LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 18.07.11

Foto zur MitteilungDie Fundamente des sogenannten Turmhauses (ca. 1919-1976) der ehemaligen kruppschen Hauptverwaltung lässt dieses Luftbild erkennen.
Foto: Dr. D. Hopp


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Presse-Infos | Kultur

Industriearchäologie - Vom Blick in die jüngste Vergangenheit

"Vitrinengespräch" im LWL-Museum für Archäologie

Bewertung:

Herne (lwl). Nicht immer müssen Funde Tausende von Jahren alt sein, damit sie das Interesse der Archäologen wecken. Dass auch die jüngste Vergangenheit reichlich Futter für die Forschung liefert, erläutert am Donnerstag (21. Juli) Dr. Detlef Hopp, Stadtarchäologe aus Essen, in einem "Vitrinengespräch" im LWL-Museum für Archäologie in Herne. Anhand einiger Exponate aus der aktuellen Sonderausstellung "Fundgeschichten" berichtet er über Methoden und Ergebnisse der Industriearchäologie. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und ist kostenfrei.

Im 19. Jahrhundert entstanden im Zuge der Industrialisierung im Gebiet zwischen Rhein, Ruhr und Emscher viele Fabriken. Zahlreiche dieser Anlagen wurden jedoch bereits in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder abgerissen, häufig unbeobachtet und undokumentiert.

Gründe dafür waren zum einen das fehlenden Bewusstsein für die Geschichte der jüngsten Vergangenheit, zum anderen das zum Teil negative Image, das der Industrie anhaftete. Denn die Industrie stand in Zusammenhang mit Übeln wie Verschmutzung von Luft und Boden sowie der Verunreinigung von Gewässern - ganz zu schweigen von den gesundheitlichen Schäden bei den Fab-rikarbeitern.

Mit welchen modernen Methoden die Relikte der Industrieanlagen des 19. Jahrhunderts heute untersucht werden und welche Erkenntnisse sich gewinnen lassen, berichtet Dr. Hopp in seinem Vortrag vor allem am Beispiel der alten Friedrich Krupp-Gussstahlfabrik in Essen. Dort liegen seit dem Zweiten Weltkrieg Spuren einer 200-jährigen Werksgeschichte im Boden, die während Bauarbeiten in den vergangenen Jahren Stück für Stück zum Vorschein kommen.

Der Vortrag gehört zur Veranstaltungsreihe der sogenannten Vitrinengespräche, bei der einmal im Monat Archäologen, Finder und Wissenschaftlerinnen exklusiv direkt an den Ausstellungsstücken Ausgrabungsgeschichten aus erster Hand erzählen. Zu entrichten ist nur der Museumseintritt, die Teilnahme am Vitrinengespräch ist kostenfrei.

Termin und Kosten:
- Donnerstag, 21.7.2011, 18 Uhr, "Industriearchäologie", Vitrinengespräch mit Dr. Detlef Hopp, Stadtarchäologie Essen
- Der Eintritt ist kostenfrei.

Ausstellungslaufzeit: 16.4. bis 20.11.2011
LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0
http://www.lwl-landesmuseum-herne.de

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr

intritt:
• € 3,50 Erwachsene
• € 2,00 Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre),Schülerinnen und Schüler
• € 1,60 Schülerinnen und Schüler bei Teilnahme an Führung oder
museumspädagogischen Programm (2 Begleiter frei)
• € 8,00 Familien
• € 2,10 Ermäßigungsberechtigte
• € 3,00 Erwachsene in Gruppen ab 16. Personen



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Katja Baron, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-3504
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Archäologie Herne
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
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