LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 23.09.11

Foto zur MitteilungDas LWL-Industriemuseum Zeche Zollern plant für 2014 die Ausstellung "Über Unterwelten und das Ruhrgebiet", hier: U-Bahnstation "Consolidation" in Gelsenkirchen.
Foto: LWL / Holtappels


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Presse-Infos | Kultur

LWL-Industriemuseum geht 2014 in die Unterwelt

Sonderausstellung in der Zeche Zollern betrachtet das Ruhrgebiet von unten

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Dortmund/Bocholt (lwl). Anlässlich des Endes des Kohlebergbaus in Deutschland plant das LWL-Industriemuseum unter dem Titel "Über Unterwelten und das Ruhrgebiet" an seinem Standort Zeche Zollern in Dortmund für 2014 eine Ausstellung, die sich mit dem Neuanfang im Ruhrgebiet und unbekannten Unterwelten beschäftigt. Der Kulturausschuss im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) billigte am Mittwoch (21.9.) in Bocholt das 1,5 Millionen Euro teure Projekt. Den endgültigen Beschluss fasst der LWL-Landschaftsausschuss am 7. Oktober.

"Wir wollen zeigen, wie eine als bekannt geglaubte Region mit einem überraschenden Blickwechsel 'von unten‘ neu entdeckt und gesehen werden kann und mit diesem neuen Blick auch Zukunftspotentiale entziffert werden können", sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale am Mittwoch.

In der Zeit von April bis November 2014 sollen Exponate aus Kunst und Kulturgeschichte, aus Forschungs-, Arbeits- und Freizeitwelten im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund Unterwelten sichtbar machen. Dabei soll es nicht nur um Zechenstollen gehen. Denn im Ruhrgebiet haben sich bisher unbeachtete Unterwelten entwickelt: Kanalisationen, Abwasserleitungen, Tunnel, Bunker, Speicher, Keller, unterirdische Einkaufspassagen und Tiefgaragen - aber auch Krypten, Veranstaltungsorte und Treffs für Jugendliche. Über ein "Unterwelts-Forum" will das LWL-Museum schon 2013 Interessierte unter anderem mit einem Markt der Möglichkeiten an der Projekt-Entwicklung beteiligen. Außerdem soll es zwei Vorlaufausstellungen, einen Fotowettbewerb, den "2. Internationalen Unterwelten-Kongress" und ein Jugendprogramm in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft geben. "Wir wollen mit öffentlichen und privaten Dienstleistern und Unternehmern zu-sammenarbeiten, die in Verbindung mit Arbeitsfeldern unter der Erdoberfläche stehen. Hier können junge Menschen spielerisch neue Berufsfelder kennenlernen", so Rüschoff-Thale.

An seinen sieben weiteren Standorten in Bochum, Witten, Hattingen (beide Ennepe-Ruhr-Kreis), Waltrop (Kreis Recklinghausen), Bocholt (Kreis Borken), Lage (Kreis Lippe) und Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke) zeigt das LWL-Industriemuseum 2014 regionale Ausstellungen, die das Thema "Unterwelten" auf eigenständige Weise aufnehmen.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Grubenweg 5
44388 Dortmund
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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