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Mitteilung vom 11.03.11

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Erdbeben bei Japan zeigt starke Auswirkungen an Seismograph in Münster

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Münster (lwl). Die Ausschläge des schweren Erdbebens bei Japan mit der Stärke 8,8 haben auch die Wissenschaftler im LWL-Museum für Naturkunde beobachtet. Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) besitzt einen Seismographen, der alle Bewegungen der Erdkruste aufzeichnet. "So einen heftigen und langandauernden Ausschlag haben wir seit langem nicht mehr beobachtet", sagt Dr. Klaus-Peter Lanser vom LWL. Das Gerät misst sechs Meter im Erdboden die Bodenerschütterungen von Beben und deren Wellen und überträgt sie auf das Aufzeichnungsgerät.

Lanser: "Die ganze Erde schwingt derzeit, und diese Schwingungen kann der Seismograph im LWL-Museum wahrnehmen. Es ist außergewöhnlich, wie die Erde schwingt und dass wir in Münster diese Erdschwingungen live miterleben. Wir werden den Museumsbesuchern das Blatt mit den Aufzeichnungen zugänglich machen."

Die sogenannte "Herdzeit" des Bebens war gegen 7 Uhr morgens. Das Zentrum des Bebens lag rund 400 Kilometer nordöstlich der Stadt Tokio entfernt und rund 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai vor der Küste.

Eine Tsunamiwarnung wurde ausgegeben. Ein erster Tsunami hat bereits die Küste Japans erreicht. Weitere Wellen sind zu erwarten. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 800 Kilometern pro Stunde dürfte der Tsunami gegen Freitagmittag (MEZ) die Westküste Nordamerikas erreichen. Bereits jetzt wurden auf dem Meer Wellen von sechs Meter Höhe beobachtet. Dies bedeutet, dass die zu erwartenden Wellen an der Küste deutlich höher sein werden.



Pressekontakt:
Bianca Fialla, LWL-Museum für Naturkunde, Telefon: 0251 591-6066 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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