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Mitteilung vom 05.09.11

Foto zur MitteilungLWL-Museumsleiter Jan Carstensen ist neuer Präsident des Verbandes Europäischer Freilichtmuseen.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Detmolder LWL-Museumsleiter leitet Verband Europäischer Freilichtmuseen

Wissenschaftliche Gesellschaft regt seit 45 Jahren fachlichen Dialog an

Bewertung:

Detmold (lwl). Wer nicht in einem Museum arbeitet, dürfte dem Verband bisher kaum begegnet sein: Der Verband europäischer Freilichtmuseen (engl.: AEOM - Association of European Open Air Museums) ist ein Netzwerk der etwas über 50 größten Freilichtmuseen in Europa, das dem Austausch von Wissen und Erfahrungen unter den Museumskräften dient. Die Organisation ist der ICOM(=International Council of Museums) angegliedert und wurde 2011 45 Jahre alt.
Schon seit der Gründung des Verbandes waren die Leiter des LWL-Freilichtmuseums Detmold stets sehr aktiv gewesen, die beiden Vorgänger von Dr. Jan Carstensen, Prof. Dr. Josef Schepers und Prof. Dr. Stefan Baumeier waren Mitglieder des Verbandes.
Ende August nun konnte Thomas Bloch Ravn, der bisherige Inhaber des präsidialen Ehrenamtes und Museumsdirektor des dänischen Freilichtmuseums "Den Gamle By" gratulieren: Dr. Jan Carstensen, Museumsleiter des LWL-Freilichtmuseums Detmold, wurde von der Mitgliederversammlung zum Präsidenten dieser wissenschaftlichen Gesellschaft gewählt. Wie die Wahl des Gesamtvorstandes, dessen Mitglieder aus der Tschechischen Republik, England, den Niederlanden sowie aus Süddeutschland kommen, fand auch die Abstimmung für den auf zwei Jahre gewählten, neuen Präsidenten während einer fünftägigen internationalen Konferenz des Verbandes im tschechischen Roznov statt. Hier befindet sich das größte tschechische Freilichtmuseum.

Carstensen war seit 2007 Vizepräsident des Verbandes und ist schon seit 2001 im Vorstand tätig. Anlässlich der Wahl äußerte der Kulturwissenschaftler: "Erfahrung in der Führung eines solchen internationalen Verbandes habe ich während der vergangenen vier Jahre als Vizepräsident bereits gesammelt. Damit bin ich auf die Verbandsaufgabe gut vorbereitet, den Gedanken der Freilichtmuseen zu verbreiten und den Dialog der Fachkreise anzuregen."
Zu den zentralen Aufgaben des Amtes gehört es, die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz mit jeweils rund 120 Teilnehmern zu organisieren. Weiterhin werden regelmäßig fachliche Workshops zu verschiedenen Themen, die für Freilichtmuseen von Bedeutung sind, veranstaltet. Das letzte dieser Arbeitstreffen fand unter dem Titel "Eingang - Publikum - Neue Ideen zur Eingangssituation in Freilichtmuseen" im Oktober 2010 im LWL-Freilichtmuseum Detmold statt.

Als neue Vize-Präsidentin amtiert Katarina Frost aus Schweden. Der Verband hat aktuell rund 60 Mitglieder aus sämtlichen Mittel-, Nord- und Osteuropa. Die großen Freilichtmuseen Europas sind zwar sehr unterschiedlich, aber alle zeigen Gebäude aus alter Zeit im Maßstab 1:1, sie bilden den jeweilige Lebensweise, Traditionen, regionale Kulturen sowie die Geschichte einzelner Regionen oder Länder, ab.
Hintergrund:
Die Idee der Freilichtmuseen kommt aus Schweden, wo vor über 120 Jahren "Skansen" bei Stockholm als erstes Museum dieser Art gegründet wurde. Inzwischen gibt es in ganz Europa, Nordamerika, Japan, Australien usw. solche Museen. "Skansen" wurde 1891 gegründet, in den 1920er und 1930er Jahren breitete sich der Freilichtmuseums-Gedanke weiter aus. Im gesamten Osteuropäischen Raum ist dieser Begriff zum Markenzeichen geworden, heute heißen die Freilichtmuseen dort "Skanzen".
Das erste größere deutsche Freilichtmuseum ist das Museumsdorf Cloppenburg, das 1935 gegründet wurde. In West- und Süddeutschland wurden dann große Regionale Freilichtmuseen in den 1950er und 1960er Jahren mit großem Erfolg gegründet und bis heute betrieben. Sie erfreuen sich außerordentlich großer Beliebtheit und gehören so zum allgemein meistbesuchten Museumstyp.



Pressekontakt:
Karl G. Donath, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Ruth Lakenbrink, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Tel. 05231/706-110
presse@lwl.org



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