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Mitteilung vom 11.01.11

Foto zur MitteilungUnter dem weißen Gips verstecken sich ganz verschiedene Materialien: Lorenzo Pompa zeigt Gipsskulpturen im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.
Foto:LWL


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Presse-Infos | Kultur

Material mit Charakter

Neue Alchemie: Gipsskulpturen als Energiespender

Bewertung:

Münster (lwl). In der Sonderausstellung "Neue Alchemie. Kunst der Gegenwart nach Beuys" (bis 16. Januar 2011) zeigt das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster elf Positionen zeitgenössischer Kunst, die ästhetische und inhaltliche Kategorien von Joseph Beuys aufgreifen. Diese junge Künstlergeneration beschwört die Kraft des Ursprünglichen, der Natur, der Energie und des Irrationalen und schafft Werke aus Materialien wie Ton, Gips, Holz und Ästen, Metallen, Steinen, verschiedenen Tiermaterialien und Textilien. In einer Serie stellt das Landesmu-seum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ausgewählte Exponate vor.

Die drei Gipsskulpturen von Lorenzo Pompa wirken auf den ersten Blick wie geschlossene Körper. Bei näherer Betrachtung aber erkennt man, dass jede Plastik aus mehreren Einzelelementen zusammengesetzt ist. Lorenzo Pompa gießt die jeweiligen Teile in Formen, die aus unterschiedlichsten Materialien bestehen können: Plastikfolie, Klebeband, MDF-Platten, Silikon, Schaumstoff, Styropor, Ton, Noppenfolie oder Holz. Im Prozess des Aushärtens speichert der Gips in seiner Oberfläche präzise die Texturen der Gussformen. Gerade wegen dieser Anpassungsfähigkeit wird das Material Gips häufig als charakterlos bezeichnet. Im deutschen Klassizismus des späten 18. Jahrhunderts wurden aus Gips Abgüsse klassisch-antiker Skulpturen hergestellt. Man versuchte, den weißen Marmor der Originale nachzuempfinden. Erst später wurde klar, dass die antiken Skulpturen ursprünglich farbig gefasst waren und dass das Ideal der reinweißen Plastik eine Täuschung war. Diese zwei Seiten des Gips, die Idealisierung einerseits und die vermeintliche Charakter- und Wertlosigkeit andererseits, sind für Lorenzo Pompa reizvoll. "Pompa schafft sehr individuelle plastische Formen, in denen jedes Element seinen festen Platz einnimmt", erklärt die Kuratorin der Ausstellung, Melanie Bono, "seine Skulpturen befinden sich in einem Stadium zwischen Ideenskizze und endgültiger Ausführung." Diesen Übergang beschreibt der Künstler selbst als energiespendend.

Weitere Informationen unter http://www.lwl-landesmuseum-muenster.de.



Pressekontakt:
Nina Heinrich, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Telefon: 0251 5907-209, nina.heinrich@lwl.org und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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48143 Münster
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