LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 28.07.11

Foto zur MitteilungTheresienthaler Römer.
Foto: LWL / M. Holtappels


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Presse-Infos | Kultur

Glasmacher stellt elegante Römer am Gernheim Ofen her

Schauproduktion im LWL-Industriemuseum zur aktuellen Sonderausstellung

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Petershagen (lwl). Zartgrünes Glas und elegante Römer haben die Glasfabrik Theresienthal berühmt gemacht. Wie diese Gläser entstehen, können Besucher am Sonntag, 7. August, bei einer Schauvorführung in der Glashütte Gernheim hautnah erleben. Anlässlich der aktuellen Sonderausstellung "Zier- und Gebrauchsglas aus Theresienthal", die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am 31. Juli in seinem Industriemuseum in Petershagen eröffnet, stellt Glasmacher Torsten Rötzsch zwischen 10 und 17.30 Uhr elegante Trinkgläser und aufwändige Pokale am Gernheimer Ofen her. Die Entwürfe dieser Gläser entstehen in Anlehnung an historische Formen aus der 175-jährigen Produktgeschichte der bayerischen Kristallglasfabrik.
Ebenfalls am Sonntag, 7. August, bietet das Museum eine Führung durch die Sonderausstellung an. Beginn des Rundgangs ist um 14.30 Uhr.

Die Theresienthaler Hütte wurde 1836 gegründet und gehörte ab Mitte des 19. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Fabriken ihrer Art in Deutschland. Sie war ab Ende des 19. Jahrhunderts auf Hohlglasproduktion spezialisiert und arbeitete mit namhaften Designern verschiedenster Stilrichtungen zusammen. Besonders bekannt sind die Theresienthaler Trinkgläser, deren Stile vom Biedermeier über Historismus, Jugendstil und Neue Sachlichkeit bis zu Formen aktueller Entwerfer reichen.

Das LWL-Industriemuseum präsentiert Trinkgläser, Wein- und Bierservices sowie Vasen der verschiedenen Epochen aus der Privatsammlung Stephan Buse. Eine große Farb- und Formenvielfalt an Stengelgläsern und Römern entwickelte Theresienthal im Jugendstil. Damals arbeitete der bekannte Entwerfer Hans Christiansen für die Hütte. Gläser von ihm werden ebenfalls zu sehen sein. Die "Neue Sachlichkeit" der 1920er und frühen 1930er zeigen zarte Strohgläsern nach Entwürfen von Hans von Poschinger. Nach dem Zweiten Weltkrieg und besonders ab den 1970er Jahren orientierte sich die Produktion der Hütte an historischen Formen. Hier kontrastiert die Ausstellung historische Vorbilder mit neu aufgelegten Trinkgläsern. In den 1990er Jahren suchte die Glashütte Theresienthal nach einer Neuausrichtung ihrer Produktpalette. Aus dieser Zeit stammen die Entwürfe der Designer Heike Philipp und Volker Hundertmark. Ende der 1990er Jahre geriet die Hütte in wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Zier- und Gebrauchsglas aus Theresienthal
31.7. bis 23.10.2011
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Gernheim 12, 32469 Petershagen
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr
www.lwl-industriemuseum.de



Pressekontakt:
Sven Panthöfer, LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim, Tel. 05707-9311-18 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Gernheim 12
32469 Petershagen-Ovenstädt
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