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Mitteilung vom 18.11.10

Foto zur MitteilungEin Kunstwerk, das unter Spannung steht: "Lobby Looking Toward Balcony" von Aleana Egan.
Foto: LWL


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Presse-Infos | Kultur

Zwischen Ruhe und Bewegung

Neue Alchemie: Aleana Egan spielt mit Raum und Material

Bewertung:

Münster (lwl). In der Sonderausstellung "Neue Alchemie. Kunst der Gegenwart nach Beuys" (bis 16. Januar 2011) zeigt das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster elf Positionen zeitgenössischer Kunst, die ästhetische und inhaltliche Kategorien von Joseph Beuys aufgreifen. Diese junge Künstlergeneration beschwört die Kraft des Ursprünglichen, der Natur, der Energie und des Irrationalen und schafft Werke aus Materialien wie Ton, Gips, Holz und Ästen, Metallen, Steinen, verschiedenen Tiermaterialien und Textilien. In einer Serie stellt das Landesmu-seum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ausgewählte Exponate vor.

Aleana Egan, 1979 in Dublin geboren, ist in der Ausstellung "Neue Alchemie. Kunst der Gegenwart nach Beuys" mit drei Arbeiten vertreten, die eine Gemeinsamkeit aufweisen: Die Künstlerin spielt mit der Materialästhetik und bezieht den Raum in ihre Arbeiten mit ein. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein gebogenes Metallband, entpuppt sich als Kartonstreifen, die mit verschiedenen Klebern, Füllmitteln und Farben verstärkt und bemalt sind. Besonders dort, wo Formteile aufeinanderstoßen, sieht man, wie roh belassen die Arbeit "Lanes and Chooses" ist. Der erhärtete Kleber gibt dem sonst glatten Karton eine neue Oberflächenstruktur - die im Prozess des Erstarrens entstandenen Arbeitsspuren der Künstlerin werden so sichtbar. Auch in den Zement, mit dem der am Boden stehende, niedrige Karton befüllt ist, sind auf diese Weise Erinnerungen eingeschrieben.
Bewegung und Veränderung charakterisieren die Arbeit "Lobby Looking Toward Balcony", die von zweierlei Kräften geprägt ist: Einerseits strahlen die Umrisslinien Spannung aus und schlagen gezielt Richtungen ein, andererseits scheint die Gravitation Einfluss auf sie zu nehmen. Von unten rechts erhebt sich eine Schlaufe und schiebt sich bis über die Mitte der Arbeit in die Höhe, wo sie mit einem Kupfernagel gehalten wird. Ist der linke Teil der Arbeit eher in einer Abwärtsbewegung begriffen, entsteht rechts davon eine entgegengesetzte Aufwärtsbewegung.
Mit "Laid Flat, Shrugwall", der dritten Arbeit in "Neue Alchemie", beschreibt Egan anhand weniger Linien einen fest umrissenen und kompakten Raum, für den das Werk die vordere Abgrenzung darstellt. Die luftige Konstruktion aus Stahlstäben und Spannhülsen, die diagonal in eine Ecke eingestellt ist, schafft auf subtile Weise eine unüberwindbar scheinende Grenze zum dahinter liegenden Bereich. Am Boden markiert ein Stahlstab eine strenge Diagonale, durch welche die Ecke betont wird. Kontrastiert wird die kraftvolle diagonale Linie durch die obere Begrenzung der Arbeit. Hier wirkt es, als habe das Material all seine innere Spannung verloren. Wie ein locker befestigtes Seil hängt der Stahlstab durch, wirkt biegsam und weich. Diese Linie scheint den Eindruck von Festigkeit und Unumstößlichkeit, den "Laid Flat, Shrugwall" ausstrahlt, in Zweifel ziehen zu wollen.


Weitere Informationen unter http://www.lwl-landesmuseum-muenster.de.



Pressekontakt:
Nina Heinrich, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Telefon: 0251 5907-209, nina.heinrich@lwl.org und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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