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Mitteilung vom 13.05.11

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Foto:LWL


Foto zur Mitteilung33 cm lang, grünlich schimmernd und fein geschliffen: die wiedergefundene Beilklinge aus Jadeit.
Foto: LWL/S. Brentführer (Beil: Privateigentum Klaus Kasubke)


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Presse-Infos | Kultur

Sonderausstellung über "Fundgeschichten"

Wiedergefunden: Geburtstagsgeschenk aus der Steinzeit

Bewertung:

Herne/Herford (lwl). Wer bekommt schon Geburtstagsgrüße aus der Steinzeit? Klaus Kasubke aus Schleswig-Holstein bekam 1997 zu seinem Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk, das derzeit in der Ausstellung "Fundgeschichten" über neueste Entdeckungen von Archäologen in NRW im LWL-Museum für Archäologie in Herne zu sehen ist.

Zu seinem 33sten Geburtstag bekommt Klaus Kasubke aus Humptrup in Schleswig-Holstein einen 33 Zentimeter langen, offensichtlich bearbeiteten, grünlich schimmernden Stein geschenkt, den ein Freund zufällig beim Aufräumen auf einem Dachbalken seiner Scheune gefunden hatte. Klaus Kasubke begibt sich mit dem Stein in der Tasche direkt zum Archäologischen Landesmuseum in Gottorf, wo die Wissenschaftler sofort die Bedeutung des Stücks erkennen: Es handelt sich um eine steinzeitliche Beilklinge aus Jadeit - und außerdem um ein seit Jahrzehnten verschollenes Museumsstück, das nun, über 50 Jahre nach seinem Verschwinden, wiederentdeckt wurde.

Ursprünglich wurde die Beilklinge in Ostwestfalen gefunden und schon 1903 vom Städtischen Museum Herford gekauft - doch dort verschwand sie auf ungeklärte Art und Weise.

Auf welchem Weg das Beil dann in eine Scheune in Schleswig-Holstein gelangte, ist bisher unklar. Klar ist hingegen, dass die gut 400 Kilometer zwischen erstem Fundort und zweitem Fundort nur ein Katzensprung sind im Vergleich zu der Strecke, die das Beil im Laufe seiner 6000-jährigen Geschichte zurückgelegt hat. Wie neueste Forschungen belegen, stammt der verwendete Jadeit aus den italienischen Alpen, wo die Klinge in der Mitte des 5. Jahrtausends v. Chr. gefertigt worden sein muss. Per Tauschhandel gelangte sie später in die Bretagne, wo sie aufwändig umgeschliffen wurde, um danach ihren Weg nach Deutschland zu finden.

Noch bis zum 20. November ist das Beil mit der spektakulären "Wiederfindegeschichte" in der Son-derausstellung "Fundgeschichten" im LWL-Museum in Herne zu sehen. Die Ausstellung präsentiert die spektakulärsten Archäologie-Funde aus dem Boden Nordrhein-Westfalens. Über 1000 Objekte, geborgen in den vergangenen fünf Jahren, vom Urzeittier bis eben zum Bomber des Zweiten Weltkrieges zeigen die archäologischen "Bodenschätze" der Region.
Informationen unter http://www.fundgeschichten.lwl.org
Ausstellungslaufzeit: 16.4. bis 20.11.2011
LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr


Eintritt:
• € 3,50 Erwachsene
• € 2,10 Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre),Schülerinnen und Schüler
• € 2,00 Schülerinnen und Schüler bei Teilnahme an Führung oder
museumspädagogischen Programm (2 Begleiter frei)
• € 8,00 Familien
• € 2,10 Ermäßigungsberechtigte
• € 3,00 Erwachsene in Gruppen


Achtung: Zu dieser Presseinformation gibt es Filmmaterial unter http://www.lwl.org/LWL/Der_LWL/PR/tv_audioservice/Filme_Kultur/fundgeschichten/wiedergefunden



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Eva Masthoff, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-8920,
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Archäologie Herne
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
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