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Mitteilung vom 15.12.10

Foto zur MitteilungLandschaft aus Glas und Aluminium: Myriam Holmes Installation "schwingendeserinnern" ist noch bis 16. Januar 2011 zu sehen.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Kunst für alle Sinne

Myriam Holme zeigt Video und Installation im LWL-Landesmuseum

Bewertung:

Münster (lwl). In der Sonderausstellung "Neue Alchemie. Kunst der Gegenwart nach Beuys" (bis 16. Januar 2011) zeigt das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster elf Positionen zeitgenössischer Kunst, die ästhetische und inhaltliche Kategorien von Joseph Beuys aufgreifen. Diese junge Künstlergeneration beschwört die Kraft des Ursprünglichen, der Natur, der Energie und des Irrationalen und schafft Werke aus Materialien wie Ton, Gips, Holz und Ästen, Metallen, Steinen, verschiedenen Tiermaterialien und Textilien. In einer Serie stellt das Landesmuseum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ausgewählte Exponate vor.

Die Kuratorin Melanie Bono sagt zum Kunstwerk von Myriam Holme: "Der Begriff der Alchemie - nicht zu wissenschaftlich genommen, sondern als freie Assoziation auf einen Prozess des Zusammenfügens und Neuentstehens von Dingen - passt vorzüglich zu den Arbeiten der Künstlerin Myriam Holme. In ihrem Arbeitsprozess befreit sie die verwendeten Materialien von ihren vorgeprägten Assoziationen und führt sie auf ihre Essenz zurück."

Besonders wichtig sei der Künstlerin dabei die Haptik der einzelnen Elemente. In der Neuzusammenstellung sind abstrakte Inhalte wie Linie, Farbe, Bewegung, Dimensionalität, Fläche
und Raum wichtige Bezugspunkte. Bono: "Die Kombination von Aluminium, Stahl und Glas in ihrer Installation 'schwingendeserinnern‘ im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte lässt gleichsam an Härte und Biegsamkeit, an Transparenz, Schärfe und Verletzbarkeit denken.
In der Reaktion aufeinander synthetisieren sich die Ausgangsmaterialien zu einem Resultat, das weit mehr ist als seine einzelnen Elemente. Die Zusammenstellung ihres Werkes hat einen zwingenden Charakter, in dem nichts ausgetauscht, hinzugefügt oder weggenommen werden kann. Trotzdem spielt sie mit den Momenten der zufälligen Begegnungen, der Möglichkeitsräume
und Unwahrscheinlichkeiten. Das, was der Betrachter sieht, bietet sich ihm gleichzeitig dazu an, in seiner Vorstellung weitergeführt zu werden als ein endloses Zusammenspiel der Elemente mit den Sinnen. Bei Myriam Holmes Arbeit handelt es sich nicht um eine rationale, intellektuell getriebene Form der Kunst, sondern um eine Kunst, die alle fünf Sinne anspricht und nur auf diese Weise erfasst werden kann."

Die Herstellung von Gold war eines der großen Ziele alchemistischer Forschung. Gold ist aber nicht nur ein sehr kostbares Material, sondern es ist auch Gegenstand von Mythen und Sagen und ruft sofort zahlreiche Assoziationen hervor. In Holmes Video "nitere, eo 1-3" tanzen Goldflitter wie von einer geheimnisvollen Energie angetrieben in der Luft. Die Schwerkraft scheint auf magische Weise aufgehoben zu sein und das glänzende Material bewegt sich nach einer ganz eigenen Choreografie. Myriam Holme hat für diese Arbeit mehrere Monate lang Spinnen gezüchtet, sie gefüttert und gepflegt. Die Spinnennetze, die die Tiere ihrer Natur gemäß anfertigen, wollte die Künstlerin in eine ganz bestimmte Form lenken. Jeden Morgen hat sie daher die falschen Fäden in den Netzen gestutzt, bis sie die gewünschte Form besaßen. Für die Videoaufnahme hat Holme eloxiertes Blattgold in die Netze gepustet und über ihren Atem bewegt. Entstanden sind drei Sequenzen, die als Dauerschleife projiziert werden.

Weitere Informationen unter
http://www.lwl-landesmuseum-muenster.de.



Pressekontakt:
Nina Heinrich, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Telefon: 0251 5907-209, nina.heinrich@lwl.org und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Kunst und Kultur
Westfälisches Landesmuseum
Domplatz 10
48143 Münster
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