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Mitteilung vom 07.09.11

Foto zur MitteilungMarkus Breitscheidel
Foto: PR


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Presse-Infos | Kultur

Markus Breitscheidel liest im LWL-Industriemuseum

Ziegelei Lage aus "Arm durch Arbeit"

Bewertung:

Lage (lwl). Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung "Gute Arbeit" im LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage bietet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine Autorenlesung an: Der Erfolgsautor Markus Breitscheidel liest am Sonntag, 11. September, um 14 Uhr aus seinem Buch "Arm durch Arbeit". Für die Recherchen zu diesem Buch lebte Breitscheidel mehr als ein Jahr lang "undercover" an und unter dem Existenzlimit von Hartz IV und Minilöhnen. Mit seinem Bericht "Arm durch Arbeit" analysiert er die persönlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Billiglöhnen. In der Rolle eines Hartz IV-Empfäners stieß Breitscheidel schneller als gedacht an seine finanziellen Grenzen. Er konnte sich nur über Wasser halten, indem er Pfandflaschen sammelte, sein Mobiltelefons verpfändete und Mittagstafeln sowie Kleiderkammern besuchte.
Als ungelernter Hilfsarbeiter musste er alle von der Arbeitsagentur vermittelten Tätigkeiten annehmen. Als Leiharbeiter war er unter anderem in zwei großen Konzernen (Opelwerke, Bayer/Schering) beschäftigt. Trotz Vollarbeit im Schichtbetrieb reichte sein Lohn nicht zum Leben und er musste, wie die Vielzahl seiner Kollegen, zusätzliche staatliche Unterstützung beantragen und wurde zum so genannten Aufstocker.

Hintergrund
Der Autor Markus Breitscheidel studierte Wirtschaftswissenschaften und war Marketingleiter einer großen Werkzeugfirma. Dann gab er seinen Job auf und arbeitete eineinhalb Jahre als Pflegekraft in fünf verschiedenen Pflege- und Altenheimen in Deutschland. Sein erstes Buch "Abgezockt und totgepflegt", in dem er über diese Erfahrung berichtete, wurde zum Bestseller. Im Nachfolgebuch "Gesund gepflegt statt abgezockt" zeigte er Wege für eine menschenwürdige Altenbetreuung auf.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit Arbeit und Leben Herford und dem ver.di - Bildungszentrum "Das Bunte Haus" ausgerichtet. Die Lesung findet im LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage, Sprikernheide 77, 32791 Lage statt.
Die Ausstellung "Gute Arbeit" ist noch bis zum 25. September im Industriemuseum des Land-schaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zu sehen. Gruppenführungen und Programme für Schulklassen können unter (05232) 94900 gebucht werden.
Zum Inhalt der Ausstellung: Arbeit bestimmt in der heutigen Gesellschaft immer noch einen großen Teil des Lebens. Sie dient nicht nur dem Broterwerb, sondern die Menschen definieren ihrer Lebenszufriedenheit auch über die Sinnhaftigkeit und die Qualität ihrer Arbeit. Die Ausstellung geht den Ansprüchen und Erwartungen an Arbeit aus historischer und aktueller Sicht nach und möchte den Besucher damit anregen, über die eigenen Vorstellungen von Arbeit zu reflektieren.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Willi Kulke, LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage, Tel. 05232 9490-11
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum - Ziegeleimuseum Lage
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Sprikernheide 77
32791 Lage
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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