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Mitteilung vom 28.03.11

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Münster und die Studentenbewegung 1968 im LWL-Landesmuseum Umweltschutz im Plakat

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Münster (lwl). In der Ausstellungsserie "Visuelle Revolten" zeigt das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster Plakate, Flugblätter und Zeitschriften-Cover aus pardon und Konkret, die sich mit lokalen und globalen Aspekten von "1968" beschäftigen. Der erste Teil "Münster - Mehr als nur ein Nebenschauplatz" (bis 1. Mai 2011) widmet sich den sogenannten Studenten-Unruhen und deren kulturellem Umfeld. In einer Serie stellt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ausgewählte Exponate vor.

Die Plakate der 68er-Bewegung beschäftigen sich mit vielen Themen - manche davon erscheinen anlässlich der Ereignisse im Golf von Mexiko und in Japan heute genauso aktuell wie vor 40 Jahren, etwa die Umweltbewegung, die gegen die Atomindustrie und Firmen wie Shell vorging. Mit den ersten Öltanker-Katastrophen - wie der Havarie der Torey Canyon 1967 vor der Südküste Englands -, besonders mit den schockierenden Fernsehbildern elend zugrundegehender Seevögel, wurden die neuen Krisenthemen "Umweltverschmutzung" und "Grenzen des Wachstums" vehement ins öffentliche Bewusstsein transportiert.

1973 stoppte in der so genannten Ölkrise der Ölzufluss und führte erstmals zu Auto-Fahrverboten. Die Mineralöl-Konzerne waren um ihr Image besorgt und propagierten in Werbekampagnen, "mehr als Öl" machen zu wollen.

Die Anti-Atommüll-Bewegung warnte vor der Gefahr der radioaktiven Verstrahlung, und der Künstler und politische Karikaturist Ernst Volland greift erstmals das heute wieder im Zusammenhang mit "Stuttgart 21" sehr populäre Ortsschilddesign für eines seiner Plakate auf. Kurzerhand machte er aus dem Endlager-Standort Gorleben das Städtchen "Horrorleben". Nach dem Aufbaurausch der 1950er und dem Ende der Ära Adenauer/Erhardt Mitte der 1960er Jahre wurde vielen Bundesbürgern klar, wie labil die bunte Illustrierten-Welt von Hochzeit, Familie und Reihenhäuschen in Wirklichkeit war - das Thema Umweltschutz rückte erstmals in den Fokus.

Weitere Informationen unter http://www.lwl-landesmuseum-muenster.de.



Pressekontakt:
Miriam Heintz, Telefon 0251 5907-311, presse.landesmuseum@lwl.org und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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