LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 27.10.10

Foto zur MitteilungEine Diesellok mit zwei Führerständen, wie sie seit den 1970er Jahren im Bergbau verwendet wird.
Foto: LWL/Christoph Oboth


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Presse-Infos | Kultur

"Herr der Dieselfahrzeuge" berichtet über seine Arbeit unter Tage

Zeitzeugenvortrag im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

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Dortmund (lwl). Im Rahmen der Reihe "Zeitzeugen" berichtet am Sonntag, 31. Oktober, Axel Margraf aus Kamen über seine Arbeit im Bergwerk. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt dazu um 15 Uhr in sein Industriemuseum Zeche Zollern ein.

Axel Margraf verrichtete nach seiner Ausbildung 1984 bis 1991 auf der Zeche Haard in Oer-Erkenschwick eine große Bandbreite von Arbeiten über und unter Tage und kann deswegen über viele Bereiche der Zeche berichten. Vor allem aber war er der "Herr der Dieselfahrzeuge" unter Tage: Er fuhr die Dieselloks, Dieselkatzen, Haspel und dieselgetriebenen Gleislosfahrzeuge, mit denen schweres Material wie Ausbauschilde und Stempel vor Ort gebracht wurden. Ein Jahr arbeitete er in der sogenannten "Pastenkolonne", die bei den Bergarbeitern sehr unbeliebt war. Aus dieser Zeit berichtet er: "Um den freigesetzten Staub zu binden, wurde in der Nachtschicht ein Salzgemisch in die Abbaubereiche gepumpt. Diese Substanz war derart aggressiv, dass sie allen Materialien das Wasser entzog. Lederschuhe konnten in kürzester Zeit um drei Nummern schrumpfen."

Neben dem Zeitzeugenvortrag finden wie jeden Sonn- und Feiertag um 11.30 und 12 Uhr unter dem Titel "Schloss der Arbeit" Führungen durch das LWL-Industriemuseum statt. Abgesehen vom normalen Museumseintritt (Erw. 3,50 Euro) wird für die Führungen und den Vortrag keine Gebühr erhoben.



Pressekontakt:
Christiane Spänhoff, LWL-Industriemuseum, Telefon: 0231 6961-127 und Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org



LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Karte und Routenplaner



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