Cichy, LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Olpe

Der Eintritt ist frei.



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Katja Baron, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Archäologie Herne
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
Karte und Routenplaner



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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