LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 12.11.10

Foto zur MitteilungDie Maschinenhalle der Heinitzgrube in Bytom.
Foto: Thomas Voßbeck


Foto zur MitteilungSchaltzentrale des Kraftwerks Zabrze.
Foto: Thomas Voßbeck


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Presse-Infos | Kultur

Struktur und Architektur

LWL-Industriemuseum präsentiert Fotos vom industriellen Kulturerbe Oberschlesiens

Bewertung:

Dortmund (lwl). Zechen, Kokereien, Hütten und Kraftwerke - genau wie das Ruhrgebiet war Oberschlesien Jahrzehnte durch die Bauten der Montanindustrie geprägt. Bis 1989 haben die In-dustriekomplexe im heutigen Polen die Zeiten nahezu unbeschadet überdauert. Seither ist die Region tief greifenden Veränderungen unterworfen. Viele Werke mit beeindruckender Industriearchitektur, die vorwiegend noch aus deutscher Zeit stammt, wurden bereits stillgelegt oder abgerissen. Eine Fotoausstellung im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern setzt dem industriellen Erbe ein künstlerisches Denkmal. "Struktur und Architektur - Das postindustrielle Kulturerbe Oberschlesiens" heißt die Schau, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 14. November, um 11 Uhr auf der "Galerie Industriearbeit" in der ehemaligen Zechenwerkstatt eröffnet (bis 1.5.2011).

Fotograf Thomas Voßbeck von der Berliner Gemeinschaft "Europareportage" hat die Orte der Montanindustrie und weitere historische Bauten wie Stellwerke und Schleusen mit der Kamera aufgesucht. Durch Bildkomposition und Lichteinfall hat er Hallen und Maschinen in Szene gesetzt. Auf den 46 großformatigen Farbfotografien, die jetzt in Dortmund zu sehen sind, werden dem Betrachter aus dem Ruhrgebiet manche Motive fast bekannt vorkommen, zum Beispiel die Elektro-Fördermaschine der Zeche Wieczorek in Kattowitz (Katowice), die an das Pendant auf der Zeche Zollern erinnert, oder die Odertal-Kokerei in Deschowitz, ein Bauensemble im Stil der Neuen Sachlichkeit, das die Zollverein-Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer entworfen haben.

Das Projekt "Struktur und Architektur" wurde von Europareportage und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem Schlesischen Museum Katowice realisiert. Dr. Doris Lemmermeier, Direktorin des Kulturforums, und der polnische Museumsdirektor Leszek Jodlinski werden bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag Grußworte sprechen. "Wir freuen uns, dass wir mit dieser Ausstellung unsere deutsch-polnische Kooperation fortsetzen können", erklärte Dr. Thomas Parent, stellvertretender Direktor des LWL-Industriemuseums, am Freitag (12.11.) bei der Vorstellung der Schau in Dortmund. Bereits seit Jahren gibt es einen regen Austausch. So wird zur Zeit die Fotoausstellung "Montanrevier" des Industriemuseums in der Akademie der Künste in Kattowitz gezeigt.

Das Begleitbuch enthält neben Fotografien auch eine CD mit Klangkompositionen von Richard Ortmann, der die Industriegeräusche Oberschlesiens aufgezeichnet hat, bevor sie durch den Strukturwandel verschwinden werden:


Europareportage (Hg.): Struktur und Architektur.
Das postindustrielle Kulturerbe Oberschlesiens.

Deutsch-polnischer Bildband mit Fotografien von Thomas Voßbeck
und einer CD des Klangkünstlers Richard Ortmann,
200 Seiten. Mit Beiträgen von Krzysztof Karwat, Uta C. Schmidt, Dawid Smolorz, Joanna Tofilska, Albrecht Tyrell und Dariusz Walerjański,
Preis: 19,80 Euro, ISBN 978-3-936168-57-0

Struktur und Architektur - Das postindustrielle Kulturerbe Oberschlesiens
Fotografien von Thomas Voßbeck
14.11.2010 bis 1.5.2011
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Grubenweg 5, 44388 Dortmund
Geöffnet Di - So 10-18 Uhr



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Grubenweg 5
44388 Dortmund
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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