LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 19.05.11

Foto zur MitteilungEin Kultobjekt des Steinzeitmenschen? Polierter Wildschweinschädel aus der Blätterhöhle bei Hagen.
Foto: LWL/S. Jülich


Foto zur MitteilungUnter schwierigsten Bedingungen arbeiten die Archäologen in der Blätterhöhle bei Hagen.
Foto: Historisches Zentrum Hagen/L. Orschiedt


Foto zur MitteilungIn der Blätterhöhle gefunden - jetzt in der Ausstellung "Fundgeschichten": Das Skelett einer jungen Frau der Jungsteinzeit.
Foto: LWL/A. Kalla


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Presse-Infos | Kultur

Funde aus der Hagener Blätterhöhle in der Sonderausstellung "Fundgeschichten"

Steinzeit total - alles in einer Höhle

Bewertung:

Herne (lwl). Ein gut verstecktes, 60 Zentimeter breites Loch, durch das sich ein Mensch gerade so quetschen kann: Das ist der Eingang zur Blätterhöhle bei Hagen. Die wichtigsten Funde aus der Höhle sind noch bis zum 20. November in der Ausstellung "Fundgeschichten" über neueste Entdeckungen von Archäologen in NRW im LWL-Museum für Archäologie in Herne zu sehen.

Wahrscheinlich ist es dem unbequemen Zugang zu verdanken, dass die Höhle rund 5.000 Jahre lang vom Menschen unberührt blieb und so bis heute die Steinzeit-Geschichte Westfalens bewahren konnte. Seit 2006 wird die Blätterhöhle unter schwierigsten Bedingungen von Archäologen Zentimeter für Zentimeter erforscht. Denn eine über Jahrtausende hinweg völlig unberührte Fundsituation von der mittleren bis jüngeren Steinzeit, wie sie in der Blätterhöhle gefunden wurde, ist in Deutschland selten - und lässt auf ganz neue Erkenntnisse über die Entwicklung des Menschen zwischen Nomadenleben und Sesshaft-Werdung hoffen.

Wozu diese Höhle den steinzeitlichen Menschen diente, ist noch nicht völlig geklärt. In der Herner Ausstellung sind das fast komplett erhaltene Skelett einer jungen Frau aus der jüngeren Steinzeit und die beiden bislang ältesten Funde zu sehen: ein polierter Wildschweinschädel und das Schädeldach eines Mannes, die im mittleren Bereich der Höhle entdeckt wurden und vor rund 10.700 Jahren dorthin gelangt sein müssen. Diese Funde legen nahe, dass die Höhle für Bestattungen oder kultische Handlungen genutzt wurde.

Bislang ist nur ein Bruchteil der bis zu sieben Meter hohen Erdschichten abgetragen. Die Wissenschaftler hoffen, dass die tieferen Schichten in und vor der Höhle sogar noch bis in die Altsteinzeit reichen könnten - und somit ein einzigartiges Zeugnis der Steinzeit von Anfang bis Ende liefern könnten.

Ausstellungslaufzeit:
16.4. bis 20.11.2011

Ausstellungsort:
LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0

http://www.fundgeschichten.lwl.org

Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr

Eintritt:
• € 3,50 Erwachsene
• € 2,00 Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre),Schülerinnen und Schüler
• € 1,60 Schülerinnen und Schüler bei Teilnahme an Führung oder
museumspädagogischen Programm (2 Begleiter frei)
• € 8,00 Familien
• € 2,10 Ermäßigungsberechtigte
• € 3,00 Erwachsene in Gruppen ab 16. Personen



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Eva Masthoff, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-8920,
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Archäologie Herne
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
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