LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 24.03.11

Foto zur MitteilungSzene aus dem neuen LWL-Film.
Foto: LWL


Foto zur MitteilungWährend der Bergung versucht das Aus-grabungsteam, die einzelnen Teile des abgestürzten Bombers zu identifizieren und zuzuordnen. Rechts im Bild: der Heimatforscher H. Klötzer.
Foto: LWL/ M. Baales


Foto zur MitteilungDie Crew des abgestürzten Bombers auf einer historischen Aufnahme aus dem Jahr 1945.
Foto: LWL/ H. Klötzer


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Foto zur MitteilungFotos: LWL

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Presse-Infos | Kultur

Ausstellung über "Fundgeschichten"

Abgestürzt: Wie ein britischer Bomber ins Museum kommt

Bewertung:

Hagen (lwl). Zweiter Weltkrieg, bei Hagen: In der Nacht vom 20. auf den 21. Februar 1945 stürzt ein britischer Lancaster-Bomber in einem Waldstück ab. Die Reste der Maschine werden nach und nach vom Erdreich bedeckt.

65 Jahre später: Der Heimatforscher Horst Klötzer begibt sich auf die Suche nach der Absturzstelle - und findet mehr als nur ein Flugzeugwrack. Das Ergebnis: Die Fundstücke rund um den Bomber sind ab dem 16. April in der Ausstellung "Fundgeschichten" über neueste archäologische Entdeckungen im LWL-Museum für Archäologie in Herne zu sehen.

Weit im Waldgebiet verstreut fanden die Archäologen nicht nur Maschinenteile des abgestürzten Bombers, sondern auch zahlreiche Ausrüstungsbestandteile und persönliche Gegenstände der Crew - darunter ein Kruzifix, ein Taschenmesser, die Lederhaube des Piloten und einen Revolver. Offensichtlich hatten bereits Raubgräber das Wrack entdeckt - denn Teile der Ausrüstung waren schon kurz vor der Bergung auf einer Auktionsseite im Internet angeboten worden.

Der Lancaster-Bomber bildet Anfangs- und Endpunkt der Sonderausstellung "Fundgeschichten". Er zeigt, mit was für ungewöhnlichen Aufgabenstellungen sich die Archäologie befasst - und wie aktuell die vermeintliche "Altertumsforschung" sein kann.

Denn nicht nur der Umgang mit Angehörigen der abgestürzten Crew, sondern auch die rechtlichen Fragen stellten die Archäologen hier vor Herausforderungen. Kriegsrelikte sind stets "Hoheitsgebiet und Eigentum des entsendenden Landes", in diesem Fall Großbritanniens, so dass enge Abstimmung mit den britischen Behörden nötig war.
Das LWL-Museum präsentiert in der Sonderausstellung "Fundgeschichten" die spektakulärsten Archäologie-Funde aus dem Boden Nordrhein-Westfalens. Über 1000 Objekte, geborgen in den vergangenen fünf Jahren, vom Urzeittier bis eben zum Bomber des Zweiten Weltkrieges zeigen die archäologischen "Bodenschätze" der Region. Jedes Objekt hat eine eigene Fundgeschichte, von der ersten Spurensuche und Bergung bis zur aufwändigen Restaurierung.

Informationen unter http://www.fundgeschichten.lwl.org

Ausstellungslaufzeit: 16.4. bis 20.11.2011
LWL-Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel. 02323 94628-0

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Donnerstag 9 Uhr bis 19 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 11 Uhr bis 18 Uhr

Eintritt:
• 3,50 Euro für Erwachsene
• 2,10 Euro für Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre),Schülerinnen und Schüler
• 2 Euro für Schülerinnen und Schüler bei Teilnahme an Führung oder
museumspädagogischen Programm (2 Begleiter frei)
• 8 Euro für Familien
• 2,10 Eruo für Ermäßigungsberechtigte
• 3 Euro für Erwachsene in Gruppen



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Eva Masthoff, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-8920,
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Archäologie Herne
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
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