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Mitteilung vom 22.12.10

Foto zur MitteilungObjekte aus Natur und Zivilisation: Die Arbeit "Song (Ear, Bell, Rock)" von Michael Stumpf (2008, Sorcha Dallas, Glasgow).
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Konfrontation von Natur und Kultur

Ausstellung "Neue Alchemie": Michael Stumpf spielt mit Materialien und Worten

Bewertung:

Münster (lwl). In der Sonderausstellung "Neue Alchemie‘" über Kunst der Gegenwart nach Beuys (bis 16. Januar) zeigt das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster elf Positionen zeitgenössischer Kunst, die ästhetische und inhaltliche Kategorien von Joseph Beuys aufgreifen. Diese junge Künstlergeneration beschwört die Kraft des Ursprünglichen, der Natur, der Energie und des Irrationalen und schafft Werke aus Materialien wie Ton, Gips, Holz und Ästen, Metallen, Steinen, verschiedenen Tiermaterialien und Textilien. In einer Serie stellt das Landesmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ausgewählte Exponate vor.

Ein Ast, der aus der Wand ragt und an dem so unterschiedliche Objekte wie eine kleine Glocke, ein Stein und ein Wildschweinohr hängen: Der Künstler Michael Stumpf hat in seiner Arbeit "Song (Ear, Bell, Rock)" natürliche Materialien wie das Wildschweinohr mit handwerklich hergestellten Dingen, hier der silbernen Glocke, kombiniert.

Kuratorin Melanie Bono: "Der Gesamtcharakter erinnert an alte Handwerksarbeit und die Verwendung des haarigen Ohrs lässt an schaurige Geschichten aus dem Mittelalter denken. Es entsteht eine düstere Konfrontation zwischen Kultur und Natur. Auf der einen Seite steht der Mensch, der auf mühsame, handwerkliche Weise seine Lebenswelt zu beherrschen trachtet, auf der anderen Seite die Natur, die durch die Aufladung mit Magie, Hexerei und Mystik unberechenbar erscheint. Gleichzeitig findet sich aber auch ein versöhnlicher Anklang: Ein harmonisches Nebeneinander der zwei Pole Kultur und Natur scheint durchaus möglich."

Das Prinzip, natürliche Materialien und gefertigte Dinge zu kombinieren, wendet Michael Stumpf auch bei den drei weiteren Arbeiten an, mit denen er in "Neue Alchemie" vertreten ist. Er nutzt Materialien wie Leinen, Bronze, aber auch Filz, was Erinnerungen an Arbeiten von Joseph Beuys wachruft. Neben den Materialien spielen auch die Titel seiner Arbeiten eine wichtige Rolle. Häufig erzählen die Titel eine eigene kleine Geschichte, die die Arbeiten in neuem Licht erscheinen lassen. So befindet sich etwa eine Arbeit mit dem romantisch-poetischen Titel "The woods are angry dark and deep, is it light where you are yet? ("Der Wald ist verärgert, dunkel und tief, wird es schon hell, wo du gerade bist?") aus dem Jahr 2008 in der Ausstellung. Auch die Arbeit "Song (Ear, Bell, Rock)" spielt mit der Beschreibung der Dinge, die sie zeigt, und verknüpft die Objekte gleichzeitig mit dem Geräusch, das die Objekte erzeugen könnten. Bono": Man hört schon fast den Klang der Glocke, der entsteht, wenn Stein und Ohr zusammenstoßen."

Weitere Informationen unter
http://www.lwl-landesmuseum-muenster.de.



Pressekontakt:
Nina Heinrich, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Telefon: 0251 5907-209, nina.heinrich@lwl.org und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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Westfälisches Landesmuseum
Domplatz 10
48143 Münster
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