LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 10.06.11

Foto zur MitteilungZugeschüttet und überbaut: Mitten im Zentrum Paderborns legten die Archäologen einen lange vergessenen Steinbruch frei.
Foto: LWL/S. Spiong


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Presse-Infos | Kultur

Zur Ausstellung "Fundgeschichten" im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Für Kloster, Stift und Kirche: "Vitrinengespräch" über neue Erkenntnisse zu Großbauprojekten Paderborns im Mittelalter

Bewertung:

Herne/Paderborn (lwl). Dr. Sven Spiong, LWL-Stadtarchäologe in Paderborn, berichtet am Donnerstag (16.6.) um 18 Uhr im LWL-Museum für Archäologie in Herne an aktuellen archäologischen Fundstücken aus dem mittelalterlichen Steinbruch und den umliegenden Bauhütten von den neuesten Erkenntnissen über die größten Paderborner Bauprojekte des 8. bis 12. Jahrhunderts. Die Objekte sind noch bis zum 20. November in der Ausstellung "Fundgeschichten" über neueste Entdeckungen von Archäologen in NRW zu sehen.

Ohne ihn gäbe es die bedeutendsten mittelalterlichen Gebäude Paderborns nicht - und doch hat man ihn vergessen: Ein Steinbruch, mitten im Zentrum der Stadt - seit Jahrhunderten verschüttet und erst im Jahr 2006 von Archäologen wieder ausgegraben. Aus seinem Kalkstein entstanden Gebäude wie die Kaiserpfalz, der Dom, die Domburgmauer und der Bischofspalast.

Wer heute die Paderborner Kaiserpfalz oder den Dom besucht, dem bietet sich trotz mittelalterlicher Bausubstanz ein völlig anderes Bild als dem Kirchengänger des frühen Mittelalters: Zahlreiche Umbauten haben Innenausstattung und Gebäudezuschnitte im Laufe der Jahrhunderte verändert. Archäologische Grabungen in der Umgebung haben nun quasi auf Umwegen neue Erkenntnisse über die ursprüngliche Ausstattung der Gebäude erbracht - und zwar hauptsächlich durch ausgemustertes Baumaterial, welches die Archäologen in den umliegenden mittelalterlichen Bauhütten gefunden haben.

Wie die Untersuchungen gezeigt haben, wurden in diesen Bauhütten direkt im Umfeld der Großbaustellen kleinere Ausstattungsgegenstände wie Bronze-Beschläge oder Bleifassungen für Fenster angefertigt. Porphyrreste zeugen von der wertvollen Ausgestaltung hervorgehobener sakraler Räume, den dieses Baumaterial, gehörte seit der Antike zu einem der kostbarsten und musste eigens aus Italien importiert werden.

Der Kurzvortrag gehört zur Veranstaltungsreihe der "Vitrinengespräche", bei der einmal im Monat Archäologen, Überraschungsfinder und Wissenschaftler exklusiv direkt an den Ausstellungsstücken Ausgrabungsgeschichten aus erster Hand erzählen. Zu entrichten ist nur der Museumseintritt, die Teilnahme am Vitrinengespräch ist kostenfrei.

Mehr Infos: http://www.fundgeschichten.lwl.org

Termin und Kosten:
Donnerstag, 16.6.2011, 18 Uhr "Für Kloster, Stift und Kirche - Archäologie der
Paderborner Bauhütten des Hochmittelalters"
Vitrinengespräch mit Dr. Sven Spiong, LWL-Stadtarchäologe Paderborn
Der Eintritt ist kostenfrei.


Ausstellungslaufzeit: 16.4. bis 20.11.2011
LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0
http://www.lwl-landesmuseum-herne.de.

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr

Eintritt:
• € 3,50 Erwachsene
• € 2,00 Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre),Schülerinnen und Schüler
• € 1,60 Schülerinnen und Schüler bei Teilnahme an Führung oder
museumspädagogischen Programm (2 Begleiter frei)
• € 8,00 Familien
• € 2,10 Ermäßigungsberechtigte
• € 3,00 Erwachsene in Gruppen ab 16. Personen



Pressekontakt:
Eva Masthoff, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-8920, und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Archäologie Herne
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
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