LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 29.10.10

Foto zur MitteilungUnter Anleitung eines Medienpädagogen produzierten die Schüler eine 20-minütige Filmdokumentation.
Foto: LWL/Jan Telgkamp


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Presse-Infos | Kultur

"Nottuln im Wandel der Zeit"

Schüler haben für Wettbewerb Filmdokumentation erstellt - Material aus LWL-Archiv

Bewertung:

Nottuln/Münster (lwl). Kann ein Archiv ein spannender Lernort für Schüler sein? Der Landschafts-verband Westfalen-Lippe (LWL) und die bischöfliche Liebfrauenschule in Nottuln (Kreis Coesfeld) wollten es wissen und beteiligten sich mit dem Projekt "Nottuln im Wandel der Zeit" am Landeswettbewerb "Archiv und Schule". Herausgekommen ist dabei eine 20-minütige Filmdokumentation, die zeigt, wie Nottuln sich seit den 1950er Jahren verändert hat. Der Film, den das NRW-Kulturministerium mit einer Urkunde ausgezeichnet hat, wurde am Donnerstag (28.10.) in Nottuln uraufgeführt.

"Ich glaube, dass alle Projektbeteiligten etwas ganz Wichtiges gelernt haben, über sich und andere, über die eigene Vergangenheit und die eigene Gegenwart. Sie haben gezeigt, dass man mit Engagement gemeinsam etwas erreichen kann", sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale bei der Filmpräsentation.

Das Ausgangsmaterial lieferte das Filmarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen: In seinen Kühlkammern lagern seit 2009 fast 30 Filmrollen, die Nottuln während der 1950er Jahre zeigen. Aufgenommen hat sie Johannes Weber (1904 - 1975). Das Projekt forderte den 15 beteiligten Jugendlichen in ihrer Freizeit einiges ab: Sie mussten das Filmmaterial erschließen, ein Drehbuch schreiben, Zeitzeugen suchen und befragen. Außerdem mussten sie lernen, mit der Kamera und mit digitalen Schnittsystemen für die Filme umzugehen.

Die Schüler der 10. Klasse engagierten sich weit über den normalen zeitlichen Aufwand einer frei-willigen AG. Auch an den Wochenenden und in den Ferien opferten sie Zeit, um Interviews zu führen, Aufnahmen zu machen und die Filme zu schneiden. So setzten sich die Schüler mit neuen und alten Medien auseinander und lernten auch die Arbeitsweise von Archivaren und Historikerinnen kennen.

"Die Chance, Kreativität, Medienpädagogik und aktive Auseinandersetzung mit der jüngsten Geschichte unseres Ortes zu verbinden war einzigartig. An unserer Schule gab und gibt es Schüler, mit deren Engagement und Fähigkeiten ein solches Projekt gelingen kann. Die Begleitung durch das LWL-Medienzentrum und vor allem die kompetente Betreuung durch den Medienpädagogen Michael Kofort ermöglichten eine intensive und erfolgreiche Arbeit", bilanzierten die Lehrer Heinrich Willenborg und Christiane Gutbier das Projekt.

Hintergrund
Johannes Weber, der das historische Filmmaterial hinterlassen hat, kam nach dem Zweiten Weltkrieg von Hamburg nach Nottuln. Bereits in Hamburg hatte er fotografiert und gefilmt - dieses Hobby verfolgte er in den 1950er Jahren intensiv weiter. Zwischen 1948 und 1963 belichtete und bearbeitete er mit seiner Normal8-Kamera mehr als zehn Stunden Filmmaterial. Auf den Filmrollen ist die ganze Spannbreite des Lebens einer kleinen Gemeinde im Münsterland der 1950er Jahre festgehalten, die Arbeit und die Freizeit, sowie das religiöse und das weltliche Brauchtum. Seit 2009 lagert sein filmischer Nachlass im LWL-Medienzentrum für Westfalen.



Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



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Fürstenbergstr. 14
48147 Münster
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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


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