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Mitteilung vom 19.05.11

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Presse-Infos | Kultur

LWL veröffentlicht Hörspielklassiker "Der Durchbruch" auf CD

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Münster (lwl). Grubenunglück in einer Zeche im Ruhrgebiet. Eine Kolonne Bergleute ist dort 700 Meter unter der Erde eingeschlossen. Die Kumpel wissen, was das bedeutet: Die Chance auf Rettung ist gleich null. Die Schicksalsgemeinschaft wird durch puren, nackten Lebenswillen zusammengehalten. Wie lange geht das gut? Welche Gruppendynamik entwickelt sich in einer solchen Extremsituation? Das ist der Plot des Hörspiels "Der Durchbruch" von Bruno Gluchowski. Der Hörspielklassiker des WDR ist nun vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Kooperation mit dem Dortmunder Fritz-Hüser-Institut als CD-Edition neu herausgegeben worden.

Realisiert wurde das Hörspiel 1954. Wie bei Orson Welles "Krieg der Welten" (1938) war die Wirkung durchschlagend. Der Hörer wird gleichsam selbst Teil der eingeschlossenen Mannschaft und eines Traumas, das in Meuterei und Panik umzukippen droht. Auch als Theaterstück und Roman zog "Der Druchbruch" Hunderttausende in den Bann.

Hintergrund
Gluchowski schrieb sein Drama bereits 1936. In den folgenden Jahren wurde das Stück auf verschiedenen Theaterbühnen aufgeführt. "Die Hörspielfassung des WDR von 1954 markiert aus heu-tiger Sicht einen Meilenstein in der Geschichte des westfälischen Hörspiels. 'Der Durchbruch‘ gilt als frühester Typus eines Ruhrgebietshörspiels und steht am Beginn eines später sehr erfolgreichen Sendeformats", sagt Prof. Dr. Walter Gödden von der LWL-Literaturkommission.

Der WDR wiederholte das Hörspiel mehrfach, zuletzt am 2. Februar 2010. Im Anschluss schaltete der Sender ein Hörertelefon. Die Reaktion der Anrufer war einhellig positiv. Auch fast 50 Jahre nach der Erstausstrahlung vermochte "Der Druchbruch" noch zu fesseln. "Das liegt auch daran, dass es Gluchowski gelingt, das Leben über und unter Tage authentisch und in seiner ganzen Vitalität darzustellen", erläutern Gödden und Hanneliese Palm vom Hüser-Institut, die das Projekt gemeinsam anregten. "Gluchowski entwirft in seinem Hörspiel keine Kunstwelt, sondern authentische Alltags- und Lebenswelten in ihrer elementarsten Form. Er machte sich zum Anwalt und Sprachrohr einer proletarischen Schicht und deren Tugenden - Solidarität, Fleiß, Mut."

Das Hörbuch ist das neunte Medium in der Reihe "Tonzeugnisse zur westfälischen Literatur, die die Literaturkommission und das LWL-Medienzentrum für Westfalen gemeinsam herausbringen. Anlass für diese Produktion ist das 50-jährige Gründungsjubiläum der Gruppe 61, deren Gründungsmitglied Gluchowski war. Im Museum für Westfälische Literatur auf Haus Nottbeck in Oelde wird das Hörspiel zum Bestandteil der Ausstellung "Schreibwelten - Erschriebene Welten. Die Dortmunder Gruppe 61", die noch bis zum 3. Juli zu sehen ist.

"Das Stück gilt als Musterbeispiel für eine gelungene Symbiose von sozialer Thematik und einer an der Wirklichkeit der Arbeitswelt orientierten Literatur, und es war wegweisend für die Gründung der legendären Dortmunder 'Gruppe 61‘", so Gödden bei der Präsentation der CD zum Ausstellungs-beginn am 19. Mai auf Haus Nottbeck.


Bruno Gluchowski: Der Durchbruch.
Ein Hörspielklassiker aus dem Jahr 1954

Reihe: Tonzeugnisse zur westfälischen Literatur
CD mit Booklet, ca. 72 Minuten, Preis 9,90 Euro
Bezug: LWL-Medienzentrum für Westfalen, Fürstenbergstr. 14, 48147 Münster,
E-Mail: medienzentrum@lwl.org, Telefon: 0251 591-3902, Fax: 0251/ 591-3982,
http://www.westfalen-medien.lwl.org



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
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