LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 12.07.11

Foto zur MitteilungUnbekannter Entwerfer (nach Vorlage aus der VR China, Druckhaus in Peking): Mao nach dem Durchschwimmen des Yangtze an der Großen Brücke bei Wuhan, 1966, Farboffset.
Foto:LWL


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Presse-Infos | Kultur

Plakat-Ausstellung über Protestkulturen

Mao schwimmt durch den Yangtze

Bewertung:

Münster (lwl). Den Zeitgeist der späten 1960er Jahre widerspiegelnd, besitzt das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster einen erstaunlich bunten und "wild" gewachsenen Plakatbestand zu den sogenannten Studenten-Unruhen und ihrem kulturellen Umfeld. Nach dem ersten Teil der Ausstellung ""Münster - Mehr als nur ein Nebenschauplatz" wirft der zweite Teil "Globale Protestkulturen" (bis 21. August) den Blick über die Landesgrenzen hinaus auf Bewegungen zwischen Lateinamerika, China, USA und Europa.
In einer Serie stellt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ausgewählte Exponate der Ausstellungsreihe vor.

Zufrieden und fröhlich winkend sieht man den Diktator Mao nach dem Durchschwimmen des Yangtze-Flusses auf dem bunten Plakat von 1966: Er hat den Menschen gezeigt, wozu er fähig ist und das sollten alle sehen.
Der chinesische Diktator Mao Zedong war in den 60er Jahren nach katastrophalen wirtschaftlichen Rückschlägen auf der Hut vor Rivalen, die die politische Position Maos in Frage stellten. Wenig später löste er, nachdem es zwischen radikalen Rotgardisten und gemäßigten Parteikadern zu schweren Kämpfen gekommen war, die sogenannte "Kulturrevolution" aus.

Diese politische Kampagne sollte als eine Bewegung zur Beseitigung von Missständen in Staat und Gesellschaft dienen. Mao setzte jedoch statt der gewünschten Erneuerung innerhalb der Kommunistischen Partei (KP) Chinas eine Massenbewegung zur Zerstörung der alten KP in Gang. In deren Verlauf bekamen die Mao-Garden der Studenten und Schüler ab Herbst 1966 freie Hand, brutal bis zum Mord gegen alle angeblichen Volksfeinde vorzugehen. Außerdem wurde ein erheblicher Teil des Kulturerbes, darunter Statuen, Buddhas, Tempelanlagen und Klöster, zerstört.

Im Juli 1966 durchschwamm der bereits 73-jährige "Große Vorsitzende" Mao den Yangtze-Fluss und wollte damit beweisen, dass er noch zu neuem revolutionären Elan fähig war. Im Westen galt das Spektakel nur als bizarrer Presse-Coup, doch in China galt das Medien-Spektakel als deutliches Zeichen. Schwimmen wurde schon im alten China als Mutprobe betrachtet - angeblich legte Mao in etwas mehr als einer Stunde rekordverdächtige 15 Kilometer zurück.


Weitere Informationen:
http://www.lwl-landesmuseum-muenster.de



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Nadine Block, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Telefon: 0251 5907-311, presse.landesmuseum@lwl.org
presse@lwl.org



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Domplatz 10
48143 Münster
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