LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 20.05.11

Foto zur MitteilungFabrig und filigran - Arbeiten von Carsten Feil aus der neuen Ausstellung "Decorum.Um".
Foto: Frédéric Goetz


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Presse-Infos | Kultur

DECOR.UM in der Glashütte Gernheim - LWL-Industriemuseum zeigt Ausstellung zu zeitgenössischem Glasdekor

Einladung zum Pressegespräch

Bewertung:

Petershagen (lwl). Schleifen, gravieren, ätzen - das sind die wichtigsten Techniken moderner Glasveredelung. Zeitgenössische Interpretationen traditioneller Glasdekortechniken zeigt der Landschaftverband Westfalen Lippe (LWL) vom 29. Mai bis 18. September 2011 in seinem Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen. Die Ausstellung "DECOR.UM" wird am Sonntag, 29. Mai, um 11 Uhr eröffnet.

Die 600 gezeigten Objekte entstanden im Rahmen eines Projektes, bei dem renommierte Designer, Künstler und angehende Gestalter gemeinsam mit den Glasmachern und -veredlern der Glashütte Meisenthal (Frankreich) zusammengearbeitet haben. Ziel war die Erforschung historischer Glasdekore. So verwendeten die Designer für die aktuelle Gestaltung der Glas-Serien und Unikate nur alte Techniken: Schliff, Gravur, Ätzen, Sandstrahlen oder Versilbern. "Die Ergebnisse sind ebenso vielfältig wie überraschend: Einige erinnern etwa an japanische Holzschnitte oder zitieren moderne Kunst, andere verwandeln durch tiefe Einschnitte die Hohlgläser zu eigenen Skulpturen", so die stellvertretende LWL-Museumsleiterin Dr. Katrin Holthaus.

Hintergrund - das Projekt
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts führten in den nördlichen Vogesen veränderte Wettbewerbsbedingungen zur Schließung zahlreicher Glashütten. Die Fabriken standen
still und verfielen, die Kenntnisse der Bearbeitungstechniken drohten verloren zu gehen. Im Bewusstsein dieses Problems setzten sich das Centre International d'Art Verrier (CIAV) in Meisenthal und die Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK Saar) zum Ziel, dieses Wissen zu bewahren. In einem weiteren Projektteil entwickelten eingeladene Künstler und Designer - unter ihnen viele international renommierte Designer wie Werner Aisslinger, Yves Chadouet, James Irvine und Jerszy Seymour - neue aktuelle Glasgestaltungen auf der Basis von Ornamentik und technisch Machbarem. Für die Präsentation der Glasobjekte wurden eigens kubische, von innen beleuchtete Vitrinen entwickelt.


Das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim bietet begleitend zur Ausstellung besondere Themenführungen an: Am 3. Juli und 14. August 2011, jeweils um 14.30 Uhr, wird Gravurmeister Heikko Schulze Höing vor allem die technischen Aspekte bei der Herstellung der Objekte erläutern.

Am Eröffnungstag (29.5.) wird Glasmacher Torsten Rötzsch am Glasofen filigrane venezianische Kelchgläser verschiedener Epochen herstellen. Interessierte Besucher können dem Glasmacher von 10 bis 13.30 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr bei der Arbeit zusehen. Die kostenlose Sonntagsführung beginnt um 11 Uhr.

DECOR.UM
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
29.5.2011 bis 18.9.2011,
Eröffnung: So, 29.5., 11 Uhr
Gernheim 12, 32469 Petershagen
Geöffnet Di - So 10 - 18 Uhr

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen; Preis 20 €.

+++ Hinweis für die Presse +++


Wir laden Sie herzlich ein zum Pressegespräch am Mittwoch, 25. Mai, um 11 Uhr im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim. Neben Dr. Katrin Holthaus wird daran auch der stellvertretende Projektleiter der Ausstellung, Carsten Feil (Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken) teilnehmen. Wir freuen uns über Ihr Kommen und Ihre Berichterstattung.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Katrin Holthaus, LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim, Telefon: 05707 9311-30,
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Gernheim 12
32469 Petershagen-Ovenstädt
Karte und Routenplaner



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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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